Pressestimmen zum deutschen WM-Aus:"Havertz rettet Spanien, aber Deutschland sagt adios"

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Kai Havertz schoss zwei Tore für Deutschland beim 4:2-Sieg gegen Costa Rica

Kai Havertz (links) hat Spanien das Achtelfinale gerettet und erhält dafür dankbare Worte aus der spanischen Presse.

(Foto: Martin Meissner/AP)

Aus England kommt Häme, aus Spanien vor allem Dankbarkeit: Was die internationalen Zeitungen zum frühen deutschen WM-Aus zu sagen haben - die Pressestimmen.

England

Sun: "See Ger Later - Herzschmerz für die Deutschen, als sie nach einem umstrittenen Sieg Japans WIEDER in der Gruppenphase ausgeschieden sind."

Daily Mail: "Sie glauben, es ist vorbei ... aber ist es NICHT! Die deutschen Herzen brechen, als sie aus der WM fliegen, nachdem Japans Tor gegen Spanien gegeben wurde - der Ball blieb minimal im Spiel."

Guardian: "Deutschland ist trotz eines wilden 4:2-Sieges gegen Costa Rica aus der WM ausgeschieden."

The Athletic: "Ein souveräner Sieg ist kein Trost für einen weiteren dunklen Tag in der Geschichte des deutschen Fußballs."

Italien

Gazzetta dello Sport: "Deutschland zu Hause, von Spanien verraten. Doch die Deutschen sind selbst schuld, denn der K. o. gegen Japan beim WM-Debüt kostete sie langfristig das Aus. Flicks Nationalmannschaft besiegte Costa Rica in einem ziemlich verrückten Match mit 4:2, aber es war ein sehr bitterer Erfolg."

Frankreich

L'Équipe: "Deutschland erlebt einen weiteren Albtraumabend bei der Weltmeisterschaft. Nach dem Anpfiff war es nicht mehr Herr seines Schicksals."

Le Monde: "Ein Erdbeben erschüttert den Planeten Fußball. Wie schon 2018 scheitert Deutschland in der WM-Vorrunde."

Le Figaro: "Japan setzt Deutschland in den Flieger nach Hause. Der Schlusspfiff zerreißt die letzte Hoffnung."

Spanien

Marca: "Deutschland mit allen Ehren auf der Straße. Gracias Deutschland! 'Danke' Señor Havertz! Wieder ein historisches Drama: Wieder ein Fleck, wieder ein Drama, wieder eine schwarze Seite in der Geschichte des deutschen Fußballs. Die zweite Blamage in Folge. Das ist für eine Nationalmannschaft mit vier WM-Titeln schwer zu verdauen. Was schlecht beginnt, endet noch schlimmer. Die unerwartete Niederlage gegen Japan wurde am Ende zur verdammten Falle für Flicks Mannschaft bei der WM. Deutschland sagt adios bei der WM."

AS: "DANKE! Spanien war drei Minuten lang bei der WM weg vom Fenster. Havertz rettet Spanien, aber Deutschland sagt adios zur WM. Flicks Spieler erfüllten ihre Aufgabe in einem Wahnsinnsspiel, aber sie starben, weil Spaniens Unterstützung nicht kam. Deutschland wird noch lange von Keylor Navas und Tanaka träumen ..."

Sport: "Der Albtraum Deutschlands ist wieder lebendig geworden: Deutschland, das große Deutschland, der stolze viermalige Weltmeister, verlässt Katar nach der Vorrunde. Deutschland erlebt wieder die gleiche Erfahrung wie vor vier Jahren in Russland."

El Mundo Deportivo: "Gracias, Deutschland. Deutschland wiederholt in Katar das Debakel von Russland 2018. Deutschland sagt wieder adios bei einer Gruppenphase einer WM, obwohl das Spiel gegen Costa Rica gedreht wurde, das zwischendurch sogar für das Achtelfinale qualifiziert war."

Österreich

Standard: "Deutschland hat seine Pflicht getan, Deutschland kann gehen. Das DFB-Team schlug Costa Rica in einer unterhaltsamen Partie 4:2, wurde aber zum Opfer des japanischen 2:1-Sieges gegen Spanien und beendet die Gruppenphase als Dritter."

Kurier: "Wer bei diesem Finale in Gruppe E keinen erhöhten Pulsschlag hatte, den kann wirklich nichts aus der Ruhe bringen. Deutschland schlug in einem dramatischen Spiel Costa Rica 4:2 und muss dennoch die Heimreise antreten."

Niederlande

Algemeen Dagblad: "Debakel für Deutschland, Mannschaft muss nach sensationellem Ende nach der Gruppenphase wieder nach Hause. Deutschland, das einst so mächtige Fußballland, ist bei der Weltmeisterschaft zum zweiten Mal hintereinander mit einem schmachvollen Aus konfrontiert worden. Total verrückt war der Abend und beim Aufstellen der Bilanz flogen die Deutschen trotz eines 4:2-Sieges über Costa Rica raus."

Trouw: "Deutschland ist ausgeschieden nach einer vollkommen verrückten halben Stunde. Unglaublich, aber wirklich wahr. Das Ende der Gruppe E der Weltmeisterschaft war so wie es eigentlich nur in einem amerikanischen Hollywoodfilm vorstellbar war. Deutschland, Spanien, Japan und Costa Rica waren am Donnerstagabend alle einmal in bestimmten Zeitphasen virtuell qualifiziert. Aber nach Costa Rica-Deutschland (2:4) und Japan-Spanien (2:1) konnten Spanien und Japan jubeln. Deutschland scheidet durch die Tordifferenz überraschend aus."

Voetbal International: "Deutschland erreicht beispiellosen Tiefpunkt in seiner reichen WM-Geschichte. Noch nie in der WM-Geschichte wurde Deutschland auf zwei Endturnieren hintereinander in der Gruppenphase ausgeschaltet. Bis Donnerstagabend. Der viermalige Weltmeister strandete vier Jahre nach dem WM-Debakel von 2018 wieder in der ersten Runde."

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