Fußball:Serie A verbietet ab 2022 grüne Trikots

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Photo Massimo Paolone/LaPresse November 28, 2020 Reggio Emilia, Italy soccer Sassuolo vs Inter - Italian Football Champi

Europameister Domenico Berardi (rechts) und sein Verein US Sassuolo müssen demnächst auf eine andere Trikotfarbe ausweichen.

(Foto: Massimo Paolone/imago images/LaPresse)

Dadurch sollen Fernsehzuschauer die Spieler besser vom Rasen unterscheiden können. Dennis Schröder fährt definitiv nicht mit den deutschen Basketballern zu Olympia.

Meldungen im Überblick

Fußball, Serie A: Die Serie A verbietet ihren Klubs grüne Trikots ab der Saison 2022/23. Laut den neuen Regeln, die auf der offiziellen Website der Liga veröffentlicht wurde, dürfen Fußballer auf dem Spielfeld ab der übernächsten Spielzeit keine grünen Trikots mehr tragen. Dies soll verhindern, dass die Spieler bei TV-Übertragungen insbesondere auf kleinen Endgeräten nur schwer vom grünen Rasen zu unterscheiden sind. Torhüter und Schiedsrichter können weiterhin mit grünem Dress auflaufen. Das Verbot macht Klubs wie Sassuolo Calcio oder US Avellino zu schaffen, die grün als Vereinsfarbe haben.

Basketball, Olympia: Die Deutschen müssen endgültig auf Dennis Schröder verzichten. Der 27 Jahre alte Point Guard, der zuletzt bei den Los Angeles Lakers unter Vertrag stand, wird am Sonntag nicht mit im Flieger nach Tokio sitzen, wie der Deutsche Basketball Bund am Freitag mitteilte. "Grund dafür sind nach wie vor die enormen Versicherungsanforderungen, die nicht erfüllbar sind", heißt in einer gemeinsamen Mitteilung von Schröders Management und dem Deutschen Basketball Bund. "Ich wäre unglaublich gerne in Tokio mit dabei gewesen. Es sind die Olympischen Spiele, das ist für einen Sportler so ziemlich das Größte und von einer Teilnahme an Olympia habe ich immer geträumt. Ich bin natürlich sehr enttäuscht, dass ich bei diesem bedeutungsvollen Turnier nicht zusammen mit dem Team auflaufen und kämpfen kann", sagte Schröder.

Der gebürtige Braunschweiger hatte bereits beim Qualifikationsturnier in Split wegen der nicht geklärten Versicherungsfrage gefehlt. Nachdem die deutsche Mannschaft das Ticket nach Tokio geholt hatte, hatte Schröder aber noch einmal mit einer Olympia-Teilnahme geliebäugelt. "Mein Agent muss jetzt seinen Job machen. Die deutsche Nationalmannschaft hat ihren Job gemacht, gucken wir", hatte Schröder, der das deutsche Team bei allen vier Spielen als Zuschauer in der Halle unterstützt hatte, voller Emotionen gesagt. Doch wie schon vor dem Turnier in Split war eine Lösung in der Versicherungsfrage trotz erneuter Bemühungen nicht möglich.

Fußball, Deutschland: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) werden nach der Flut-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz einen Hilfsfonds in Höhe von drei Millionen Euro einrichten. In einer gemeinsamen Stellungnahme heißt es: "Die Bilder der Überschwemmungen und Verwüstungen, das gesamte Ausmaß dieser Katastrophe, lassen uns betroffen und entsetzt zurück."

Die Verbände seien in Gedanken bei den Angehörigen der Verstorbenen, den Verletzten und den vielen Menschen, die in Not sind. "DFB und DFL beabsichtigen, - wie schon nach dem Hochwasser im Jahr 2013 - einen finanziellen Beitrag zur Flutopfer-Hilfe zu leisten und dazu gemeinsam einen Hilfsfonds mit einem Volumen von drei Millionen Euro aufzustellen." Dies werde das menschliche Leid zwar nicht mildern können. "Wir hoffen aber, damit gemeinsam wenigstens an einigen Stellen unterstützen zu können. Solidarität in dieser Krisensituation halten wir für selbstverständlich", heißt es in der Stellungnahme.

Der DFB habe zudem auch den Europa-Verband Uefa kontaktiert, der ebenfalls Unterstützung zugesagt habe. Bundesligist Borussia Dortmund hatte schon am Donnerstag finanzielle Unterstützung für die Hochwasser-Opfer im Umland angekündigt. Es soll ein Benefizspiel geben. "Hagen-Hohenlimburg liegt nur wenige Kilometer vor unserer Haustür", sagte der Vorsitzende der BVB-Geschäftsführer, Hans-Joachim Watzke, er sprach von schrecklichen und berührenden Bildern. "Auch Borussia Dortmund wird seinen Teil dazu beitragen, um den Betroffenen zu helfen, und die Einnahmen eines Benefizspiels, das wir möglichst in Hagen bestreiten möchten, den Opfern zukommen lassen", sagte Watzke. "Die entsprechenden Gespräche werden wir in den kommenden Tagen aufnehmen." Auch andere Bereiche des deutschen Sports arbeiten derzeit an Möglichkeiten, sich für die Opfer der Flut-Katastrophe zu engagieren und zu helfen.

Auch Borussia Mönchengladbach will ein "Benefizspiel in einer der betroffenen Regionen zu Gunsten der Opfer der Hochwasser-Katastrophe austragen", erklärte Geschäftsführer Stephan Schippers am Freitag: "Viele der betroffenen Gebiete liegen in unserer Nachbarschaft und sind Heimat zahlreicher Borussia-Fans. Schockiert sehen wir die Bilder und damit das Leid aller Betroffenen. Borussia wird den Opfern ihre Solidarität ausdrücken und ihren Teil dazu beitragen, ihnen zu helfen."

