Süddeutsche Zeitung

Fußball:Notizen von der Fußball-Europameisterschaft

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa) - Notizen von der Fußball-Europameisterschaft - gesammelt von der Deutschen Presse-Agentur.

TSCHECHEN MIT TURBAN: Sie kämpften und bluteten - am Ende war aber der hingebungsvolle Einsatz der Tschechen im EM-Viertelfinale gegen Dänemark zu wenig. Tomas Soucek und Jan Boril mussten sogar wegen blutender Wunden am Kopf bandagiert werden. Die beiden Turbanträger waren Symbole für den hohen Einsatz beim 1:2 gegen Dänemark. Bei Soucek habe es sogar nach einer Gehirnerschütterung ausgesehen, sagte Nationaltrainer Jaroslav Silhavy, der dann aber vorsichtig Entwarnung gab. "Man kann sehen, wie wir alle gekämpft haben", befand Kapitän Vladimir Darida von Hertha BSC.

ALLES GUTE: Die Tschechen konnten stolz auf sich sein. Das Viertelfinale bei der EM hatten sie sich vorab wohl selbst nicht mal ausgerechnet. Die Dänen erwiesen sich aber als zu stark. Als faire Verlierer richteten die Tschechen den Skandinaviern ihre besten Glückwünsche aus. "Ich will die Arbeit der dänischen Mannschaft loben, sie hat eine hohe Qualität", sagte Mittelfeldspieler Antonin Barak. "Ich wünsche ihnen viel Glück im Halbfinale."

ELITÄRER CLUB: Nur neun Spieler - die dann auch tatsächlich in den Endspielen dabei waren - haben im selben Jahr den Titel bei den Landesmeistern und eine EM gewonnen. Das hat die Europäische Fußball-Union herausgefunden. In diesem Jahr können nur Spieler vom FC Chelsea dazukommen. Das wären Andreas Christensen (Dänemark), Ben Chilwell, Reece James und Mason Mount (alle England), Jorginho (Italien) sowie Cesar Azpilicueta (Spanien). Die Spanier Pau Torres und Gerard Moreno gewannen mit dem FC Villarreal immerhin die Europa League und dürfen ebenfalls auf den nächsten Titel hoffen.

DER LANGE WEG: Über diesen Elfmeter wird Mikel Oyarzabal noch oft sprechen müssen. Er macht es auch gern. Es war der Elfmeter, der Spanien ins Halbfinale der EM brachte. "Der Weg zum Ball war ein bisschen länger als normal", sagte er am Sonntag im EM-Camp in Las Rozas de Madrid. "In dem Moment denkst du darüber nach, wo du hinschießt", schilderte der 24 Jahre alte Angreifer von Real Sociedad San Sebastián. Er sei aber zuversichtlich gewesen, dass es klappen würde. "Und das hat es", sagte er.

DIE HAARE MÜSSEN AB: Pedri ist Spaniens jüngster EM-Spieler. Er ist der Profi mit den meisten Kilometern im bisherigen Turnier. Aber es könnte passieren, dass er bald der Spieler mit sehr kurzen oder gar keinen Haaren mehr ist. Pedri kündigt an, sich im Fall des EM-Titelgewinns den Kopf rasieren zu wollen.

STADION IN SPANISCHEN FARBEN: Diesen Schnappschuss konnte sich auch Spaniens Trainer Luis Enrique nicht entgehen lassen. Die Stätte des Halbfinaleinzugs hell erleuchtet, in rot und gelb. Den Farben Spaniens. "Bellissimo!!!!!", schrieb der 51-Jährige bei Twitter zu dem Foto, das etwas verwackelt ist und aus dem Bus Richtung Flughafen aufgenommen sein dürfte. Im Petrowski-Stadion von Sankt Petersburg hatten die Spanier sich am Freitag mit 3:1 im Elfmeterschießen gegen die Schweiz durchgesetzt.

© dpa-infocom, dpa:210704-99-253482/3

Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210704-99-253482
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
Direkt aus dem dpa-Newskanal