DFB: Gündogan nominiert:Jogis Debütantenball

Eintagsfliegen und Dauerbrenner: 39 Nationalspieler haben unter Bundestrainer Joachim Löw ihr Debüt gegeben - nicht alle konnten überzeugen. Jetzt dürfte mit dem Neu-Dortmunder Ilkay Gündogan Nummer 40 dazukommen. Eine Analyse in Bildern.

40 Bilder

Ilkay Gündogan

Quelle: dpa

1 / 40

Eintagsfliegen und Dauerbrenner: 39 Nationalspieler haben unter Bundestrainer Joachim Löw ihr Debüt gegeben - nicht alle konnten überzeugen. Jetzt dürfte mit dem Neu-Dortmunder Ilkay Gündogan Nummer 40 dazukommen. Eine Analyse in Bildern.

Ilkay Gündogan

Die Lobpreisungen kamen von höchster Stelle: "Ilkay hat eine gute Entwicklung gemacht und auch aktuell in den Vorbereitungsspielen gute Leistungen gezeigt. Er ist ein technisch begabtes Talent mit hoher Spielintelligenz. Daher ist es eine gute Gelegenheit, ihn zu Beginn der Europameisterschafts-Saison persönlich im Kreise des Teams kennenzulernen", sagte Bundestrainer Löw, als er den Deutsch-Türken jetzt als vorerst aktuellsten möglichen Debütanten für das Länderspiel gegen Brasilien (10. August) berief. Der kleine Mittelfeldspieler spielte sich durch eine überzeugende Saison mit dem "Club" in den Fokus der Nationalelf - und könnte nach seinem Wechsel zum BVB einer der Aufsteiger der kommenden Bundesliga-Saison werden. Zudem dürfte ihn die Champions League weiter stählen.

-

Quelle: SZ

2 / 40

Malik Fathi

Zusammen mit Manuel Friedrich der erste Debütant unter Bundestrainer Löw. Galt lange vor Beck als Talent auf der Außenverteidiger-Position. Der Mann von Spartak Moskau hat bereits 59 Nationalelf-Minuten auf dem Buckel. Sein erstes Spiel machte er am 16. August 2006, als er gegen Schweden zur Halbzeit eingewechselt wurde. Den zweiten Einsatz hatte er im Oktober gegen Georgien. Seitdem spielt er nur noch für Moskau auf internationalem Parkett. Nach einem Zwischenspiel in Mainz, sollte es eigentlich wieder zurück nach Russland gehen, doch jetzt bleibt er doch: Er unterschrieb in diesem Sommer einen Dreijahresvertrag.

jüsc/Foto: Getty

-

Quelle: SZ

3 / 40

Manuel Friedrich

Wer erinnert sich daran, dass Friedrich ein Bundesliga-Spiel für Werder Bremen gemacht hat? In der Tat, und zwar am 23. August 2003 gegen Schalke. Für Deutschland hat Friedrich bereits neun Mal gespielt. Zusammen mit Malik Fatih der erste Debütant unter dem Bundestrainer Löw, beide wurden gleichzeitig eingewechselt. Sein erstes Tor erzielte er am 6. September. Es war das wichtige 12:0 gegen San Marino. Galt einmal als aussichtsreicher Kandidat, um die Malaise in der Innenverteidigung zu beheben, hat aber beim Bundestrainer-Team das Vertrauen verloren. Seit dem 6. Februar 2008 wartet er auf seinen zehnten Einsatz im Nationaltrikot.

jüsc/Foto: Reuters

-

Quelle: SZ

4 / 40

Jan Schlaudraff

Es gab einmal eine Zeit, in der Jan Schlaudraff als eines der größten Talente im deutschen Fußball galt. Da umspielte er Gegner, lupfte über Torhüter und schoss viele Tore. Zu dieser Zeit wurde Schlaudraff auch Nationalspieler, am 7. Oktober 2006 wechselte Löw ihn beim Freundschaftsspiel gegen Georgien ein. 2007 durfte er sogar ein Mal von Anfang an spielen, gegen Dänemark war das. Dann ging Schlaudraff zum FC Bayern, wurde dort auf den bayerischen Scheiterhaufen geworfen und wechselte nach Hannover. Bei den Niedersachsen versank er immer tiefer in diversen Leistungs -und Verletzungskrisen, ehe er vergangene Saison plötzlich wieder dribbelte, sprintete und gute Spiele ablieferte.

