Fußball-WM Rudy bekommt eine Gesichtsmaske

Erlitt gegen Schweden einen Nasenbeinbruch: DFB-Spieler Sebastian Rudy.

(Foto: AFP)

Der DFB-Mittelfeldspieler ist wegen seines Nasenbeinbruchs operiert worden - gegen Südkorea will er wieder einsatzbereit sein. Die Fifa ermittelt nach dem Spiel zwischen Serbien und der Schweiz in drei Fällen.

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Deutschland: Fußball-Nationalspieler Sebastian Rudy ist wegen seines Nasenbeinbruchs am Tag nach dem Schweden-Spiel operiert worden. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund mit. Der Mittelfeldspieler vom FC Bayern bekommt nun eine Gesichtsmaske, die einen weiteren Einsatz ermöglichen soll.

Der 28-Jährige will beim Gruppenfinale am Mittwoch in Kasan gegen Südkorea einsatzbereit sein. "Inwieweit das medizinisch okay ist ohne Risiko", müsse man abwarten, sagte Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff in der ARD. Auch wie man eine kleine Narkose körperlich verarbeite, müsse man sehen. "Natürlich arbeiten wir wie bei jedem Turnier dran, jeden maximal gesund zu bekommen."

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Rudy hatte sich in der ersten Spielhälfte beim 2:1 gegen die Schweden verletzt, als er den Fuß eines Gegenspielers ins Gesicht bekommen hatte. Weil die Blutung nicht zu stoppen war, musste der Bayern-Profi ausgewechselt werden.

Serbien gegen Schweiz: Abstruse Betrugsverwürfe, Verschwörungstheorien und brisante Aussagen - das WM-Duell zwischen Serbien und der Schweiz mit seiner politischen Dimension ruft den Fußball-Weltverband auf den Plan. In einem am Sonntag veröffentlichten offiziellen Protestschreiben an die Fifa beklagte sich der serbische Verband (SFF) über zahlreiche vermeintliche Ungerechtigkeiten, den deutschen Schiedsrichter Felix Brych, den mangelnde Einsatz des Videobeweises und den umstrittenen Torjubel der Schweizer.

Die Fifa leitete ein Disziplinarverfahren gegen Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka sowie eine Voruntersuchung gegen Serbiens Trainer Mladen Krstajic ein. Die beiden Schweizer Profis mit kosovarischen Wurzeln hatten nach ihren Toren zum 2:1-Sieg am Freitag mit den Händen den doppelköpfigen Adler geformt, der die Flagge Albaniens ziert. Serbien erkennt das Kosovo nach wie vor nicht als eigenständiges Land an.

Krstajic muss mit einer Strafe für seine verbale Entgleisung rechnen, mit der er Brych verunglimpfte. "Ich würde ihn nach Den Haag schicken, damit man ihm den Prozess macht, so wie man uns den Prozess gemacht hat", hatte der Ex-Bundesligaprofi erklärt. Das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche Serben wegen schwerster Verbrechen während der Kriege beim Auseinanderbrechen Jugoslawiens (1991-1999) verurteilt.

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