Fußball - Stuttgart:Wer ersetzt das Duo? Beim VfB ist Vielseitigkeit Trumpf

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Fußball - Stuttgart: Borna Sosa (l) und Sasa Kalajdzic jubeln. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild
Borna Sosa (l) und Sasa Kalajdzic jubeln. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Stuttgart (dpa/lsw) - Auf sein Traum-Duo muss der VfB Stuttgart wieder mal verzichten. Ob künftig sogar ganz, lässt sich mit Blick auf die seit Wochen schwelenden Wechselgerüchte um Sasa Kalajdzic und Borna Sosa derzeit schwer prognostizieren. In der ersten Runde des DFB-Pokals bei Drittligist Dynamo Dresden am Freitag (18.00 Uhr/Sky) werden der Torjäger und sein kongenialer Partner auf der linken Abwehrseite aber definitiv fehlen. Trainer Pellegrino Matarazzo hat mehrere Optionen, das Duo zu ersetzen. Kreativität ist gefragt beim Fußball-Bundesligisten. Dass sie so flexibel sind, könnte dabei besonders Silas Katompa Mvumpa und Darko Churlinov zugutekommen.

"Er ist schmerzfrei und wird dieses Wochenende wieder ins Lauftraining einsteigen", sagte Matarazzo am Donnerstag über Stürmer Kalajdzic. Die Partie in Dresden käme für den Nationalspieler nach dessen Sprunggelenkproblemen aber noch zu früh. Es sei jedoch "sehr realistisch", dass der Österreicher beim Liga-Auftakt am 7. August gegen RB Leipzig wieder eine Option ist. Außenverteidiger Sosa, der die Vorbereitung wegen Adduktorenproblemen überwiegend verpasst oder individuell bestritten hatte, soll am Mittwoch ins Mannschaftstraining zurückkehren. Auch die Talente Lilian Egloff (Schlag auf die Wade) und Wahid Faghir (Schambeinreizung) fallen gegen Dynamo aus.

Andere könnten auch gute Flanken schlagen, sagte Matarazzo lächelnd zu seinen Überlegungen, wie er Sosas erneuten Ausfall wohl am besten kompensieren könnte. Eine Möglichkeit ist, wiederholt den flinken Silas links aufzubieten. Und Churlinov in Abwesenheit von Kalajdzic davor. Oder andersrum. Beide Spieler sind vielseitig einsetzbar und können sowohl offensive als auch defensive Aufgaben übernehmen.

"Er ist auf einem guten Weg", sagte Matarazzo über den Kongolesen Silas, der große Teile der Vorsaison verletzungsbedingt verpasst hatte. "Er strahlt Energie aus, verkörpert Spritzigkeit, hat Bock Fußball zu spielen." Wie weit seine Kraft reicht, müsse man sehen. Der Nordmazedonier Churlinov, vergangene Spielzeit an Schalke 04 ausgeliehen, habe eine "sehr auffällige Vorbereitung gespielt und seinen Mehrwert gezeigt", lobte der Coach. Und in der Spitze gibt es ja auch noch Neuzugang Juan José Perea. Im letzten Testspiel gegen den FC Valencia (5:2) erzielte der Kolumbianer ein Tor. Er stieg beim VfB zwar verspätet ein, könnte gegen Dresden aber durchaus starten.

Womöglich bietet die Partie bei den Sachsen einen Vorgeschmack, wie sich der VfB auch im weiteren Verlauf der Saison formiert. Es gilt weiter als wahrscheinlich, dass sowohl Sosa (Vertrag bis 2025) als auch Kalajdzic (Vertrag bis 2023) den Club noch in diesem Sommer verlassen. Auch wenn bislang deutlich weniger Bewegung in die Transferthemen kam als vor der Sommerpause von so manchem erwartet.

Fest steht: Wie schon in den vergangenen Pokalspielen wird auch in Dresden Ersatzkeeper Fabian Bredlow das VfB-Tor hüten. Dynamo sei "sicher kein angenehmes Los", sagte Matarazzo. Er erwarte eine "sehr, sehr hitzige Atmosphäre." Der VfB wolle seine Favoritenrolle aber annehmen. Auch ohne das verhinderte Traum-Duo Kalajdzic und Sosa.

© dpa-infocom, dpa:220728-99-186250/3

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