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Fußball:Mourinho besiegt Real und mosert

Trotz Sieg unzufrieden: Jose Mourinho.

(Foto: AP)

Bayerns Testspielgegner am kommenden Sonntag ist mit seiner Vorbereitung nicht zufrieden. Ein Schweizer Leichtathlet wird wegen Rassismus-Verdachts für die EM gesperrt

Manchester United, Jose Mourinho: ManUnited hat zum Abschluss seiner US-Tour wenigstens noch einen Prestigeerfolg erzielt. Im Rahmen des International Champions Cup besiegte das Team von Trainer Jose Mourinho Champions-League-Gewinner Real Madrid mit 2:1 (2:1).Vor 64.141 Zuschauer im Hard Rock Stadium von Miami erzielten Alexis Sanchez (18.) und Ander Herrera (27.) die Tore für ManUnited. Für Real traf Karim Benzema (45.+3). Nationalspieler Toni Kroos kam zu einem Kurzeinsatz.Manchester ist am Sonntag Gegner von Bayern München in der Allianz Arena. Am 10. August startet United gegen Leicester City in die neue Saison der Premier League.

Bislang war der Portugiese Mourinho, der in seine dritte Saison in Manchester geht, mit der Vorbereitung überhaupt nicht zufrieden gewesen. Er kritisierte zudem die Transferpolitik des Vereins, aber auch eigene Spieler.Ihm habe diese Tour "nichts gebracht", moserte Mourinho auch nach dem Real-Spiel, lobte aber immerhin die Moral seiner Mannschaft: "In den letzten 15 Minuten waren wir völlig kaputt - und Real bringt Kroos, Asensio und Isco. Ich dachte, das schaffen wir nie - haben wir aber doch. Das ist genau der Spirit, den wir in den ersten zwei, drei Wochen in der Premier League brauchen. Es wird richtig schwer für uns, denn wir sind darauf nicht vorbereitet." Bis zu zwölf Stammspieler fehlten bei Manchester nach der WM in der Vorbereitung.

Leichtathletik, Rassismus: Der Schweizer Sprinter Pascal Mancini ist vom Verband für die Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin (6. bis 12. August) gesperrt worden, nachdem er rechtsextreme und als rassistisch empfundene Äußerungen auf seiner Facebook-Seite gepostet hatte. Der 29-Jährige habe damit gegen eine Vereinbarung verstoßen, die Veröffentlichung seiner politischen Ansichten zu unterlassen, teilte der Schweizer Leichtathletik-Verband mit. "Der Zentralvorstand ist der Ansicht, dass die Verfehlungen des Athleten in Verbindung mit seiner bekannten Gesinnung nicht zu tolerieren sind", begründete Swiss Athletics. Mancini hatte nach Angaben der Neuen Zürcher Zeitung Äußerungen eines belgischen Nazi-Kollaborateurs verbreitet. Außerdem hatte er auf Facebook ein Affen-Video aus Anlass des Sieges der Franzosen bei der Fußball-WM gepostet. Das wurde von Schweizer Medien als rassistisch interpretiert. Mancini, der in der 4x100-Meter-Staffel und im 100-Meter-Lauf bei der EM in Berlin (6. bis 12. August) antreten wollte, wies die Vorwürfe zurück und sieht darin eine Medien-Kampagne gegen seine Person.

Fußball, Neymar: Der Brasilianer Neymar hat erstmals zugegeben, mit einigen seiner Reaktionen bei der Fußball-WM in Russland über das Ziel hinausgeschossen zu sein. "Manchmal übertreibe ich, aber die Wahrheit ist: Ich leide auf dem Spielfeld", sagte der Angreifer im Video eines Sponsors, das am Sonntag auf mehreren brasilianischen TV-Kanälen ausgestrahlt wurde. Während und nach der WM war Neymar auch in Brasilien für seine wiederholten Schwalben oder Schauspieleinlagen heftig kritisiert worden.Neymar versicherte in dem Video, er habe sich geändert. Er habe lange gebraucht, "um Eure Kritik zu akzeptieren, um in den Spiegel zu schauen und ein neuer Mann zu werden", er sei gefallen, "aber nur wer fällt, kann wieder aufstehen". Er forderte die Fans auf, ihn wieder zu unterstützen. "Ihr könnt weiter Steine auf mich werfen, oder ihr werft diese Steine weg und helft mir, aufzustehen."Neymar begründete seine Reaktionen mit seinem Unvermögen, mit Niederlagen umzugehen: Er habe noch nicht gelernt, wie es sei, frustriert zu sein oder das Publikum zu enttäuschen. Er kämpfe darum, "den Jungen in mir am Leben zu erhalten".SID th aa er

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