aum/jbe/Foto: dpa

-

Quelle: SZ

5 / 40

Piotr Trochowski

Trochowski debütierte gemeinsam mit Jan Schlaudraff am 7. Oktober 2006 beim Freundschaftsspiel gegen Georgien. Sie standen gar zwölf Minuten gemeinsam auf dem Feld. Es kamen noch 78 gemeinsame Minuten beim Spiel gegen Dänemark im darauf folgenden Jahr hinzu - was 90 gemeinsame Nationalmannschaftsminuten bedeutet. Und es gibt weitere Gemeinsamkeiten, die vor allem mit schwankenden Leistungen zu haben: Während Schlaudraff nach langer Leidenszeit zuletzt wieder besser in Form kam, spielte sich Trochowski nach der WM 2010 in Hamburg in ein Loch. Bekommt die Liga nun wieder den dynamischen, dribbelstarken und draufgängerischen Trochowski zu sehen? Abwarten.

aum/jbe/Foto: Getty

-

Quelle: SZ

6 / 40

Clemens Fritz

Auch der Bremer gab gegen Georgien seinen Einstand. Nach dem famosen Auftritt beim EM-Auftaktspiel gegen Polen im Jahr 2008 dachten viele, die Probleme rechts hinten wären gelöst. Nach dem schwachen Auftritt gegen Kroatien war Fritz plötzlich draußen und kommt seitdem in der Nationalelf wie bei Werder Bremen nicht mehr richtig in Tritt.

jüsc/Foto: AP

-

Quelle: SZ

7 / 40

Alexander Madlung

Er gehört zur Debütanten-Gruppe Trochowski, Fritz, Schlaudraff und Madlung, die am 7. Oktober 2006 beim Freundschaftsspiel gegen Georgien auf dem Feld stand. Madlung schaffte in seiner Nationalmannschaftskarriere bisher 96 Minuten, weil er nach dem ersten Kurzeinsatz noch das komplette Spiel gegen Dänemark absolvieren durfte. Danach allerdings wurde er nicht mehr berücksichtigt, was ihn zum Mitglied der Debütanten-Gruppe um Schlaudraff machte - jene Spieler, die sich nach dem Debüt am 7. Oktober 2006 nicht durchsetzen konnten.

jüsc/Foto: AP

-

Quelle: SZ

8 / 40

Mario Gomez

Das Jahr 2007 begann mit einem Testspiel - und mit dem nächsten Neuen. Mario Gomez kam gegen die Schweiz zu seinem ersten Einsatz und schoss auch gleich sein erstes Tor. Es kamen noch weitere 19 Länderspiel-Tore dazu, aber gemessen an seinem Können verläuft seine Karriere als Nationalspieler bislang eher mittelprächtig. Unvergessen ist die Szene bei der EM 2008 gegen Österreich, als ihm zwei Meter vor dem leeren Tor eine absurde Bogenlampe unterlief. Sein Auftritt bei der WM in Südafrika war weniger spektakulär, aber auch nicht viel besser - dafür rehabilitierte sich der Bayern-Stürmer beim erneuten Auftritt in Wien mit zwei Toren gegen Austria in der laufenden EM-Qualifikation.

hum/Foto: dpa

-

Quelle: SZ

9 / 40

Roberto Hilbert

März 2007, es geht gegen Dänemark. Wieder nutzt Löw ein Freundschaftsspiel, um neue Leute zu testen. Und nimmt dabei sogar seine erste Niederlage als Bundestrainer in Kauf. Was allerdings nicht an Roberto Hilbert lag, der damals noch in bestechender Form und sogar baldiger Deutscher Meister mit dem VfB Stuttgart war. Inzwischen hat seine Form allerdings so nachhaltig nachgelassen, dass er sowohl seinen Platz in der Nationalmannschaft wie auch seinen Stammplatz beim VfB verloren hat, was ihn zur Flucht in die Türkei zu Besiktas Istanbul veranlasste.

hum/Foto: dpa

Robert Enke ist tot

Quelle: ddp

10 / 40

Robert Enke

Erich Ribbeck berief Robert Enke bereits 1999 in den Kader für den Konföderationen-Pokal. Jürgen Klinsmann berief Robert Enke in den erweiterten Kader für die WM 2006. Doch sein erstes Länderspiel machte der Torwart erst unter Bundestrainer Joachim Löw, im März 2007, bei der 0:1 Niederlage gegen Dänemark. Robert Enke nahm sich am 10. November 2009 im Alter von 32 Jahren das Leben.

