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Fußball - Offenbach am Main:Nach Salut-Jubel in der Kreisliga: Offenbachern droht Strafe

Offenbach (dpa/lhe) - Dem Türkischen SC Offenbach drohen Strafen, nachdem Spieler bei einem Kreisliga-Spiel einen Militärgruß ähnlich wie die Spieler der türkischen Fußball-Nationalmannschaft gezeigt haben. "Wir werden jeden einzelnen Fall vor dem Sportgericht zur Anzeige bringen", sagte Kreisfußballwart Jörg Wagner in einem Online-Bericht der "Offenbach Post" (Mittwoch). Er beruft sich dabei auf das Leitbild des Hessischen Fußball-Verbandes, in dem es heißt: "Ohne jegliche Diskussion und ohne jeglichen Zweifel lehnen wir kriegerische Handlungen ab. Diese und deren Solidarisierung widersprechen grundsätzlich dem Leitbild und den Werten des Hessischen Fußballs."

Zu dem Vorfall war es dem Bericht zufolge beim Gastspiel des SC beim VfB Offenbach II am vergangenen Wochenende gekommen. Vier Spieler waren nach dem Ausgleich zum 2:2-Endstand vor die Kamera des Online-Streamingdienstes Mainkick.tv gelaufen und hatten in einer Reihe stehend salutiert. Der betroffene Verein will sich nicht äußern. "Unser Anwalt hat uns geraten, kein Statement abzugeben", sagte der stellvertretende Vorsitzende Burak Yerlikaya dem Blatt.

Türkische Nationalspieler hatten in den vergangenen Tagen wiederholt beim Torjubel einen militärischen Gruß gezeigt. Ihr politisches Bekenntnis zum Militäreinsatz türkischer Streitkräfte in Nordsyrien zur Bekämpfung der Kurdenmiliz YPG wird international kritisiert. Die Europäische Fußball-Union prüft die Vorfälle. Im Amateurbereich hat der Salut-Jubel Nachahmer gefunden.