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Internationaler Fußball:Guardiola siegt im Manchester-Derby

Manchester United - Manchester City

Finale geschafft, Stadtrivale besiegt: Pep Guardiola (Mitte) jubelt mit seinen Spielern.

(Foto: dpa)

Im Finale des Ligapokals wartet nun Mourinho. Messi trifft für Barcelona, Atlético Madrid blamiert sich. Das PSG-Debüt von Pochettino misslingt.

Titelverteidiger Manchester City hat zum vierten Mal in Serie das Endspiel des Ligapokals erreicht. Die Mannschaft von Starcoach Pep Guardiola setzte sich in einem unterhaltsamen Halbfinale am Mittwoch 2:0 (0:0) gegen den Lokalrivalen Manchester United durch. Damit kommt es im Finale zum Trainerduell zwischen Guardiola und José Mourinho. Die Citizens treffen im Wembley-Stadion am 25. April auf den Premier-League-Konkurrenten Tottenham Hotspur.

John Stones (50. Minute) und Fernandinho (83.) erzielten am Mittwoch im leeren Old Trafford die Tore für die ersatzgeschwächten Gäste. Guardiola musste wie zuletzt in der Premier League auf mehrere Spieler verzichten, die positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Für Keeper Ederson stand Zack Steffen im City-Tor, der in der vergangenen Saison an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen war. Schon in der ersten Hälfte landete der Ball mehrfach im Netz. Ein Eigentor von City-Verteidiger Ruben Dias nach einem abgewehrten Schuss von United-Stürmer Marcus Rashford zählte nicht, weil sich Rashford bei der Ballannahme vorher im Abseits befunden hatte. Außerdem galten zwei Treffer für Man City durch Ilkay Gündogan und Phil Foden wegen vorheriger Abseitsstellungen nicht.

In der Premier-League-Tabelle trennen die beiden Lokalrivalen derzeit vier Punkte. Manchester United belegt punktgleich mit Spitzenreiter FC Liverpool den zweiten Tabellenplatz. Man City ist Fünfter, hat allerdings ein Spiel weniger absolviert als die Red Devils. Man City hatte den Ligapokal in den vergangenen drei Jahren gewonnen. Der diesjährige Endspiel-Gegner Tottenham Hotspur hatte sich am Dienstag im anderen Halbfinale mit 2:0 (1:0) gegen den Londoner Zweitligisten FC Brentford durchgesetzt. Das Endspiel war ursprünglich für den 28. Februar angesetzt. Wegen der Coronavirus-Pandemie wurde die Partie im Wembley-Stadion in den April verlegt.

Messi trifft doppelt für Barcelona

Dank zweier Tore von Lionel Messi hat der FC Barcelona das Nachholspiel gegen Athletic Bilbao in der ersten spanischen Liga gedreht und 3:2 (2:1) gewonnen. Der argentinische Nationalspieler traf am Mittwoch zum 2:1 (38. Minute) und 3:1 (62.), nachdem Pedri (14.) den frühen Rückstand durch Inaki Williams (3.) ausgeglichen hatte. Barcelona hatte nach dem Gegentreffer und der schwungvollen Anfangsphase zunehmend ein Übergewicht und mehrere Pfosten- und Lattentreffer, musste nach dem Anschlusstreffer durch Iker Muniain in der 90. Minute aber noch zittern.

Durch den Erfolg der ursprünglich für den zweiten Spieltag angesetzten Begegnung hat Barcelona um Nationaltorwart Marc-André ter Stegen in der Primera División nun noch sieben Punkte Rückstand auf Tabellenführer Atlético Madrid. Das Team aus der Hauptstadt, das sich Stunden zuvor durch ein 0:1 beim Drittligisten UE Cornellà blamiert hatte und aus der Copa del Rey ausgeschieden war, hat allerdings zwei Spiele weniger absolviert als die Katalanen.

Atlético Madrid hat sich im spanischen Pokalwettbewerb Copa del Rey mächtig dagegen kräftig blamiert. Der Spitzenreiter der Primera División schied am Mittwoch bereits in der zweiten Runde aus. Beim Drittligisten UE Cornellà bei Barcelona unterlag die Mannschaft von Trainer Diego Simeone mit 0:1 (0:1). Den Treffer für den krassen Außenseiter erzielte Adrián Jiménez Gómez in der sechsten Minute. Ab der 65. Minute spielten die Gäste, die in der Meisterschaft in 15 Spielen bisher nur eine Niederlage kassierten, nach der zweiten Gelben Karte gegen Ricardo Sánchez in Unterzahl.

Juventus gewinnt Spitzenspiel in Italien

Juventus Turin hat das Spitzenspiel der Serie A beim Tabellenführer AC Mailand für sich entschieden. Die Mannschaft von Trainer Andrea Pirlo gewann am Mittwochabend mit 3:1 (1:1) und verkürzte mit nun 30 Punkten den Rückstand auf Milan (37) damit auf sieben Zähler. Zuvor hatte auch AC-Stadtrivale Inter geschwächelt und einen Rückschlag nach zuletzt acht Siegen in Serie erlitten. Der Tabellenzweite (36 Punkte) kassierte ein 1:2 bei Sampdoria Genua.

Federico Chiesa (18. und 62. Minute) und der frühere Schalker Bundesliga-Profi Weston McKennie (76.) erzielten die Treffer für Juve, bei denen Topstürmer Cristiano Ronaldo diesmal ohne Torerfolg blieb. Davide Calabria (41.) hatte zum zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gastgeber getroffen. Der Ex-Frankfurter Ante Rebic und Mittelfeldspieler Rade Krunić standen Milan nach einer Corona-Infektion nicht zur Verfügung.

Pochettino verpasst Sieg beim PSG-Debüt

Mauricio Pochettino hat bei seinem Debüt als Trainer des französischen Fußballmeisters Paris St. Germain einen Erfolg verpasst. Mit dem Nachfolger des entlassenen Thomas Tuchel an der Seitenlinie kam PSG beim Rekordmeister AS St. Etienne nur zu einem 1:1 (1:1) - der Rückstand auf Tabellenführer Olympique Lyon (3:2 gegen RC Lens) wuchs dadurch auf drei Zähler an.

PSG hatte die Trennung von Tuchel am 29. Dezember bekannt gegeben - obwohl der deutsche Trainer mit seinem Team zweimal die französische Meisterschaft geholt und 2020 das Finale der Champions League erreicht hatte. Dort unterlag Paris dem deutschen Rekordmeister Bayern München 0:1, mit Pochettino will der Klub nun den nächsten Anlauf wagen.

Beim Einstand des Argentiniers am Mittwochabend lief Paris allerdings zunächst einem Rückstand hinterher. Romain Hamouma (19.) brachte die Gastgeber in Führung, Moise Kean (22.) gelang kurz darauf der Ausgleich für den Favoriten, bei dem der deutsche Nationalspieler Thilo Kehrer von Beginn an spielte. Ohne den verletzten Superstar Neymar konnte sich PSG aber nicht entscheidend durchsetzen. Julian Draxler (63.) wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt.

© SZ.de/dpa/sid/ebc
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