dabi/Foto: AFP/ddp

Germany's Castro scores over England's goalkeeper Loach during their U21 European Championship final soccer match at Malmo New Stadium in Malmo

Quelle: REUTERS

11 / 40

Gonzalo Castro

Galt einmal nach Malik Fatih und lange vor Andreas Beck als großes Versprechen für die Position des Außenverteidigers. Kam 2007 zu fünf Einsätzen in der Nationalmannschaft, insgesamt allerdings nur zu 99 Spielminuten. Auch er debütierte gegen Dänemark. Nach seinen Kurzeinsätzen musste sich der Leverkusener wieder in der U21 vergnügen. In dieser Altersklasse wurde er zusammen mit den Kollegen Neuer, Aogo, Beck, Hummels, Marin, Khedira, Boateng und Özil Europameister. Castro ist nach vielen Verletzungen wieder auf dem Weg nach oben. Richtung A-Nationalmannschaft.

dabi/Foto: Reuters

-

Quelle: SZ

12 / 40

Stefan Kießling

Fast-Torschützenkönig der Bundesliga-Saison 2009/2010. Machte 21 Buden. Nur einer machte damals eine mehr: Edin Dzeko. Der ist Bosnier und durfte deshalb nicht zur WM 2010. Kießling durfte. Zwar spielte er nicht oft und schoss kein Tor, aber immerhin, er war dabei. Im März 2007 machte er sein erstes Spiel im Nationaltrikot, der Gegner hieß Dänemark. Bis zu seinem zweiten Länderspiel musste er danach fast zwei Jahre warten. Bis zum Spiel gegen Norwegen am 11. Februar 2009. Mittlerweile kann er sechs Einsätze vorweisen. Tore: null.

hum/Foto: AP

-

Quelle: SZ

13 / 40

Patrick Helmes

Auch Kießlings ehemaliger Sturmpartner in Leverkusen, Patrick Helmes, wurde im März 2007 zum ersten Mal in der Nationalmannschaft eingewechselt. Er ersetzte Jan Schlaudraff. Helmes stürmte noch in der zweiten Liga für den 1. FC Köln, nach seinem Wechsel zu Bayer 04 gehörte er zu den treffsichersten Torjägern der Liga. Hat bei 13 Einsätzen unter Löw indes nur zwei Tore gemacht - zuletzt in Wolfsburg immerhin wieder besser drauf.

hum/Foto: AP

-

Quelle: SZ

14 / 40

Simon Rolfes

Neben Helmes hat sich aus dem Testspiel gegen Dänemark vor allem Simon Rolfes im Kreis der Nationalmannschaft behaupten können. Er spielte bei der EM 2008 mit, war auf dem Weg zum mächtigen Mann im Mittelfeld und hatte seine WM-Nominierung sicher. Bis zum 4. Mai 2010. Ab da stand fest: Rolfes fällt aus. Eine Knieverletzung brachte ihn um die Reise nach Südafrika. Mittlerweile wieder fester Bestandteil in der Leverkusener Zentrale - Comeback im DFB-Team nicht ausgeschlossen.

hum/Foto: dpa

-

Quelle: SZ

15 / 40

Christian Pander

Dieser Mann hat sich gleich in seinem ersten Länderspiel ein Denkmal gesetzt - nein, er hat sich ein Denkmal erschossen. Am 22. August 2007 drosch er den Ball aus 20 Metern in den Winkel. Es war gegen England, es war im Wembley-Stadion. Deutschland gewann durch den Treffer mit 2:1. Einen Monat später durfte Pander von Anfang an gegen Wales spielen - er wurde zur Halbzeit ausgewechselt und seitdem nicht mehr berücksichtigt. Pander verfügt neben enormem Talent leider auch über enormes Verletzungspech. In Hannover trifft er zur neuen Saison auf einen Spieler mit ähnlicher Vergangenheit: Jan Schlaudraff.

