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Fußball:Virgil van Dijk ist Europas Fußballer des Jahres

Virgil van Dijk

Liverpool-Verteidiger Virgil van Dijk ist Europas Fußballer des Jahres.

(Foto: AP)

Der Liverpooler ist der erste Verteidiger seit Fabio Cannavaro, der die Auszeichnung gewinnt. Bei den Frauen ist Lucy Bronze erfolgreich. Robert Lewandowski verlängert bis 2023 beim FC Bayern.

Uefa, Europas Fußballer des Jahres: Virgil van Dijk ist Europas Fußballer des Jahres 2019. Der Niederländer wurde am Donnerstag in Monaco von der Uefa zum besten Spieler des Kontinents gekürt. Der 28-Jährige vom FC Liverpool ist der erste Niederländer und der erste Verteidiger, dem seit Italiens Weltmeister Fabio Cannavaro 2006 die Ehre zu Teil wurde. Neben van Dijk hatten es noch der dreifache Sieger Cristiano Ronaldo und der zweifache Preisträger Lionel Messi in die Endausscheidung geschafft. Van Dijk hatte maßgeblichen Anteil am Champions-League-Gewinn der Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp.

Bei den Frauen triumphierte die englische Nationalspielerin Lucy Bronze vom französischen Meister und Champions-League-Sieger Olympique Lyon. Die Abwehrspielerin setzte sich gegen ihre Teamkolleginnen Ada Hegerberg (Norwegen) und Amandine Henry (Frankreich) durch. "Wir hatten eine fantastische Saison mit dem Gewinn des Triples", sagte Bronze. "Jede meiner Mitspielerinnen hätte heute hier diese Auszeichnung bekommen können."

FC Bayern, Vertragsverlängerung: Torjäger Robert Lewandowski hat seinen Vertrag beim FC Bayern München vorzeitig um zwei Jahre verlängert. Der 31-Jährige will bis zum 30. Juni 2023 beim deutschen Fußball-Rekordmeister bleiben. Ursprünglich lief der Kontrakt des Kapitäns der polnischen Nationalmannschaft beim deutschen Rekordmeister bis zum 30. Juni 2021. "Robert ist für mich der beste Mittelstürmer der Welt und seit Jahren eine tragende Säule unserer Mannschaft. Daher sind wir sehr glücklich, dass er noch lange für den FC Bayern spielen wird", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge laut Mitteilung vom Donnerstag. Lewandowski war vor fünf Jahren ablösefrei von Borussia Dortmund nach München gewechselt. In 246 Pflichtspielen erzielte er 197 Tore für die Münchner. "Der FC Bayern ist meine sportliche Heimat geworden", sagte Lewandowski. "Ich bin davon überzeugt, dass wir in den nächsten Jahren noch viel erreichen werden." Sportdirektor Hasan Salihamidzic hofft, "dass er seine überragende Torquote auch in den nächsten Jahren bestätigen kann".

Basketball-WM-Kader: Bundestrainer Henrik Rödl hat NBA-Profi Isaac Bonga als letzten Spieler aus dem Kader für die Weltmeisterschaft in China (31. August bis 15. September) gestrichen. Dies gab der Deutsche Basketball Bund (DBB) am Donnerstag nach der Rückkehr in den Vorrundenspielort Shenzhen bekannt. Am Mittwoch war der 19-Jährige im letzten Testspiel gegen Australien (74:64) im chinesischen Jiangmen noch zum Einsatz gekommen. Damit gehört auch der zuletzt angeschlagene Maodo Lo zum 12-köpfigen WM-Aufgebot. Der Point Guard musste in den letzten beiden Vorbereitungsspielen gegen Japan und Australien mit einer Knöchelverletzung passen.

NBA-Mann Moritz Wagner (Washington Wizards), Karim Jallow (Braunschweig) und Joshiko Saibou (Bonn) hatten bereits zu Beginn der Vorbereitung in Deutschland ihren WM-Traum aufgeben müssen. In der Vorrunde tritt die deutsche Mannschaft ab dem kommenden Sonntag in Shenzhen gegen Frankreich, die Dominikanische Republik und Jordanien an.

Das endgültige Aufgebot im Überblick: Ismet Akpinar (Besiktas Istanbul/Türkei), Danilo Barthel (Bayern München), Robin Benzing (Basket Saragossa/Spanien), Niels Giffey (Alba Berlin), Maximilian Kleber (Dallas Mavericks/USA), Maodo Lo (Bayern München), Andreas Obst (ratiopharm Ulm), Dennis Schröder (Oklahoma City Thunder/USA), Daniel Theis (Boston Celtics/USA), Johannes Thiemann (Alba Berlin), Johannes Voigtmann (ZSKA Moskau/Russland), Paul Zipser (Bayern München)

Formel 1, Nico Hülkenberg: Der deutsche Rennfahrer muss sich nach einem neuen Arbeitgeber umsehen und verliert im kommenden Jahr sein Cockpit bei Renault an den Franzosen Esteban Ocon. Wie das französische Werksteam am Donnerstag am Rande des Großen Preises von Belgien bekanntgab, erhält der 22 Jahre alte Ocon einen Mehrjahresvertrag und wird ab 2020 an der Seite des Australiers Daniel Ricciardo fahren. Der Vertrag des 32 Jahre alten Hülkenberg läuft am Saisonende aus und wird nicht verlängert. Er fährt seit 2017 für Renault.

