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Fußball:Schalke baut Abteilung für Frauenfußball auf

Bei Schalke 04 können bald schon Frauen und Mädchen kicken.

(Foto: AFP)

Zunächst sollen zwei Mannschaften in niederklassigen Ligen starten. Hertha BSC bekommt weitere 150 Millionen Euro von Investor Lars Windhorst.

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Fußball, Schalke 04: Der Verein geht zur kommenden Saison erstmals niedrigklassig mit Frauenmannschaften an den Start. In den kommenden Monaten solle "eine gesamtheitliche Struktur im Bereich Frauen- und Mädchenfußball aufgebaut werden", teilte der Verein am Donnerstag mit. Vorsitzender der neuen Abteilung wird Bodo Menze. Eine Frauenmannschaft soll künftig in der Kreisliga B antreten, eine weitere U17-Mannschaft ebenfalls in der Kreisliga. Zusätzlich soll in jedem Jahr ein weiteres Jugendteam hinzukommen.

"Mit der Gründung einer Frauen- und Mädchenfußballabteilung wollen wir unser Angebot im Bereich des Breitensports erweitern", sagte der Schalker Sportvorstand Jochen Schneider. "Wir freuen uns sehr, dass nunmehr endlich auch Frauen und Mädchen aktiv Fußball beim und für den FC Schalke 04 spielen können. Unser Fokus wird dabei klar auf dem Amateursport liegen - hier wollen wir mittel- und langfristig einen neuen, ideellen Nachwuchsbereich entwickeln, der für Hobby-Fußballerinnen jeden Alters eine sportliche Heimat auf Schalke bietet."

Hertha BSC, Geld: Hertha BSC bekommt das nächste dicke Finanzpaket in Höhe von 150 Millionen Euro von Investor Lars Windhorst. Wie der Berliner Fußball-Bundesligist am Mittwoch bekanntgab, zahlt Windhorsts Beteiligungsgesellschaft Tennor im Juli erst 50 Millionen Euro und stellt im Oktober weitere 100 Millionen Euro Eigenkapital zur Verfügung. Im Gegenzug erhält Tennor nun insgesamt 66,6 Prozent Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co. KgaA, hieß es. Der Mutterverein Hertha BSC e.V. stellt jedoch auch weiterhin die Geschäftsführung.

Hertha-Präsident Werner Gegenbauer sprach von einem "weiteren herausragenden Schritt. Hertha stand wirtschaftlich in seiner Geschichte nie besser da." Windhorst sagte: "Dies unterstreicht unser langfristiges Engagement, gerade in schwierigen Corona-Zeiten." Der Aufsichtsrat und das Präsidium des Vereins sowie der Aufsichtsrat und Beirat der KGaA stimmten einstimmig zu. Windhorst hatte eine weitere Zahlung seit Monaten in Aussicht gestellt. Er hatte über Tennor 2019 für 224 Millionen Euro insgesamt zunächst 49,9 Prozent an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA erworben. An seinen Sitzen im Aufsichtsrat wird die erhöhte Beteiligung nichts verändern, es bleibt bei vier von neun Posten, die er besetzen darf.

VfL Wolfsburg, Vertragsverlängerung: Sportchef Jörg Schmadtke vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg hat sich mit dem Aufsichtsrat des Vereins auf eine Verlängerung seines Vertrags bis 2022 geeinigt. Die Niedersachsen bestätigten der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch entsprechende Berichte der "Sport Bild", des "Kicker" und des "Sportbuzzer". Der 56-Jährige arbeitet seit 2018 als Geschäftsführer für die Niedersachsen, sein alter Kontrakt läuft bis 2021. "Von meiner Seite hat es die mündliche Zusage für ein weiteres Jahr gegeben, von der anderen Seite auch", wird Schmadtke vom "Sportbuzzer" zitiert. Unterschrieben ist der Kontrakt noch nicht.

"Es macht Spaß, hier zu arbeiten. Und wir sind noch nicht am Ende. Ich bleibe gerne beim VfL, weil ich Lust darauf habe, den Verein weiter voranzubringen und Projekte umzusetzen", sagte Schmadtke. Jeweils im Winter wolle man sich zusammensetzen und entscheiden, wie es weitergehen solle. Ein halbes Jahr vor Vertragsende solle entschieden werden, ob der Kontrakt erneut verlängert wird. "Das ist für alle Beteiligten eine sehr gute Lösung", erklärte der einstige Torwart, der zuvor beim 1. FC Köln tätig war.

© SZ.de/sid/dpa/tbr
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