jüsc/Foto: Reuters

-

Quelle: SZ

16 / 40

Heiko Westermann

Nach seinem ersten Auftritt beendeten bereits viele Kommentatoren die Länderspiel-Karriere von Heiko Westermann. Im Februar 2008 beim Testspiel in Wien gegen Österreich irrlichterte der Schalker am rechten Verteidigerposten umher und reihte sich ein in eine irrlichternde Mannschaft, die völlig unverdient 3:0 gewann. Doch Löw hielt an Westermann fest und baute ihn auf. Westermann dankte das Vertrauen mit meist stabilen Leistungen. Er wäre sicher mit zur WM gefahren - hätte er sich nicht im Vorbereitungsspiel gegen Ungarn das Kahnbein gebrochen. Mittlerweile in Hamburg wieder fit.

hum/Foto: dpa

-

Quelle: SZ

17 / 40

Jermaine Jones

Auch Jones stellte sich in Wien zum ersten Mal als Nationalspieler vor. Acht Minuten durfte der Schalker ran. War 2008 häufig ein Kandidat für die Ausladung in letzter Minute, vor der EM musste er vom Trainingslager abreisen, gegen Russland erlebte er dann hautnah mit, wie Tribünenkollege Kevin Kuranyi in der Halbzeit die Flucht ergriff. Jones orientierte sich neu. Im Juni 2009 gab er seine neuen Ziele bekannt: Nationalspieler der USA. Die Fifa erlaubte den Wechsel des Deutsch-Amerikaners, da Jones noch kein Pflichtspiel für Deutschland bestritten hatte. Uncle Sam needs you - auch wenn er inzwischen von Schalke zur den Blackburn Rovers nach England ausgeliehen ist.

hum/Foto: ddp

Fußball-Länderspiel Deutschland - Weißrussland 2:2

Quelle: dpa

18 / 40

Marko Marin

Zauberzwerg. Der neue Icke Häßler. Dribbelkönig. Marko Marin, 1,70 Meter groß, gilt schon seit Jahren als großes Talent. Bei der WM war er jedoch nur Kurzarbeiter. Marin stand bereits im erweiterten Aufgebot für die EM 2008, erfuhr aber am Tag nach seinem ersten Länderspieleinsatz gegen Weißrussland, dass er nicht mitfahren durfte. Seitdem bestritt der inzwischen 22-Jährige 15 Spiele für die deutsche Mannschaft und erzielte dabei ein Tor.

dabi/Foto: dpa

-

Quelle: SZ

19 / 40

Serdar Tasci

Wie Özil wurde auch Tasci vom türkischen Verband umworben, wie Özil entschied sich der türkischstämmige Stuttgarter für die DFB-Elf. Er war der erste Debütant nach der EM 2008, im August kam er im Freundschaftsspiel gegen Belgien zum Einsatz und absolvierte die komplette Spielzeit. Gehörte auch in den Qualifikationsspielen gegen Liechtenstein (6:0) und Finnland (3:3) zum Stammpersonal. Bei der WM nicht ganz. Er kam nur beim Spiel um Platz drei gegen Uruguay zum Einsatz. Seine Gesamtspielzeit bei der WM: zwei Minuten. Ist nach einer schwachen Saison mit dem VfB derzeit weit von der Nationalelf weg.

mikö/Foto: dpa

-

Quelle: SZ

20 / 40

René Adler

Erlebte wohl eines der aufregendsten Debüts in die Nationalmannschaft unter Trainer Joachim Löw. Während die meisten Neulinge bei Testspielen eingesetzt wurden, musste Adler im wichtigen WM-Qualifikationsspiel im Oktober 2008 gegen Russland zum ersten Mal ins Tor. Kollege Robert Enke hatte sich kurz zuvor an der Hand verletzt. Der 24-Jährige hielt dann gegen Russland und Wales derart souverän, dass ihm einige das deutsche Tor am liebsten gleich bis 2020 anvertraut hätten. Nach der WM und den starken Vorstellungen Manuel Neuers sind die Adler-Fans weniger geworden. Adler wäre als Nummer Eins zur WM gefahren, musste aber verletzt Zuhause bleiben.

hum/Foto: AP

Länderspiel - Deutschland - Elfenbeinküste

Quelle: dpa

21 / 40

Tim Wiese

War bei der WM die deutsche Nummer zwei. War damit nicht ganz zufrieden. Zeigte im Nationaltrikot meist gute Leistungen, ist mit seinen 28 Jahren erfahrener als die anderen Nationaltorhüter. Hat dennoch einen schweren Stand gegenüber den jüngeren René Adler und Manuel Neuer. Gab sein Länderspieldebüt an einem Tag zum Vergessen: im November 2008, beim 1:2 gegen England. Aber an dieses Ergebnis denkt ja zum Glück seit dem WM-Achtelfinale niemand mehr.

