Fußball-WM: Bösewichte – Zinédine Zidane (2006)

Die letzte Aktion seiner großen Karriere vollführte Zinédine Zidane mit dem Kopf. Es lief die 109. Minute des WM-Endspiels 2006 zwischen Frankreich und Italien, und Zidane traf präzise, wie man das von dem dreimaligen Weltfußballer des Jahres gewohnt war. Die Stirn des Franzosen berührte allerdings nicht den Ball, der in all den Jahren immer sein Freund gewesen war. Stattdessen bohrte sich Zidanes Kopf in das Brustbein von Marco Materazzi. Der Italiener fiel daraufhin um und wand sich vor Schmerz. Zidane sah die Rote Karte, Frankreich verlor im Elfmeterschießen.

Das WM-Finale sollte sein letztes Spiel als Profi-Fußballer sein, so hatte es Zidane gewollt. Dass es auf diese Art und Weise enden sollte, war sicher nicht geplant. Was hatte Materazzi gesagt, dass der Franzose derart ausraste? Eindeutig geklärt ist das nicht. Materazzi verriet später, er habe sich abfällig über Zidanes Schwester geäußert. Daraufhin habe ihn der Franzose umgestoßen - und seine große Karriere mit einem Foul beendet.

Bild: AFP 5. Juni 2010, 14:222010-06-05 14:22:54 © sueddeutsche.de/mikö/aum