Süddeutsche Zeitung

Fußball - München:Rahmenbedingungen für Amateurfußball sollen besser werden

München (dpa/lby) - Die Rahmenbedingungen für den Amateurfußball in München sollen verbessert werden. Die Stadt und der Bayerische Fußball-Verband stellten am Montag ein Aktionsprogramm vor, bei dem bis zu 35 neue Fußballplätze entstehen sollen. Durch den Bau von Kunstrasenplätzen sollen zudem Trainingsmöglichkeiten vergrößert werden, Flutlicht soll die Nutzungszeiten auf den Plätzen verlängern. Zudem werden die Bedingungen auf Schulsportanlagen für Vereine angepasst. Geprüft wird auch der Bau ein neues regionalligatauglichen Stadions, das 2500 Zuschauer fassen soll. Außerdem kümmert sich zukünftig ein Amateur-Fußballkoordinator um die Belange der Clubs.

Der Aktionsplan sei "ein wirklich großer Wurf für den Münchner Amateurfußball. Wir als Verband haben nicht etwa nur auf die Missstände hingewiesen und die Verantwortung an die Stadt abgegeben, sondern den Prozess angestoßen, mit der aufwendigen Umfrage ein Fundament geschaffen und im Sinne unserer Vereine mit der inhaltlichen Expertise begleitet", sagte BFV-Präsident Rainer Koch.

In einer repräsentativen Umfrage des Verbandes kam heraus, dass nahezu 80 Prozent der Münchner Fußballvereine Trainings- und Spielzeiten auf den städtischen Anlagen fehlen. Mehr als 29 Prozent der Vereine verhängten einen teilweisen Aufnahme-Stopp. Fast ein Drittel der Clubs mussten bereits fußballbegeisterte Kinder und Jugendliche wieder wegschicken.

Diese Zahl müsse weg, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Das Aktionsprogramm werde "die Rahmenbedingungen für die großen und kleinen Spielerinnen und Spieler noch besser machen". Laut Reiter wird in München in 165 Vereinen Fußball gespielt, diese Clubs haben 39 500 Mitglieder.

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