dabi/Foto: dpa

-

Quelle: SZ

22 / 40

Marvin Compper

Es hätte dem jungen Abwehrspieler Marvin Compper (links im Bild) durchaus schwindlig werden können, angesichts dieser Entwicklung: In der Hinrunde der Saison 2007/2008 kam er zu gerade mal drei Einsätzen beim Zweitligisten Mönchengladbach. Dann wechselte er im Winter nach Hoffenheim, stieg in die erste Liga auf und war bald Tabellenführer der Bundesliga. Am 19. November 2008 kam der Verteidiger dann sogar zu seinem ersten Länderspiel (beim 1:2 gegen England). Angesichts dieses Höhenfluges kann eine Pause auch mal ganz gut tun - die Partie gegen die "Three Lions" war vorerst auch seine letzte.

Tobias Weis

Auch sein Hoffenheimer Teamkamerad Tobias Weis war damals schon im Kader des DFB, doch auf sein Debüt musste der Mittelfeldarbeiter noch etwas warten: Erst auf der Asienreise durfte er sich gegen die Vereinigten Arabischen Emirate beim 7:2-Kantersieg als richtiger Nationalspieler fühlen. Es folgten eine durchwachsene Rückrunde mit Hoffenheim und hartnäckige Knieprobleme. Weis gehört bislang wie Vereinskamerad Compper zum Club der Einmal-Nationalspieler.

hum/Foto: dpa

-

Quelle: SZ

23 / 40

Marcel Schäfer

Kam gegen England für Marvin Compper. Gilt lange nach Gonzalo Castro und noch länger nach Malik Fatih als Hoffnung auf der Außenverteidigerposition. Der Wolfsburger ist allerdings als Linksfüßler an die linke Seite gebunden, wo lange Zeit ein gewisser Philipp Lahm spielte. Der 26-Jährige hat mittlerweile trotz dieses Nachteiles acht Länderspiele auf seinem Konto - und könnte nach einer für ihn enttäuschenden Saison als Führungsspieler beim VfL wieder angreifen. Hinten links gäbe es nach Lahms Wechsel auf rechts bei den Bayern vielleicht wieder eine Perspektive.

hum/Foto: Getty

-

Quelle: SZ

24 / 40

Mesut Özil

Chelsea war an ihm interessiert, Barcelona auch. Nicht zu vergessen Manchester United - doch am Ende wurde er ein "Königlicher". Kein Wunder, nach dieser WM, nach Özils Traumtor gegen Ghana, nach seiner Nominierung für den Goldenen Ball, den der beste Spieler des Turniers mit nach Hause nehmen durfte. Der 22-Jährige mit türkischen Wurzeln wuchs in Gelsenkirchen auf und spielte einst für Teutonia Schalke. Trotzdem wollte der türkische Nationaltrainer Fatih Terim ihn in sein Team holen. Doch Özil entschied sich für das Trikot mit dem Adler auf der Brust und absolvierte im Februar 2009 sein erstes A-Länderspiel gegen Norwegen - jetzt ist er DIE prägende Figur im deutschen Mittelfeld.

hum/Foto: dpa

-

Quelle: SZ

25 / 40

Andreas Beck

Der Außenverteidiger debütierte im selben Spiel wie Mesut Özil. Der 23-jährige Andreas Beck ist in Sibirien geboren, durchlief die Jugendmannschaften des DFB und des VFB Stuttgart und wurde mit den Schwaben 2007 Deutscher Meister. 2008 wechselte er zur badischen Konkurrenz aus Hoffenheim. 2009 wurde er U-21-Europameister. 2010 berief ihn Joachim Löw in den erweiterten WM-Kader, nahm ihn jedoch nicht mit nach Südafrika - ganz aus dem Rennen scheint er aber wegen seiner Entwicklungsfähigkeit noch nicht.

