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Italienischer Fußball:"Wir haben zu spät aufgehört"

Damiano Tommasi (li.): 2002 bei der WM, jetzt Gewerkschaftschef in Italien

(Foto: imago)

Der italienische Spielergewerkschafts-Chef Damiano Tommasi spricht über die Fehler im Umgang mit Corona - und erklärt, warum die Ligen noch lange pausieren sollten.

Interview von Javier Cáceres

Damiano Tommasi, 45, ist seit 2011 Chef der italienischen Fußballergewerkschaft AIC. Der ehemalige defensive Mittelfeldspieler begann seine Profikarriere 1991 bei Hellas Verona, seine größte Zeit erlebte er bei der AS Roma (1996 bis 2006), bevor er seine Laufbahn im Ausland beendete: bei UD Levante (Spanien), Queens Park Rangers (England), Tianjin Teda (China) und SP La Fiorita (San Marino). Tommasi spielte 25 Mal für die italienische Nationalelf und nahm unter Trainer Giovanni Trapattoni an der WM 2002 teil. Dort schoss Tommasi sein berühmtestes Tor - gegen Co-Gastgeber Südkorea: Obwohl es ein klar regulärer Treffer war, verweigerte der ecuadorianische Schiedsrichter Byron Moreno (2011 in den USA wegen Heroinschmuggels verurteilt) dem Tor die Anerkennung: Italien schied aus. Jetzt steht Tommasi als Gewerkschaftschef im Zentrum der Corona-Krise, die Italiens Fußball bisher am härtesten getroffen hat.

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