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Fußball-WM:"Falsche" Getränke: 60 000 Euro Strafe für Kroatien

Trinkt er das richtige Wasser? Kroatiens Torwart Lovre Kalinic.

(Foto: AFP)

"Nicht autorisierte Produkte" werden von der Fifa härter bestraft als diskriminierende Aussagen. Englands Coach Gareth Southgate winkt eine Vertragsverlängerung. Die Schweden mit Vaterfreuden.

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Kroatien: Wegen "falscher" Getränke auf dem Spielfeld muss der kroatische Fußball-Verband bei der WM in Russland eine Geldstrafe von 70 000 Schweizer Franken (60 500 Euro) zahlen. Die Disziplinarkommission des Weltverbands Fifa bestrafte am Donnerstag die Kroaten, weil Spieler "nicht autorisierte Produkte" vor der Verlängerung im Achtelfinale gegen Dänemark auf dem Platz präsentiert hatten. Dies waren Getränke, die nicht von offiziellen Fifa-Sponsoren kamen.

Die Fifa hat während der WM bereits mehrere Disziplinarstrafen in unterschiedlicher Höhe ausgesprochen. WM-Gastgeber Russland musste wegen eines "diskriminierenden Banners" seiner Fans eine Geldbuße von 10 000 Schweizer Franken zahlen. Auf dem Plakat war die Zahl 88 zu sehen, die als Code für "Heil Hitler" steht. Seine Kommentare über Schiedsrichter Felix Brych, den er "nach Den Haag" vor das UN-Kriegsverbrechertribunal schicken wollte, kosteten Serbiens Coach Mladen Krstajic 5000 Franken.

England: Teammanager Gareth Southgate winkt nach den starken WM-Auftritten der englischen Nationalmannschaft eine vorzeitige Vertragsverlängerung. Nach einem Bericht des Telegraph will der englische Fußballverband FA die im aktuellen Vertrag (bis 2020) verankerte Klausel zur Verlängerung um zwei weitere Jahre ziehen - sobald die Three Lions sich für die EURO 2020 qualifiziert haben. Bislang hieß es, die FA wolle darüber erst nach dem Ende der Europameisterschaft entscheiden. Die Verantwortlichen sollen aber so sehr von der Arbeit des früheren U21-Nationaltrainers überzeugt sein, dass sie ihm schon früher das Vertrauen für die WM 2022 in Katar aussprechen wollen.

Southgate (47) hatte das Amt im September 2016 zunächst interimsmäßig übernommen, nachdem sein Vorgänger Sam Allardyce über einen Enthüllungsskandal gestolpert war. Wenig später unterschrieb Southgate einen Vierjahresvertrag mit der Option auf eine Verlängerung um zwei weitere Jahre.

Schweden: Abwehrspieler Andreas Granqvist wird im WM-Viertelfinale am Samstag (16.00 Uhr MESZ/ARD und Sky Deutschland) gegen England mit frischen Vaterfreuden auflaufen. In seiner Abwesenheit brachte Ehefrau Sofia in der Heimat das zweite gemeinsame Kind zur Welt. Granqvist postete am Freitag ein Bild des Babys auf Instagram und schrieb dazu: "So glücklich und stolz auf meine Frau. Beide sind gesund, und es geht ihnen gut." Bei der Pressekonferenz am Freitag sagte Granqvist (33), er habe in der Nacht "nur wenig geschlafen. Es ist gut, dass es jetzt passiert ist." Er sei "sehr glücklich" über seine neugeborene Tochter. Sofia Granqvist hatte darauf bestanden, dass ihr Mann beim schwedischen Team bleibt und sich voll auf die WM konzentriert. "Es sind diese WM-Momente, von denen er schon als kleiner Junge geträumt hat", hatte sie kürzlich der Schweizer Zeitung Blick gesagt.

© SZ.de/dpa/sid/ebc
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