Aufreger bei 1860 München Rabiater Photoshop-Einsatz

So sieht das Plakat unbearbeitet aus: Ein Schlagerfan und Ismaikgegner zeigt sich kreativ.

(Foto: Anne Wild)
  • Gut gemeint heißt eben nicht immer gut gemacht: Der TSV 1860 München retouchiert auf seiner Homepage ein Bild - veröffentlicht aber auch die Originalversion.
  • Darauf ist eine deutliche Spitze an Investor Hasan Ismaik zu sehen.
Von Markus Schäflein

Auf der Internetseite des Fußball-Drittligisten TSV 1860 München war ein schönes Bild zu sehen, wie die Mannschaft mit den Fans am Montag den 2:1-Sieg gegen Aalen feierte. Ein Anhänger hatte sogar ein Plakat dabei, auf dem stand: "1860 - Verdammt, ich lieb' dich."

Wer im Schlagerbereich textsicher ist, weiß selbstredend, dass es laut Matthias Reim nun weitergehen muss: "Ich lieb' dich nicht." Genug Platz dafür war auch auf dem Plakat, seltsamerweise war es aber in der unteren Hälfte einfach nur weiß, ohne Schrift.

In der Bildergalerie zum Spiel tauchte dasselbe Foto nochmals auf. Und dort war nun zu lesen und zu sehen, was zu vermuten war: "Ich lieb' dich nicht" - samt Konterfei des Investors Hasan Ismaik. Das Bild auf der Startseite war von der Internet-Abteilung des TSV 1860 bearbeitet worden, in der Galerie hingegen nicht. Gut gemeint heißt eben nicht immer gut gemacht: Unklar war, warum man statt des rabiaten Photoshop-Einsatzes nicht einfach auf ein anderes Bild zurückgriff.

So jedenfalls wurde erst Aufmerksamkeit in Medien und sozialen Netzwerken auf das investorenunfreundliche Plakat gelenkt. Fest steht nur, dass der nicht abwanderungswillige Ismaik den Schlagerrefrain mit Blick auf Sechzig zu Ende trällert: "Verdammt, ich will dich, ich will dich nicht, ich will dich nicht verlier'n."

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