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Fußball:Neville hört als England-Trainer auf

Nicht mehr Trainer der englischen Fußballerinnen: Phil Neville.

(Foto: AP)

Der Coach der englischen Fußballerinnen soll vor einem Wechsel zu David Beckhams Klub Inter Miami stehen. Hoffenheim holt Bayerns U20-Nationalspieler Angelo Stiller.

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Frauenfußball, England: Der frühere Manchester-United-Profi Phil Neville hört vorzeitig als Trainer des englischen Frauen-Nationalteams auf. Wie der englische Fußballverband FA am Montag mitteilte, endet das Engagement des 43-Jährigen mit sofortiger Wirkung. Neville soll laut britischen Medien in der amerikanischen Major League Soccer der Cheftrainer von Inter Miami werden. Der neu gegründete Fußballklub gehört Nevilles ehemaligem Teamkollegen und Freund David Beckham und ist derzeit auf der Suche nach einem Coach. Neville war seit Januar 2018 Nationaltrainer.

Bereits im Frühjahr 2020 hatte die FA bekanntgegeben, dass sein bis zu diesem Sommer laufender Vertrag nicht verlängert wird. Wegen durchwachsener Leistungen war der 59-malige England-Profi zuletzt in die Kritik geraten. Ursprünglich hätte Neville das Team bis nach der EM betreuen sollen, das Turnier wurde aber in Folge der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr verschoben. Durch seinen vorzeitigen Abschied verpasst Neville nun allerdings auch die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio.

Die Niederländerin Sarina Wiegman, die als Oranje-Trainerin 2017 im eigenen Land Europameisterin wurde, steht schon länger als Nevilles Nachfolgerin fest, ist aber noch bis Ende August an die Niederlande gebunden. Bis zu Wiegmanns Amtsantritt bei den Lionesses im August soll das Team interimsweise betreut werden. Nach Angaben der FA ist der Auswahlprozess bereits im Gange.

Fußball, Bundesliga: Die TSG Hoffenheim hat U20-Nationalspieler Angelo Stiller für die kommende Saison vom Ligakonkurrenten Bayern München verpflichtet. Wie die Kraichgauer mitteilten, kommt der 19 Jahre alte Mittelfeldspieler ablösefrei und unterschreibt einen Vertrag bis 2025. Stiller, der bei den Münchnern ausgebildet wurde und in dieser Saison bislang zu drei Pflichtspiel-Einsätzen bei den Profis kam, ist nach U21-Nationalspieler David Raum der nächste Hoffenheimer Zugang für die kommende Spielzeit.

Basketball, NBA: Luka Doncic ist mit 36 Punkten, 16 Rebounds und 15 Vorlagen in einen elitären Zirkel der Liga-Geschichte vorgestoßen und hat Michael Jordan in einer Bestenliste hinter sich gelassen. Der Nachfolger von Dirk Nowitzki als zentraler Figur bei den Dallas Mavericks zog beim 101:117 gegen die Chicago Bulls mit dem 29. Triple Double seiner Karriere an Ex-Bulls-Profi Jordan vorbei und ist nun nach Angaben von ESPN alleine auf Rang 15 der Liste. Der Slowene ist zudem erst der vierte Profi in der NBA-Geschichte, der mindestens 35 Punkte, 15 Vorlagen und 15 Rebounds in einer Partie schaffte. Doncic war dennoch unzufrieden nach der Partie und gab sich selbst die Schuld für die Niederlage. "In der zweiten Halbzeit habe ich furchtbar gespielt", sagte Doncic. "Ich war etwas egoistisch, weil ich 30 Punkte hatte in der ersten Halbzeit." Bei der Niederlage mussten die Mavericks weiter auf Nationalspieler Maxi Kleber und vier weitere Profis verzichten, die wegen der Corona-Regeln der NBA derzeit nicht spielberechtigt sind.

Handball, WM: Bundestrainer Alfred Gislason setzt im abschließenden Vorrundenspiel gegen Ungarn auf "1A-Lösung" Andreas Wolff zwischen den Pfosten. "Andi wird mit Jogi Bitter zusammen im Tor stehen", kündigte der Isländer vor dem Duell mit dem EM-Neunten am Dienstag (20.30 Uhr/ZDF) an. Zudem werde der für den verletzten Rechtsaußen Tobias Reichmann nachnominierte Patrick Groetzki "mit ziemlicher Sicherheit" gegen Ungarn zum 16er-Kader zählen. Beim WM-Auftakt gegen Uruguay (43:14) in Gizeh hatte Gislason im Tor dem Duo Johannes Bitter und Silvio Heinevetter das Vertrauen geschenkt, Wolff saß auf der Tribüne.

Das für Sonntag geplante zweite deutsche Vorrundenspiel gegen Kap Verde sagte der Weltverband IHF ab, weil dem Außenseiter coronabedingt nicht genügend Spieler zur Verfügung standen. Die Partie wurde mit 10:0 Toren für Deutschland gewertet, die DHB-Auswahl löste so vorzeitig das Hauptrunden-Ticket. Das Spiel gegen Ungarn ist aufgrund des WM-Modus aber noch von großer Bedeutung. Alle Mannschaften nehmen die in der Vorrunde erspielten Punkte gegen die weiteren Hauptrunden-Teilnehmer mit in die nächste Turnierphase. Ungarn ist wie Deutschland nach zwei Siegen bereits qualifiziert. "Es wäre sehr wichtig, diese Punkte zu holen", sagte Gislason daher.

Olympia, Austragung: Japans Regierungschef Yoshihide Suga hat ungeachtet der andauernden Corona-Pandemie seine Entschlossenheit zur Ausrichtung der Olympischen Spiele im Sommer in Tokio abermals bekräftigt. Man werde die Pandemie "so bald wie möglich" unter Kontrolle bringen und die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele und Paralympics fortsetzen, sagte Suga am Montag zum Auftakt einer Parlamentssitzung. Die Spiele würden als Beweis dienen, "dass die Menschheit das Coronavirus besiegt hat", sagte der Ministerpräsident. Die große Mehrheit der Bevölkerung seines Landes ist laut jüngsten Umfragen jedoch dafür, dass die Spiele abgesagt oder erneut verschoben werden.

© SZ.de/dpa/sid/bek/chge
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