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Fußball-WM:Schweiz und Kroatien fahren zur WM

Fußball: Schweiz - Nordirland

Die Schweizer Nationalspieler jubeln über ihre WM-Teilnahme.

(Foto: dpa)

Beiden Teams genügt ein 0:0 im Play-off-Rückspiel. Alexander Zverev gewinnt sein erstes Spiel bei der ATP-WM.

Fußball-WM, Play-offs: Die Schweizer Fußball-Nationalmannschaft hat ihre Nachprüfung in der WM-Qualifikation erfolgreich bestanden. Das Team von Trainer Vladimir Petkovic quälte sich im Play-off-Rückspiel gegen Nordirland zu einem 0:0 und sicherte sich damit das Ticket für die WM-Endrunde kommenden Sommer in Russland (14. Juni bis 15. Juli). Mit einem 1:0 in Belfast hatten die Eidgenossen im Hinspiel den Grundstein für ihre insgesamt elfte Teilnahme bei einem Weltturnier gelegt. "Es ist geil, dass wir es geschafft haben! Kompliment an die Mannschaft, wir haben gefightet, gefightet und gefightet. Wir sind einfach überglücklich. Da fällt eine große Last von einem ab", sagte der Schweizer Torwart Yann Sommer.

Auch Kroatien hat sich wie erwartet für die WM-Endrunde in Russland qualifiziert und damit wohl das Ende der Ära von Trainer Michael Skibbe bei der griechischen Fußball-Nationalmannschaft eingeläutet. Der Assistent des früheren DFB-Teamchefs Rudi Völler scheiterte wie erwartet mit den Hellenen in den Play-offs der WM-Qualifikation gegen das Starensamble vom Balkan und hat beim 0:0 im Rückspiel in Piräus voraussichtlich letztmals auf der Bank des Europmeisters von 2004 gesessen. Die Kroaten hatten mit einem 4:1 im Hinspiel ihre fünfte Teilnahme an einer WM-Endrunde praktisch schon perfekt gemacht. Im Rückspiel ließen sie nichts mehr anbrennen und sicherten sich am Ende souverän das Ticket für das Weltturnier im kommenden Sommer (14. Juni bis 15. Juli).

Tennis, ATP-Finale: Alexander Zverev hat sein Debüt bei den ATP Finals gewonnen. Der Weltranglisten-Dritte bezwang am Sonntagabend in London den Kroaten Marin Cilic 6:4, 3:6, 6:4. Vor rund 15 000 Zuschauern in der O2 Arena begann der 20 Jahre alte Hamburger stark, ließ Cilic aber zunächst zurück ins Spiel. Im dritten Satz konnte Zverev jedoch nach 2:05 Stunden die enge Partie für sich entscheiden. Im fünften Duell der zwei Profis war es der vierte Erfolg des Deutschen. Durch den Sieg in seiner ersten Gruppenpartie bei der Tennis-WM hat Zverev nun gute Chancen auf den Einzug ins Halbfinale.In seiner nächsten Gruppenpartie spielt Zverev am Dienstag (21.00 Uhr/MEZ) gegen den Schweizer Superstar Roger Federer. Am Donnerstag trifft er auf den US-Amerikaner Jack Sock. Der Erste und der Zweite der Abschlusstabelle werden ins Halbfinale einziehen. Federer hatte am Sonntag zum Auftakt in zwei Sätzen gegen Sock gewonnen.

Tischtennis, World Tour: Tischtennis-Weltcupsieger Dimitrij Ovtcharov (Hameln/Orenburg) hat durch seinen dritten Triumph bei den German Open seine Stellung als derzeit stärkster Spieler der Welt untermauert. Im Traumfinale der deutschen "China-Schrecken" gegen Rekordeuropameister Timo Boll (Düsseldorf) wiederholte der Weltranglistendritte in Magdeburg seinen Erfolg im Weltcup-Endspiel vor drei Wochen in Lüttich durch ein 4:3.

Der Heimsieg bedeutete für Ovtcharov, der im Halbfinale durch ein 4:3 gegen den chinesischen WM-Zweiten Fan Zhendong den größten Einzelerfolg seiner Karriere gefeiert hatte, den insgesamt schon siebten Titelgewinn im laufenden Kalenderjahr. Der Weltranglistenvierte Boll hingegen verpasste nach seinen Erfolgen im Viertelfinale gegen Chinas Weltranglistensiebten Lin Gaoyuan (4:1) und danach gegen den südkoreanischen WM-Dritten Lee Sangsu die Chance, durch seinem fünften Heimsieg zum alleinigen German-Open-Rekordsieger aufzusteigen.

Tennis, ATP Finals: Idealer Einstand für Roger Federer: Der Schweizer hat sein erstes Match bei den ATP Finals in London gewonnnen. Der 36-Jährige besiegte am Sonntag im Auftaktspiel der Tennis-Weltmeisterschaft in London den US-Amerikaner Jack Sock 6:4, 7:6 (7:4). Der Weltranglisten-Zweite benötigte vor rund 15 000 Zuschauern in der O2 Arena 91 Minuten für den Erfolg in der Partie der Gruppe B. Der 19-malige Grand-Slam-Turniersieger hat das Saisonfinale, bei dem die besten acht Spieler des Jahres antreten, bereits sechsmal gewonnen und ist damit Rekordhalter.

Federer gelang gleich im ersten Spiel ein Break gegen den 25 Jahre alten WM-Debütanten. Sock fand danach zwar in die Partie, konnte Federer bei dessen Aufschlagspielen jedoch nicht in Bedrängnis bringen. Federer verteidigte seine Führung erfolgreich zum Satzgewinn. Im zweiten Satz brachte Sock, der sich als Letzter für die Finals qualifiziert hatte, seine Spiele durch, geriet aber immer wieder in Schwierigkeiten und musste einige Breakchancen abwehren.Federer, der die Veranstaltung zuletzt 2011 gewinnen konnte, zeigte keine Schwächen und entschied den Tiebreak souverän für sich.

Handball, Champions League: Die Rhein-Neckar Löwen haben den Strapazen des Spielplans getrotzt und ihre Serie auf 17 Spiele ohne Niederlage ausgebaut. Der deutsche Handball-Meister erkämpfte sich in der Champions League beim FC Barcelona ein 26:26 (13:13), obwohl der Bundesligasieg beim SC DHfK Leipzig (29:23) nicht einmal 24 Stunden zurücklag. Mit elf Punkten aus sieben Spielen liegen die Löwen in der Gruppe B auf Platz zwei hinter Titelverteidiger Vardar Skopje (13).Das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen, das erst wenige Stunden vor Spielbeginn in der katalanischen Metropole angekommen war, erwischte einen Fehlstart, steigerte sich jedoch nach dem 1:5 und hielt das Spiel zur Pause ausgeglichen. Nach dem Seitenwechsel dominierten die Gäste das Geschehen sogar teilweise, verspielten in den Schlussminuten jedoch eine 26:24-Führung.

Der THW Kiel hat in der Handball-Champions-League den nächsten Tiefschlag kassiert. Der deutsche Rekordchampion verlor am Sonntag sein Heimspiel gegen den slowenischen Meister Celje Pivovarna Lasko mit 26:29 (15:14) und fiel mit 5:9 Punkten auf den siebten Platz der Gruppe B zurück, der nicht mehr zur Teilnahme am Achtelfinale berechtigt. Bester Werfer der Zebras war Niclas Ekberg mit sechs Toren, für Celje war Jaka Malus acht Mal erfolgreich.

© SZ.de/dpa/sid/ebc
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