Der bisherige rumänische Fußball-Nationaltrainer Mircea Lucescu ist tot. „Es ist ein schwarzer Tag für Rumänien und den Weltfußball“, sagte Verbandspräsident Razvan Burleanu am Dienstagabend. Zuvor hatte auch das Universitätskrankenhaus in der Hauptstadt Bukarest, in das der 80-Jährige am Sonntag vorvergangener Woche eingeliefert worden war, den Tod bestätigt. „Möge Gott seiner Seele gnädig sein“, hieß es in einer Stellungnahme des Klinikums.
Lucescu war nach dem Scheitern der Nationalmannschaft in den WM-Playoffs gegen die Türkei (0:1), bei dem er mit 80 Jahren und 240 Tagen zum ältesten Nationaltrainer der Fußballgeschichte geworden war, mit Herzbeschwerden in das Krankenhaus aufgenommen worden. Er erklärte zugleich seinen Rücktritt. Am Karfreitag sollte er entlassen werden, erlitt jedoch an jenem Tag einen Herzinfarkt. Sein Zustand verschlechterte sich danach allem Anschein nach rapide.
„Er lehrte uns, dass Fußball nicht nur ein Sport ist, sondern ein würdevoller Lebensstil.“
„Mircea Lucescu war nicht nur Trainer, sondern ein Lebenslehrer für ganze Spielergenerationen“, sagte Verbandspräsident Burleanu. In dem Nachruf, den die rumänische Nationalmannschaft auf ihrer Seite bei Instagram veröffentlichte, hieß es: „Er lehrte uns, dass Fußball nicht nur ein Sport ist, sondern ein würdevoller Lebensstil. Uns bleiben die Erinnerungen, die Lebensweisheiten und die unverwechselbare Eleganz, mit der er jedes Stadion der Welt betrat.“
Lucescu, genannt „Il Luce“, hatte die rumänische Nationalmannschaft zunächst von 1981 bis 1986 trainiert. Danach folgten Stationen als Trainer bei Inter Mailand, Galatasaray Istanbul, Schachtjor Donezk (2004 bis 2016), Besiktas Istanbul, Zenit Sankt Petersburg und Dynamo Kiew. Als der Verband 2024 Lucescu erneut zum Chef machen wollte, zögerte der damals 79-Jährige nicht lange. Schon seit Jahresbeginn war er mehrfach im Krankenhaus gewesen, bereits 2025 hatte er über Herzprobleme geklagt.

