Was sich hinter dem Kürzel PSG verbirgt, wissen seit dem grandiosen Champions-League-Spiel gegen den FC Bayern vergangene Woche vermutlich auch Menschen, die sich sonst nicht mit Fußball beschäftigen. Aber warum heißt dieser französische Verein nicht schlicht FC Paris, was macht das Saint-Germain dabei? Es ist ein Verweis darauf, dass PSG im August 1970 aus einer ungewöhnlichen Verbindung hervorgegangen ist: Die Spieler des Paris FC, eines repräsentativen, aber nicht allzu guten Vereins in der Hauptstadt, taten sich mit jenen im Vorort Saint-Germain-en-Laye zusammen. Insbesondere die Vorstadtkicker legten Wert darauf, dass ihr Ort im Vereinsnamen verankert blieb. Schließlich hat Saint-Germain-en-Laye eine stolze Geschichte, in einem der Schlösser kam Ludwig XIV. zur Welt. Hier geboren wurde auch der Komponist Claude Debussy. Was nach dem Ersten Weltkrieg in Versailles für Deutschland geregelt wurde, passierte 1919 für Österreich in Saint-Germain-en-Laye. Heute ist der Ort vor allem wegen einer großen Kaserne und vieler Geschäfte bekannt, die Stadt gilt als das „größte Freilufteinkaufszentrum westlich von Paris“. Viele der 50 000 Einwohner pendeln nach Paris zur Arbeit und auch zu Spielen ihres Vereins PSG.
Aktuelles LexikonWoher kommt der Name PSG?

Er ist das Ergebnis einer ungewöhnlichen Verbindung zweier Fußballvereine. Und Ausdruck des Selbstbewusstseins eines Vororts der französischen Hauptstadt.