Das Fußballspiel der Mexikaner gegen England war lang vorüber, und in der Umgebung des Estadio Azteca war es so dunkel, wie ein Ort nur dunkel sein kann. Die Straßen waren rasch weitgehend verwaist, die Vorhänge der Häuser zugezogen; nur an der Avenida San Fernando von Mexiko-Stadt war am Sonntag gegen 23 Uhr noch ein Laden zu erkennen, der hell erleuchtet war und seine Rollläden noch nicht heruntergelassen hatte. Weiße Blumengebinde waren in der Auslage zu sehen, riesige Trauerkränze hingen von der Decke, und man erfuhr, dass der Laden zu jeder Stunde eines jeden Tages der Woche, des Monats, des Jahres geöffnet sei.
Mexiko bei der Fußball-WMDas verflixte fünfte Spiel
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Weine mit mir, Mexiko: Für den Co-Gastgeber endete am Sonntag die WM 2026 in Tränen. Für Torhüterdenkmal Guillermo Ochoa, 40, war es die sechste Weltmeisterschaft – und seine letzte Partie als Profi.
Natacha Pisarenko/AP/dpaMexiko trauert: Wieder einmal weckt der Co-Gastgeber die Sehnsüchte seiner Landsleute, wieder verpasst er das WM-Viertelfinale. Und die Hauptstadt versinkt in Grabesstille.
Von Javier Cáceres, Mexiko-Stadt