Auch nach dem Aus bei Renault könnte Hülkenberg, der seit 2010 in der Formel 1 hinter dem Steuer sitzt, im kommenden Jahr weiter in der Königsklasse des Motorsports aktiv bleiben. Teamchef Günter Steiner vom US-Rennstall Haas bestätigte am Donnerstag im Fahrerlager von Spa-Francorchamps bereits Interesse an einer Verpflichtung des Rheinländers. Bei den Amerikanern läuft der Vertrag des Franzosen Romain Grosjean aus, der ersetzt werden könnte. Das zweite Haas-Cockpit ist fest an den Dänen Kevin Magnussen vergeben.

Renault-Teamchef Cyril Abiteboul dankte Hülkenberg in einer Mitteilung des Teams für seinen Einsatz in den vergangenen drei Jahren. Es sei "eine schwierige Entscheidung" gewesen, künftig nicht mehr mit Hülkenberg zusammenzuarbeiten, betonte der Franzose. Der erfahrene Hülkenberg habe persönlich großen Anteil an vielen positiven Entwicklungen im Team.

Fußball, Rangnick: Der frühere Trainer Ralf Rangnick sieht seinen Ex-Klub RB Leipzig nahezu auf Augenhöhe mit den Besten der Fußball-Bundesliga. Laut dem 61-Jährigen sei die Lücke zu Rekordmeister Bayern München und Tabellenführer Borussia Dortmund deutlich kleiner geworden. "Bayern hat nachgerüstet, der BVB war von Anfang an sehr umtriebig. Ich sehe aber die Qualität unseres Kaders als nicht weit dahinter an. Die Qualität hat enorm zugenommen gegenüber der letzten Saison. Am Ende kommt es darauf an, wer so eine Saison konstant durchspielt. Es wird spannender als die letzten Jahre", sagte Rangnick am Mittwoch in Leipzig.

Rangnick war in der vergangenen Saison noch Trainer und Sportdirektor bei RB, hat das operative Geschäft allerdings verlassen. Seit Juli ist der 61-Jährige als Berater tätig und will vor allem die Entwicklungen in den Red-Bull-Standorten in Bragantino (Brasilien) und New York vorantreiben.

Formel 1, Hockenheim: Sebastian Vettel und Co. fahren 2020 nicht mehr in Deutschland. Der Große Preis auf dem Traditionskurs fehlt in dem Kalender der Königsklasse für die kommende Saison, wie die Rennserie am Donnerstag vor dem Großen Preis von Belgien (Sonntag, 15.10 Uhr/RTL und Sky) mit einem offiziellen Entwurf bestätigte. Demnach umfasst die Formel-1-WM 2020 erstmals in der Geschichte 22 Rennen. Die Betreiber des Hockenheimrings hatten das Formel-1-Aus für 2020 erwartet. "Wenn es so kommen sollte, würde es uns nicht überraschen" oder "wahnsinnig schockieren", hatte der designierte Ring-Geschäftsführer Jorn Teske dem SID am Mittwoch gesagt.

Für das Rennen in Deutschland rücken Vietnam und die Niederlande ins Programm. Starten soll die Saison traditionell in Australien (15. März 2020), das Finale steigt am 29. November in Abu Dhabi. Der Weltrat des Automobil-Weltverbandes FIA muss den Kalender noch final absegnen, dies gilt allerdings als Formalie. Die laufende Saison umfasst 21 Rennen. Die Strecken müssen jährlich Millionensummen an die Formel 1 zahlen, um ein Rennen ausrichten zu dürfen. Das wurde in Zeiten sinkenden Zuschauerinteresses nicht nur für Hockenheim zum Problem. Schon der Grand Prix in diesem Jahr kam erst recht kurzfristig zustande, weil Mercedes als Titelsponsor einsprang. Teske hofft, dass die Abstinenz von Hockenheim nicht von Dauer sein wird. "Wir wollen die Formel 1 in Deutschland weiter stattfinden lassen und werden weiter die Gespräche suchen", sagte er. Aber auch unter ihm gilt: "Wir werden keinen Grand Prix mehr durchführen, bei dem wir das wirtschaftliche Risiko tragen."

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