hum/Foto: ddp

-

Quelle: SZ

26 / 40

Cacau

Eigentlich ist der eingebürgerte Brasilianer Cacau ohnehin ein gefühlter Deutscher und wenn man so will, sogar ein Bayer: Seine Karriere begann er bei Türk Gücü München, bevor es ihn zum 1. FC Nürnberg und später nach Stuttgart verschlug. Seine konstant guten Leistungen in der Bundesliga in den vergangenen Jahren blieben auch vom Bundestrainer nicht unerkannt. Der bewegliche Stürmer feierte während der Asienreise im Mai 2009 gegen China (1:1) seinen Einstand. Obwohl es damals hieß, Löw benötige ihn wohl nur als Lückenfüller wegen der vielen Ausfälle, schien sich Cacau in der Nationalelf tatsächlich zu etablieren - das demonstrierte er dann auch bei der WM mit eiem Tor im Auftaktspiel gegen Australien. Seither jedoch ging es für ihn wieder bergab. Er bleibt bei 17 Länderspielen und immerhin vier Toren.

Foto: ddp

-

Quelle: SZ

27 / 40

Christian Gentner

Einst ein großes Talent aus der Nachwuchsschmiede des VfB Stuttgart (wie übrigens auch seine Trainingskollegen Tasci und Khedira, Fotomitte), mittlerweile ein gestandener Profi und deutscher Meister mit dem VfL Wolfsburg: Christian Gentner (re.), ein fähiger Mann für den Flügel, kam ebenfalls auf der Asienreise gegen China zu seinem ersten DFB-Einsatz. Mittlerweile ist er zum VfB Stuttgart zurückgekehrt und hat fünf Länderspiele auf dem Konto - Zukunft in Löws Team ungewiss.

Foto: ddp

-

Quelle: SZ

28 / 40

Manuel Neuer

Asienreise, die dritte: Schalkes Schlussmann Manuel Neuer durfte ebenfalls auf der vielgeschmähten Testspielreise in fernen Osten debütieren. Beim 7:2 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate glänzte er mit einigen sehr sehenswerten Paraden und unterstrich so seine große Perspektive im DFB-Team. Es folgten: der EM-Titel mit der U21, ein einigermaßen ambitionierter Flirt mit dem FC Bayern mit anschließend vollzogenem, Wechsel, der Einsatz als souveräne Stammkraft bei der WM in Südafrika. Dass Manuel Neuer die Zukunft im deutschen Tor gehört, scheint so sicher wie Felix Magaths Enthusiasmus für Waldläufe.

Foto: dpa

-

Quelle: SZ

29 / 40

Christian Träsch

Der Defensivallrounder und ehemalige Sechziger hatte sich beim VfB Stuttgart einen Stammplatz erkämpft und solide Leistungen gezeigt. Also nahm Joachim Löw ihn nach Asien mit. Beim Saunakick in den Emiraten kam Träsch in der zweiten Halbzeit zu seiner Premiere im DFB-Trikot und er wäre danach wohl auch in der WM-Qualifikation wieder dabei gewesen - wenn er sich nicht im ersten Saisonspiel in Wolfsburg an der Hand verletzt hätte. Auch nach Südafrika wäre Träsch mitgefahren - wenn er sich nicht zuvor eine Kapselverletzung zugezogen hätte. Nun wechselte er nach Wolfsburg - für stattliche neun Millionen Euro. Ja, liebe "Löwen". Für neun Millionen.

Foto: dpa

-

Quelle: AP

30 / 40

Sami Khedira

Er war einer der ganz großen Gewinner der WM 2010. Trotz der deutschen Niederlage im Halbfinale gegen Spanien. Als Jugendlicher spielte Sami Khedira für den TV Oeffingen, mit acht Jahren wechselte er zum VFB Stuttgart, wo er jeweils als Kapitän Deutscher B- und A-Jugend-Meister wurde. 2007 unterschrieb er seinen ersten Profivertrag beim VFB - und beendete die Saison als Deutscher Meister. 2009 führte er die deutsche U-21-Nationalmannschaft als Kapitän zum Europameistertitel. Im September gab Khedira gegen Südafrika sein Debüt unter Joachim Löw. Heute spielt er unter Jose Mourinho bei Real Madrid. Ein 24-Jähriger, der weiß, wie sich große Erfolge anfühlen.

