Fußball im Fernsehen Fans könnten zwei Abos brauchen

Ob das so sein wird, ist offen. Weil das Kartellamt hier auf einen zweiten Interessenten drängt, um mehr Wettbewerb zu garantieren, wird Sky wohl nicht mehr wie bisher alle Rechte kaufen können. Bislang wirbt der Sender, der im Besitz des Medienunternehmers Rupert Murdoch ist, mit dem Slogan "Alle Spiele, alle Tore". Das wird sich künftig ändern.

So könnte es beispielsweise sein, dass die Live-Partien am Freitag oder am Montag von einem anderen Bezahlsender oder auf bezahlpflichtigen Internetplattformen zu sehen sein werden. Fußballfans, die alle Spiele sehen wollen, brauchen dann möglicherweise zwei Abos und gegebenenfalls auch zwei Decoder. Das würde die Angelegenheit teurer und komplizierter machen. "Wenn man nach Konkurrenz, also einem zweiten Anbieter, schreit, kann das dazu führen, dass man künftig mit einem Abo nicht mehr alle Spiele sieht", sagte Seifert am Mittwoch.

Steigt die Telekom wieder ein?

Wer gemeinsam mit Sky zum Zug kommen könnte, ist offen. Als Favorit wird vor allem John Malone gehandelt, dem über seine Discovery-Gruppe neuerdings auch der Spartensender Eurosport gehört. Discovery hat sich bereits die Fernsehrechte an den Olympischen Spielen 2018 bis 2024 gesichert. Zudem gehört Malone das Kabelunternehmen Unity Media, das in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg aktiv ist.

Interessiert sein könnte auch Vodafone, die Briten haben gerade Kabel Deutschland gekauft, mit rund neun Millionen Kabelhaushalten in Deutschland. Die Deutsche Telekom hatte bereits vor einigen Jahren die Rechte gekauft ("Liga total") und sich wieder zurückgezogen.

Der große Poker ist also schon im Gange. DFL-Mann Seifert, seit zehn Jahren im Amt, kennt das Geschäft. Auf ihn ist Verlass: Er hat schon bei den vergangenen vier Malen den Preis hochgetrieben.

FC Bayern München Stimmung beim FC Bayern ist "nicht gut"

FC Bayern München

Stimmung beim FC Bayern ist "nicht gut"

Ein frustrierter Bayern-Spieler äußert sich zum Zustand der Mannschaft - und geht Pep Guardiola hart an.   Von Benedikt Warmbrunn