DFB-Frauen in der EinzelkritikSara Däbritz bedankt sich höflich

Die Mittelfeldspielerin profitiert von einem Patzer, Klara Bühl ist eine Pressingmaschine und Giulia Gwinn bekommt eine Warnung: Die DFB-Spielerinnen in der Einzelkritik.

Almuth Schult

Die Torhüterin muss während der WM ein Einzelzimmer bewohnen, weil ihre ständigen Was-wäre-wenn-Gruppenstand-Berechnungen allen anderen auf die Nerven gehen (behauptet jedenfalls Linda Dallmann). Auf dem Platz ist bei der Wolfsburgerin von Grübeleien aber überhaupt nichts zu spüren. Ihre Kompromisslosigkeit ist eine der großen deutschen Stärken bei diesem Turnier. Schult musste auch diesmal wieder den einen oder anderen Ball ausbügeln nach leichtsinnigen Fehlern ihrer Vorderleute. Nach drei Siegen und 6:0 Toren waren keinerlei Was-wäre-wenn-Gruppenstand-Berechnungen mehr nötig. Ihr Einzelzimmer behält sie trotzdem. Auf diesem genießt sie das Gefühl, 270 Minuten ohne Gegentor hinter sich zu haben.

Bild: dpa 17. Juni 2019, 20:322019-06-17 20:32:53 © SZ.de/tbr