Olympia, Tennis: Rio-Silbermedaillengewinnerin Angelique Kerber hat ihre Teilnahme am olympischen Tennis-Turnier in Tokio abgesagt. Der Grund dafür sei eine Oberschenkelverletzung, die sich die Kielerin auf ihrem Weg ins Halbfinale von Wimbledon zugezogen habe, teilte ihr Management der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag mit.

"Die Entscheidung ist mir unendlich schwer gefallen", schrieb die Nummer 22 der Welt in den sozialen Netzwerken. Sie müsse sich eingestehen, dass ihr "Körper nach den Strapazen der letzten Wochen dringend Ruhe benötigt", begründete die 33-Jährige ihren Schritt. Die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin hatte in der Rasensaison ihre schwächeren Monate hinter sich gelassen. Bei den Olympischen Spielen wollte Kerber vom 24. Juli bis 1. August im Einzel sowie im Mixed-Wettbewerb mit Alexander Zverev antreten. Für die Eröffnungsfeier stand sie als Fahnenträgerin zur Wahl.

Kerber reiht sich damit in die lange Liste der prominenten Absagen für Olympia im Tennis ein. Aus unterschiedlichen Gründen fehlen in Japan unter anderen die Topstars Serena Williams, Rafael Nadal und Roger Federer. Auch Dominic Thiem und Simona Halep werden nicht antreten. Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic hatte nach seinem Sieg in Wimbledon offen gelassen, ob er dabei sein wird. Die Olympischen Spiele in Tokio werden am 23. Juli eröffnet und enden am 8. August.

Basketball, NBA: In den Finals ist nach dem zweiten Sieg der Milwaukee Bucks gegen die Phoenix Suns wieder alles offen. Angeführt von den bärenstarken Giannis Antetokounmpo und Khris Middleton holten die Bucks am Mittwochabend (Ortszeit) ein 109:103 und glichen in der Final-Serie nach zunächst zwei Niederlagen zum 2:2 aus. Für die Meisterschaft braucht ein Team vier Siege, der Titelträger steht demnach frühestens nach Spiel sechs in der Nacht zum kommenden Mittwoch (3.00 Uhr MESZ/DAZN) fest. Spiel fünf ist in der Nacht zum Sonntag (3.00 Uhr MESZ/DAZN). "Wir können diese Serie nur gewinnen, wenn wir eins auswärts gewinnen", sagte Middleton nach dem Erfolg in einer Partie, in der die Suns die meiste Zeit geführt und zwischenzeitlich neun Zähler Vorsprung hatten.

Erst gut drei Minuten vor dem Ende holten sich die Bucks die Führung, gaben sie wieder her, holten sie wieder und verteidigten sie dann bis zum Ende. "Stark bleiben, dabei bleiben, egal wie es steht bis die Uhr ausläuft", sagte Middleton, der auf 40 Punkte kam. Antetokounmpo hatte 26 Zähler und starke 14 Rebounds sowie acht Vorlagen. Bei den Suns hatte Devin Booker einen starken Abend mit 42 Punkten, musste wegen der Gefahr zu vieler Fouls im letzten Viertel aber lange auf die Bank. Chris Paul war ungewohnt schwach, leistete sich fünf Ballverluste und kam nur auf zehn Punkte.

Radsport, Tour den France: Die französische Polizei hat am Mittwochabend das Hotel des Teams Bahrain Victorious in Pau durchsucht. Die Durchsuchung sei von der Polizei der Zentralstelle für den Kampf gegen Verstöße gegen die Umwelt und die öffentliche Gesundheit (Oclaesp) durchgeführt worden, wie die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagvormittag von einer nahestehenden Quelle erfuhr. "Es war nichts Besonderes, wir hatten einen Besuch von der Polizei. Sie haben nach den Trainingsunterlagen der Fahrer gefragt, den Bus kontrolliert und das war's", sagte Teamchef Milan Erzen dem Fachportal Cyclingnews am Donnerstag. Die Fahrer seien "eine Stunde lang gestört worden. Sie haben uns nicht gesagt, was der Grund für den Besuch ist, aber wir werden es heute über unsere Anwälte herausfinden." Das Team aus dem Königreich verbuchte bei der laufenden 108. Großen Schleife bereits zwei Etappenerfolge, Matej Mohoric (Slowenien) und Dylan Teuns (Belgien) triumphierten auf den Teilabschnitten sieben und acht. Der Niederländer Wout Poels führte vor der 18. Etappe am Donnerstag zudem die Bergwertung an, auch in der Teamwertung liegt Bahrain Victorious an der Spitze.

Fußball, Bundesliga: Der deutsche U21-Europameister Lukas Nmecha steht nach übereinstimmenden Medienberichten vor einer Rückkehr zum VfL Wolfsburg. Der Fußball-Bundesligist hatte den 22 Jahre alten Angreifer bereits 2019 für ein halbes Jahr von Manchester City ausgeliehen. Jetzt soll Nmecha fest verpflichtet und möglicherweise schon am Wochenende in das Trainingslager der Wolfsburger in Bad Waltersdorf in Österreich mitgenommen werden. Nmecha erzielte im Juni bei der U21-Europameisterschaft das entscheidende Tor im Finale gegen Portugal und war mit vier Treffern der beste Torschütze des gesamten Turniers. Der gebürtige Hamburger wurde in der Jugendabteilung von Manchester City ausgebildet und nach seiner ersten Zeit in Wolfsburg noch einmal an den FC Middlesbrough und zuletzt den RSC Anderlecht ausgeliehen. In der Bundesliga wurde er zuletzt auch mit RB Leipzig in Verbindung gebracht.

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