dabi/Foto: AP

WM 2010 - Deutschland - Spanien

Quelle: dpa

31 / 40

Jérôme Boateng

Erst war er vor allem der Halbbruder des Ballack-Treters Kevin-Prince. Als die WM dann angefangen hatte, wurde er zur Stütze des deutschen Teams. Der gelernte Innenverteidiger Jérôme Boateng wurde auf der linken Seite gebraucht. Dort duellierte er sich mit vielen Stürmerstars. Zum Beispiel mit dem Spanier David Villa. In der kommenden Saison wird er mit dem spanischen Weltmeister David Silva zusammenspielen - und mit vielen anderen Hochkarätern: Boateng wechselte für 15 Millionen Euro Ablöse vom HSV zum Scheich-Klub Manchester City nach England. Sein Debüt im Nationaldress war noch wenig vielversprechend verlaufen: Es war der 10. Oktober 2009, im WM-Qualifikationsspiel gegen Russland - als der Debütant Boateng in der 68. Minute nach einer gelb-roten Karte den Platz verlassen musste.

dabi/Foto: dpa

Werder Bremen - VfL Bochum

Quelle: ddp

32 / 40

Aaron Hunt

Er hat sich entschieden: Gegen England und für Deutschland. Da seine Mutter von der Insel kommt, regten sich dort nach Hunts guten Leistungen 2009 Begehrlichkeiten. Angesichts der Tatsache, dass sich im Sturm ihres Nationalteams Fußballer wie Emile William Ivanhoe Heskey und Peter James Crouch tummeln, trachteten die Insulaner danach, dem jungen Offensivspieler Hunt ein Trikot der Three Lions überzustreifen. Doch Hunt, der Gejagte, ließ sich lieber von Joachim Löw in die deutsche Nationalmannschaft berufen. Sein Debüt gab der Bremer im November 2009 gegen die Elfenbeinküste.

dabi/Foto: ddp

Germany v Northern Ireland - UEFA Under-21 Euro2009 Qualifier

Quelle: Bongarts/Getty Images

33 / 40

Toni Kroos

Drei Sterne leuchten auf seiner Brust. Nicht wenige trauen Toni Kroos zu, der deutschen Nationalelf zu einem vierten zu verhelfen. Einst reservierte Uli Hoeness ihm die Rückennummer zehn bei den Bayern, dann geriet Kroos' Karriere unter dem Trainer Klinsmann ins Stocken. Er wurde nach Leverkusen ausgeliehen und hielt, was sein Talent versprochen hatte. Am 3. März gab er seinen Einstand in der A-Nationalmannschaft (beim 0:1 gegen Argentienien). In Südafrika konnte der 20-Jährige dann Erfahrung sammeln, in Zukunft könnte Toni Kroos der neue Denker und Lenker im deutschen Mittelfeld werden. Er muss dafür nur etwas reifer werden - und sich mit Mesut Özil arrangieren.

dabi/Foto: getty images

98811130

Quelle: AFP

34 / 40

Thomas Müller

War gegen Spanien gesperrt. Zu Unrecht. Hätte uns sonst sicher ins Finale geschossen. Wäre außerdem bester Spieler des Turniers geworden. Wurde trotz Sperre im Halbfinale bester Nachwuchsspieler des Turniers. Brauchte Halbfinale und Finale nicht, um den Goldenen Schuh des Torschützenkönigs aus Südafrika mitzunehmen. Fünf Tore in acht Spielen. Auch Thomas Müller gab sein Nationalmannschaftsdebüt im März 2010, bei der Pleite gegen Argentinien. Vor der WM weigerte sich Argentiniens damaliger Trainer, Diego Maradona, neben Müller zu sitzen. Der junge Deutsche sei zu unbekannt. Das war vor der WM. Thomas Müller - das Phänomen aus Pähl.

dabi/Foto: AFP

Eintracht Frankfurt v Hamburger SV - Bundesliga

Quelle: Thorsten Wagner/Getty Images

35 / 40

Dennis Aogo

Bei seinem ersten Länderspiel im Mai 2010 gegen Malta bereitete der Linksverteidiger das 1:0 vor. Der 23 Jahre alte Hamburger ist der 35. Nationalmannschafts-Neuling der Ära Löw. Er gehört wie Manuel Neuer, Marko Marin, Andreas Beck, Jérôme Boateng, Mats Hummels, Gonzalo Castro, Sami Khedira und Mesut Özil zur Riege der U-21-Europameister von 2009, die von Bundestrainer Löw in die A-Nationalmannschaft berufen wurden. Aogo fuhr sogar mit nach Südafrika und machte dort im Spiel um Platz drei gegen Uruguay seine Sache gut.

