Geradezu vergnügt saß Sarina Wiegman auf dem Podium, vor sich die fast bis auf den letzten Stuhl mit Journalisten gefüllte Pressekonferenz. Die fordernde und am Seitenrand oft sehr streng wirkende Trainerin blickte erwartungsfroh und gelöst in die Runde, als hätte sie gerade im Lotto gewonnen und solle nun erzählen, was sie sich alles für schöne Dinge von diesem Hauptgewinn gönnen werde. Und vielleicht fühlte sich dieser Abend für Wiegman auch genauso an, nachdem sie England am Mittwoch zum ersten Mal nach 57 Jahren wieder ins Finale einer Fußball-Weltmeisterschaft geführt hatte. 1966 gewannen die Männer in London den Titel, am Sonntag haben die Frauen in Sydney gegen Spanien diese Chance.
Sarina WiegmanDie Trainerin, die immer ins Finale kommt
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EM 2017 und WM 2019 mit den Niederlanden, EM 2022 und WM 2023 mit England: Sarina Wiegman zieht als Trainerin zum vierten Mal ins Endspiel ein. Spielerinnen nennen sie "Genie", und längst hat ihre Arbeit Begehrlichkeiten geweckt.
Von Anna Dreher, Sydney
