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Fußball in Holland:Van Basten entschuldigt sich für "Sieg Heil"-Spruch

Der frühere Stürmer hat Ärger wegen einer Äußerung im TV. Der VfB Stuttgart gewinnt das Derby gegen Karlsruhe klar. Linus Straßer legt beim Slalom in Levi einen starken Auftritt hin.

Fußball, Holland: Die niederländische Fußball-Ikone Marco van Basten hat sich für seinen Nazi-Spruch entschuldigt. Während der Live-Übertragung des Ehrendivisionsspiels zwischen Ajax Amsterdam und Heracles Almelo (4:1) beim Pay-TV-Sender Fox Sports hatte der 55-Jährige, Europameister von 1988 und einst Bondscoach der Elftal, gut hörbar "nicht so gut, Sieg Heil, Pfannkuchen" im Studio zu Moderator Hans Kraay gesagt. Dieser hatte sich vor dem Spiel auf Deutsch mit dem deutschen Heracles-Coach Frank Wormuth unterhalten.

Offenbar wollte sich der langjährige Italien-Legionär van Basten über das schlechte Deutsch von Kraay lustig machen. In den Sozialen Medien lösten die Van-Basten-Worte einen Sturm der Entrüstung aus. Der einstige Torjäger entschuldigte sich und sprach von einem "missratenen Witz". Van Basten weiter: "Es war nicht meine Absicht, die Leute zu schockieren. Ich wollte nur Hans Deutsch 'erklären'!" Auch Fox Sports entschuldigte sich. "Seine Kommentare waren unangemessen. Nicht nur heute, sondern dauerhaft", sagte ein Sprecher dem Algemeen Dagblad. Das Nachbarland war im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Wehrmacht besetzt worden.

2. Liga: Deutlicher Sieg für den VfB Stuttgart, torloses Remis für Nürnbergs neuen Trainer Jens Keller: Der Derby-Sonntag in der 2. Fußball-Bundesliga hat wenig Hochklassiges, aber viel Spannung geboten. Stuttgart besiegte am 14. Spieltag den Karlsruher SC durch drei Treffer in der letzten halben Stunde mit 3:0 (0:0) und festigte durch den von Trainer Tim Walter angekündigten Sieg ohne Gegentor Rang drei mit drei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Hamburger SV und Arminia Bielefeld. Nürnberg kam im Derby bei der SpVgg Greuther Fürth zu einem 0:0 und liegt nach dem Einstand von Keller weiter vier Punkte hinter dem fränkischen Rivalen. Aktuell ist der Club 14., im Falle eines Sieges von Hannover 96 beim Einstand von deren Trainer Kenan Kocak am Montag gegen Darmstadt 98 würde er um einen weiteren Platz abrutschen. Im dritten Spiel des Sonntags gewann Jahn Regensburg mit 3:1 (1:0) gegen den 1. FC Heidenheim und zog als Fünfter am punktgleichen Gegner vom Sonntag vorbei.

Skispringen: Karl Geiger hat beim Weltcup-Auftakt im polnischen Wisla einen Podestplatz verpasst und damit einen Fehlstart des deutschen Teams nicht verhindern können. Der 26 Jahre alte Oberstdorfer sprang am Sonntag auf 127 und 118 Meter und wurde damit bei tückischen Windverhältnissen nach einer Führung im ersten Durchgang nur Siebter. Den Sieg sicherte sich mit deutlichem Vorsprung der Norweger Daniel Andre Tande vor Anze Lanisek aus Slowenien und Lokalmatador Kamil Stoch. Auch Richard Freitag (24.) und Pius Paschke (26.) hatten es einen Tag nach Platz fünf im Teamspringen in den zweiten Durchgang geschafft. Noch schlechter lief es bei Geigers Zimmerkollege Markus Eisenbichler, der bei miserablen Windbedingungen nur 73 Meter sprang und damit den 50. und letzten Platz belegte. Auch Constantin Schmid (31.), Stephan Leyhe (34.) und Moritz Baer (42.) schieden nach einem Sprung aus.

Ski alpin: Linus Straßer hat den deutschen Ski-Rennläufern mit einem wahren Husarenritt die erste Top-10-Platzierung der Saison beschert. Der 27 Jahre alte Münchner fuhr beim Sieg des Norwegers Henrik Kristoffersen beim Weltcup-Slalom im finnischen Levi mit zweitbester Laufzeit im Finale auf den starken achten Rang. "Bis Mitte Steilhang war es ein richtig geiler Lauf", sagte Straßer im ZDF über seine Finalfahrt bei starkem Schneefall, mit der er noch 15 (!) Plätze gut machte, "unten habe ich leider ein paar km/h liegen lassen." Dennoch war er "auf jeden Fall zufrieden". Kein Wunder: Besser war Straßer in einem Spezialslalom nur ein einziges Mal - als Fünfter in Schladming im Januar 2015. Straßer (0,89 Sekunden zurück), der mit der hohen Startnummer 47 in das Flutlichtrennen gegangen war, holte als einziger deutscher Starter Weltcup-Punkte. Die anderen fünf Athleten des Deutschen Skiverbandes (DSV) um den früheren WM-Zweiten Fritz Dopfer hatten das Finale der Top 30 klar verpasst. Kristoffersen übernahm im Winterwunderland nördlich des Polarkreises das Zepter des zurückgetretenen Dominators Marcel Hirscher. Im ersten Slalom seit dem Karriereende des Österreichers (und von Felix Neureuther) holte der 25-Jährige seinen 19. Weltcupsieg. Platz zwei ging an den Franzosen Clement Noel (+0,09) vor Daniel Yule (Schweiz/+0,18)

Tennis: Roger Federer und Alexander Zverev haben bei ihrem Showkampf in Mexiko einen Zuschauerrekord aufgestellt. Nach Angaben der Veranstalter verfolgten 42 517 Tennis-Fans die Partie des 37 Jahre alten Schweizers gegen seinen 16 Jahre jüngeren deutschen Gegner. Federer siegte in der größten Stierkampfarena der Welt mit 3:6, 6:3, 6:2 und war danach völlig begeistert. "Ich werde diesen magischen Abend in Mexico City mit Alexander Zverev nie vergessen", schrieb der Rekord-Grand-Slam-Sieger bei Twitter. "Wir haben zusammen den Rekord gebrochen. Es lebe Mexiko!" Zum Abschluss ihrer Reise durch Südamerika steht am Sonntag noch ein Duell in Ecuador an.

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