dabi/Foto: Bongarts/Getty Images

Hummels of Germany's U21 national soccer team poses during media event in Lerum

Quelle: REUTERS

36 / 40

Mats Hummels

Viele sahen ihn schon bei der WM. Joachim Löw hat ihn dann doch nicht mitgenommen. Doch die meisten Experten sind sich einig: Dem jungen Dortmunder Innenverteidiger gehört die Zukunft. Mats Hummels ist erst 21 Jahre alt, machte in der vergangenen Saison aber schon 30 Bundesligaspiele und schoss dabei fünf Tore. Auch er absolvierte sein erstes Länderspiel gegen Malta. Es war kein schönes Spiel, aber vielleicht ein gutes Omen für Mats Hummels: Deutschland spielte zu null.

dabi/Foto: reuters

Länderspiel Deutschland - Malta

Quelle: dpa

37 / 40

Kevin Großkreutz

Newcomer aus Dortmund: Kevin Großkreutz setzt sich durch. Hier bei seinem ersten und bisher einzigen Länderspiel (gegen Malta). Der 22-jährige Offensivallrounder wurde zur zweiten Halbzeit eingewechselt und leitete prompt das 2:0 ein. Er hat erst eine Bundesliga-Saison hinter sich, in der machte er jedoch 33 Spiele. Großkreutz kam 2009 vom Zweitligisten Rot Weiss Ahlen nach Dortmund. In Ahlen hatte er mit Marco Reus ein brillantes Offensiv-Duo gebildet. Reus, der 2009 nach Mönchengladbach wechselte, war ebenfalls für das Länderspiel gegen Malta nominiert, verletzte sich jedoch im Vorfeld. Dennoch könnten die beiden Ex-Ahlener in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. In der Bundesliga - und in der Nationalmannschaft.

dabi/Foto: dpa

FC St. Pauli v Bayer Leverkusen - Friendly Match

Quelle: Bongarts/Getty Images

38 / 40

Stefan Reinartz

Wer am 1. Januar in Engelskirchen geboren ist, der muss es weit bringen. Stefan Reinartz, 21 Jahre alt, ist einer der Aufsteiger der vergangenen Bundesligasaison. Der Defensivspezialist (links auf dem Foto) ist ein effektiver Zweikämpfer und in der Leverkusener Verteidigung Schüler des finnischen Abwehr-Heroen Sami Hyypiä (rechts auf dem Foto). Auch Reinartz debütierte gegen Malta in der Nationalelf.

dabi/Foto: Bongarts/Getty Images

Kinderdienst: Bundestrainer Joachim Loew nominiert Holger Badstuber

Quelle: ddp

39 / 40

Holger Badstuber

Holger wer? Vor Beginn der Bundesliga-Saison 2009/10 war der Name Badstuber höchstens Insidern ein Begriff. Dann rollte der Ball und Holger Badstuber durfte um ihn kämpfen. Bei fast jedem Spiel, an dem der FC Bayern München beteiligt war. In seiner ersten Saison machte der Defensivallrounder 33 Bundesligaspiele und wurde Deutscher Meister. Sein erstes A-Länderspiel bestritt er im Mai 2010 beim 3:0-Sieg über Ungarn. In Südafrika war er als linker Verteidiger eingeplant. Im ersten WM-Spiel wurde er von den australischen Stürmern kaum gefordert. Im zweiten gegen Serbien hatte Badstuber erhebliche Probleme mit seinem Gegenspieler Miloš Krasić - und musste für den Rest der WM auf der Bank Platz nehmen.

dabi/Foto: ddp

Training Nationalmannschaft

Quelle: dpa

40 / 40

Wenn es nach DFB-Sportdirektor Matthias Sammer geht, ist Mario Götze eines der größten Talente das Deutschland je hatte. Aber egal wen man fragt, ob Jogi Löw oder Jürgen Klopp, alle schwärmen von Götze. Der gab am 17. November 2010 gegen Schweden sein Nationalmannschaftsdebüt und war mit 18 Jahren jüngster Nationalspieler seit Uwe Seeler, der mit 17 Jahren debütierte. Den 14 Minuten gegen Schweden dürften noch viele weitere folgen.

jüst/Foto: dpa

© sueddeutsche.de
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB