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Fußball - Nürnberg:Canadi über Hasenhüttl & Co: "Waren sicher Türöffner"

Nürnberg (dpa) - Nürnbergs neuer Coach Damir Canadi bewertet die jüngste Beliebtheit in der Bundesliga von Fußball-Trainern aus seinem Heimatland Österreich als Mode-Erscheinung. "Die Erfolge von Ralph Hasenhüttl oder Peter Stöger waren sicher Türöffner. Der Markt an sich ist aber sehr vermischt", sagte Canadi der Deutschen Presse-Agentur im Interview. "Jetzt sind es vielleicht zwei oder drei Österreicher, dann sind es eine Zeit lang Holländer oder Portugiesen. Die gleiche Sprache ist natürlich ein Hilfsmittel für alle Beteiligten."

In der kommenden Saison sitzen in der ersten Liga Adi Hütter (Eintracht Frankfurt) und Oliver Glasner (VfL Wolfsburg) aus Österreich auf der Trainerbank, in der zweiten Liga ist es Canadi.

Der heute 49-Jährige führte zuletzt den griechischen Erstligisten Atromitos Athen zweimal ins internationale Geschäft. In Franken soll der gebürtige Wiener als Nachfolger von Interimscoach Boris Schommers innerhalb von zwei Jahren den Aufstieg schaffen. Die Nürnberger sind in der am letzten Juli-Wochenende beginnenden Zweitliga-Saison kein Außenseiter.

"Das wird definitiv ein Spagat werden, wieder Verantwortung zu übernehmen. Alle sind dafür verantwortlich, mutig zu sein", sagte Canadi. "Es ist aber immer schwierig, wenn man viele Spiele verloren hat, mutig zu sein und es auf dem Spielfeld zu leben. Erfolge helfen, um die vergangene Saison vergessen zu machen."