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Fußball-Politik:Hayatou unter Druck

Dem 70 Jahre alten Kameruner Issa Hayatou, der Afrikas Kontinentalverband seit 1988 führt, soll TV-Rechte für Turniere nicht ordnungsgemäß ausgeschrieben haben.

Der afrikanische Kontinentalverband Caf plant ein Disziplinarverfahren gegen Kritiker seines Präsidenten Issa Hayatou. Kurz bevor der langjährige Amtsinhaber und Fifa-Funktionär Hayatou am Donnerstag beim Caf-Kongress in Addis Abeba zur Wiederwahl antritt, entschied das Exekutivkomitee, dass Aussagen von Phillip Chiyangwa (Simbabwe) eine "Attacke auf die Ehre der Caf, ihres Präsidenten und der Exekutiv-mitglieder" seien. Der Chef der Verbände aus dem Süden Afrikas tritt als Manager der Wahlkampagne von Hayatous Herausforderer Ahmad Ahmad (Madagaskar) auf. Chiyangwa bezeichnete Exekutiv-Mitglieder der Caf, die sich nicht gegen Hayatou stellen, unter anderem als "Feiglinge".

Der 70 Jahre alte Kameruner Hayatou führt die Caf seit 29 Jahren und ist Senior-Vizepräsident des Weltverbands Fifa. Ihm und dem Caf-Generalsekretär Hicham El Amrani wird vorgeworfen, TV-Rechte für Turniere im Wert von einer Milliarde Dollar nicht ordnungsgemäß ausgeschrieben zu haben. Die ägyptische Wettbewerbsbehörde drängt deshalb auf ein Gerichtsverfahren gegen das Duo. Die Caf erklärte, die Vertragsverlängerung mit dem französischen Unternehmen Lagardère Sports sei rechtmäßig gewesen.

© SZ vom 16.03.2017 / dpa
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