Weil ja immer viel gemeckert und selten gelobt wird, erst einmal ein Dank an alle Beteiligten: Als ein vermummter Fan beim Zweitligaspiel zwischen Preußen Münster und Hertha BSC dem VAR wortwörtlich den Stecker zog und der Bildschirm vor den Augen von Schiedsrichter Felix Bickel schwarz wurde, behielten alle die Contenance. Allen voran Bickel selbst, der in einer ungewohnten Situation das Richtige tat und sich einfach auf das Urteil der Videoschiedsrichterin Katrin Rafalski verließ. Er gab den Elfmeter für Hertha und bestand zum Beispiel nicht darauf, dass der Monitor wieder in Gang gebracht werden solle.
MeinungBundesligaDem VAR den Stecker gezogen – zur Imagekrise gibt es jetzt die passenden Bilder
Kommentar von Martin Schneider
Lesezeit: 2 Min.

Das Stecker-Ziehen von Münster dürfen die Ultras als Kombination aus subversivem Ungehorsam und Kreativität feiern. Die echte Debatte über den VAR entscheidet sich woanders.

VAR Pascal Müller:„Dann geht es wieder los: War der VAR Kaffee trinken?“
Ständig wird über ihn diskutiert, seine Arbeit kennen die wenigsten. Ein Gespräch mit Videoschiedsrichter Pascal Müller, der seit sechs Jahren fast jede Woche im Kölner Keller sitzt und sagt: Ein Fußball ohne VAR würde nicht mehr akzeptiert.
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