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Fußball in England:Mertesacker verlängert bei Arsenal

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Vereint in Highbury: Per Mertesacker bleibt beim FC Arsenal.

(Foto: AFP)

Der Nationalverteidiger bleibt für längere Zeit in London. Der DFB entlässt die Nachwuchs-Coaches der U18 und U16. Kapitän Carles Puyol verlässt im Sommer überraschend den FC Barcelona.

Fußball, England: Per Mertesacker bleibt ein Gunner: Der 29 Jahre alte Abwehrspieler hat seinen 2015 auslaufenden Vertrag beim FC Arsenal vorzeitig verlängert. Über die Dauer des neuen Kontrakts machte der Spitzenklub aus der englischen Premier League zunächst keine Angaben. "Es war für mich eine einfache Entscheidung. Ich fühle mich sehr wohl und erfahre eine tolle Unterstützung. Das ist ein fantastischer Klub. Wir werden alles dafür tun, um Titel zu gewinnen. Ich bin stolz, ein Gunner zu sein", sagte Mertesacker, der sich derzeit mit der deutschen Nationalmannschaft auf das Länderspiel am Mittwoch in Stuttgart gegen Chile vorbereitet.

Derzeit ist der 95-malige Nationalspieler sogar Kapitän beim FC Arsenal, der zuletzt das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Bayern München 0:2 verloren hatte. 2011 war der Innenverteidiger von Werder Bremen nach England gewechselt. Neben Mertesacker spielen auch die Nationalteamkollegen Mesut Özil und Lukas Podolski bei Arsenal.

Fußball, Spanien: Die Ära von Kapitän Carles Puyol beim spanischen Fußball-Meister FC Barcelona geht nach 19 Jahren im Sommer überraschend zu Ende. Das verkündete der 35-Jährige am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Der Innenverteidiger und die Katalanen einigten sich demnach auf eine vorzeitige Auflösung des bis Sommer 2016 datierten Vertrags. "Nach den letzten zwei Operationen war es schwieriger als von mir selbst und den Ärzten erwartet, wieder mein Level zu erreichen, das ich benötige, um hier zu bestehen. Das ist der Grund für meine Entscheidung", sagte der 100-malige Nationalspieler. In den letzten Jahren hatten Puyol immer wieder Verletzungen zurückgeworfen, dreimal wurde er am Knie operiert. Puyol war 1995 im Alter von 17 Jahren zum FC Barcelona gekommen und hat seit seinem Profidebüt 1999 fast 400 Spiele für den Klub absolviert. Unter anderem feierte der Weltmeister sechsmal den Gewinn der spanischen Meisterschaft und gewann dreimal die Champions League. Seinen Vertrag hatte Puyol im Januar vergangenen Jahres bis 2016 verlängert.

Fußball, Nachwuchs: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird sich im Zuge einer Umgestaltung im Trainerbereich von U18-Coach Christian Ziege (42) und U16-Trainer Stefan Böger (47) trennen. Die im Sommer auslaufenden Verträge mit dem Europameister von 1996 bzw. dem Ex-Profi werden nicht verlängert. Eine entsprechende Meldung der Sport Bild bestätigte der DFB dem Sport-Informations-Dienst (SID) am Dienstag auf Anfrage. In beiden Fällen liege es "überhaupt nicht an den Personen, beide haben in den vergangenen Jahren sehr gute Arbeit für uns geleistet", sagte DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock der Sport Bild und erklärte: "Wir werden im Trainerbereich konzeptionell etwas umstellen."

Gerade im Bereich der 15- bis 17-Jährigen will der Verband neue Wege gehen. "In diesen Altersklassen gibt es spezielle Herausforderungen, und wir haben hier einen großen Fundus von topausgebildeten Trainern aus den Bundesliga-Leistungszentren, auf die wollen wir zugehen", kündigte Sandrock an. Ziel des DFB im Nachwuchsbereich ist jetzt erst einmal die Qualifikation der U21-Nationalmannschaft für die EM 2015 in Tschechien. "Und wir wollen unter die besten drei oder vier kommen und bei Olympia 2016 in Rio dabei sein", meinte Sandrock weiter. Grundvoraussetzung dafür sei, dass die besten Spieler abgestellt werden. Diesem Thema soll sich der neue Sportdirektor Hansi Flick nach der WM in Brasilien verstärkt widmen und diesbezüglich einen regen Austausch mit den Klubs führen.

Basketball, NBA: LeBron James hat seiner glanzvollen Basketball-Karriere in der NBA einen weiteren Superlativ hinzugefügt. Dem 29 Jahre alten Forward der Miami Heat gelangen am Montagabend (Ortszeit) beim 124:107-Erfolg des Titelverteidigers über die Charlotte Bobcats sagenhafte 61 Punkte. Damit verbesserte James seinen bisherigen persönlichen Bestwert um fünf Punkte. Am 20. März 2005 waren ihm für Cleveland gegen Toronto 56 Zähler in einer Partie gelungen. Die Rekordmarke für Miami hielt seit 1995 Glen Rice, dem gegen Orlando ebenfalls 56 Punkte gelungen waren. In der Tabelle der Eastern Conference belegen die Heat weiterhin Rang zwei hinter den Indiana Pacers

Eishockey, NHL: Die Eishockey-Nationalspieler Christian Ehrhoff und Alexander Sulzer haben mit ihren Buffalo Sabres in der nordamerikanischen Profiliga NHL nach drei Siegen in Serie wieder eine Niederlage kassiert. Das NHL-Schlusslicht, das keine Aussichten mehr auf einen Play-off-Platz hat, unterlag bei den Dallas Stars mit 2:3. Ehrhoff erhielt 22:17 Minuten Eiszeit, Sulzer kam nicht zum Einsatz. Für Dallas-Coach Lindy Ruff war es der 600. Sieg in der NHL, und das ausgerechnet gegen den Klub, den der Kanadier von 1997 bis 2013 betreut hatte.

Bundesliga, VfB Stuttgart: Der VfB Stuttgart wird am Dienstagnachmittag über die Personalie Thomas Schneider beraten. Aufsichtsrat und Vorstand des schwäbischen Fußball-Bundesligisten kommen nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa ab 14.00 Uhr zusammen. Es ist eine turnusmäßige Sitzung, auf der Tagesordnung steht allerdings auch die sportliche Situation und damit die Zukunft des 41 Jahre alten Trainers. In der Causa Schneider sind die Gremien dem Vernehmen nach gespalten. Nach acht Niederlagen in Serie ist der Coach, der das Training ab 10.00 Uhr leiten soll, stark in die Kritik geraten. Der VfB ist nur Tabellen-15. und bangt um den Klassenverbleib.

Paralympics, Russland: Trotz der Krise um die Schwarzmeerhalbinsel Krim laufen die Vorbereitungen auf die Paralympics im russischen Sotschi mit Hochdruck weiter. "Wir liegen im Plan, es gibt keine Probleme", sagte der zuständige Vizeregierungschef Dmitri Kosak am Montag bei einem Treffen mit Ministerpräsident Dmitri Medwedew. "Wir sind voll davon überzeugt, dass die Paralympics auf demselben hohen Organisationsniveau stattfinden werden wie die Olympischen Winterspiele", sagte Kosak der Agentur Interfax zufolge.

Bisher seien 38 von insgesamt 45 Mannschaften bereits im Schwarzmeerort Sotschi angekommen, betonte der Vizepremier. Zuletzt hatte aber der britische Prinz Edward einen Besuch der Paralympics (7. bis 16. März) wegen der Ukraine-Krise abgesagt. Auch will die britische Regierung keine Vertreter schicken. Medwedew kündigte an, Russland werde sich von seiner besten Seite präsentieren. Alle Gäste dürften sich auf weltweit gültige Standards etwa zur Barrierefreiheit freuen. Sotschi liegt rund 450 Kilometer Luftlinie östlich von der Krim.

© SZ.de/sid/dpa/ebc
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