Fußball:Haaland hofft auf baldige Rückkehr

Lesezeit: 7 min

Der BVB-Stürmer spricht über seine Verletzung. Ashleigh Barty erreicht das Finale der Australian Open. DFB-Kapitänin Alexandra Popp muss erneut am Knie operiert werden.

Meldungen im Überblick

Fußball, BVB: Erling Haaland geht nach seiner Verletzung von einem schnellen Comeback aus. "Es sieht gut aus. Ich trainiere bereits wieder sehr gut", sagte Haaland am Mittwoch im Interview mit Sky und prognostizierte: "Ich werde bald zurück sein." Damit könnte der 21-Jährige im Top-Spiel gegen Bayer Leverkusen am 6. Februar vielleicht wieder zur Verfügung stehen. Der norwegische Fußball-Nationalspieler hatte sich am vergangenen Samstag im Duell gegen die TSG 1899 Hoffenheim nach Medieninformationen einen Muskelfaserriss zugezogen. Die Dortmunder bestätigten diese Diagnose bisher nicht und sprachen in einer Mitteilung lediglich von "muskulären Problemen, die allerdings einer Behandlung sowie weiterer Untersuchungen in den kommenden Tagen bedürfen." Haaland, der sich beim 3:2-Sieg am Samstag in Hoffenheim verletzte, hatte seinem Team bereits in der Hinrunde zweimal aufgrund von Muskelverletzungen gefehlt.

Tennis, Australian Open: Als erste australische Tennisspielerin seit 42 Jahren hat die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty das Endspiel der Australian Open erreicht. Die 25-Jährige gewann ihr Halbfinale beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison am Donnerstag in Melbourne mit 6:1, 6:3 gegen Madison Keys aus den USA. Im Endspiel am Samstag kann Barty als erste Australierin seit Chris O'Neil 1978 den Titel gewinnen. Final-Gegnerin ist die Amerikanerin Danielle Collins, die die polnische Top-Ten-Spielerin und French-Open-Siegerin von 2020 Iga Swiatek mit 6:4, 6:1 bezwang.

Wimbledonsiegerin Barty war als große Favoritin ins Turnier gegangen, auf ihrem Weg ins Finale gab die 25-Jährige keinen einzigen Satz ab. Bartys bestes Ergebnis in Melbourne war bisher der Halbfinaleinzug 2020, als sie gegen die spätere Siegerin Sofia Kenin (USA) verlor. Seit Wendy Turnbull 1980 hatte keine Australierin mehr das Finale erreicht.

Fußball: Nationalteam-Kapitänin Alexandra Popp muss nur vier Tage nach ihrem Comeback erneut am Knie operiert werden. Das teilte ihr Verein VfL Wolfsburg am Donnerstag mit. Die 30 Jahre alte Mittelfeldspielerin hatte nach ihrem 45-minütigen Einsatz am Sonntag beim Testspiel gegen Eintracht Frankfurt über Schmerzen im rechten Knie geklagt. Bei einer MRT-Untersuchung wurde dann ein gelöstes Knorpelfragment festgestellt, das nach Angaben des VfL bereits an diesem Donnerstag operativ entfernt wird.

Popp hatte erst im vergangenen Jahr einen Knorpelabriss an der Kniescheibe erlitten und danach acht Monate pausieren müssen. Jetzt wird erneut mit einer Ausfallzeit von mehreren Wochen gerechnet. Ihr großes Ziel ist die Teilnahme an der Europameisterschaft vom 6. bis 31. Juli in England.

Fußball, Italien: Nationalspieler Robin Gosens ist bei Inter Mailand eingetroffen und unterzieht sich am Donnerstagvormittag dem Medizincheck. Am Nachmittag solle er seinen Vertrag unterzeichnen, berichtet die Gazzetta dello Sport. Dem Bericht zufolge lässt sich der italienische Meister den Linksverteidiger von Atalanta Bergamo 27 Millionen Euro kosten, Gosens soll künftig drei Millionen Euro pro Jahr verdienen. Gosens soll Ende Februar endlich sein Comeback geben, seit Ende September ist er wegen einer langwierigen Oberschenkelverletzung außen vor. Inter zeigt anscheinend auch Interesse am deutschen Nationalspieler Matthias Ginter von Borussia Mönchengladbach.

Fußball, DFB: Nationaltorhüterin Almuth Schult hat dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) Intransparenz und mangelnden Willen zur Erneuerung vorgeworfen. "Ich habe immer gedacht, ich weiß, wie der DFB funktioniert, aber ich wusste es nicht", sagte die 30-Jährige im kicker-Podcast "FE:male view on football": "Es wird noch 100 Jahre dauern, bis Frauen eine Chance haben, eine Satzungsänderung beim DFB zu bewirken." Gemeinsam mit der Initiative "Fußball kann mehr" habe sie versucht, eine Satzungsänderung beim DFB vorzuschlagen, die eine Doppelspitze ermöglicht hätte. "Es ist verrückt: Man tut so nach außen, als ob man uns zuhört und dass es toll ist, was wir machen. Aber wenn man direkt mit Menschen spricht, kommt oft zurück: 'Ihr müsst erstmal 20 Jahre Verbandsarbeit machen, um zu verstehen, wie das geht und müsst euch erstmal das Recht verdienen, mitzuentscheiden.'"

Mit der Initiative habe sie "mit mehreren Landesverbänden, Regionalverbänden, dem DFB und DFL-Präsidium gesprochen - und niemand war der Meinung, dass eine Satzungsänderung gut ist", berichtete Schult: "Es hieß: 'Wir brauchen keine Doppelspitze.' Und deshalb wurde unser Antrag nicht weitergereicht auf den DFB-Bundestag." Nur unter der Bedingung, eine Doppelspitze zu ermöglichen, hätte sich eine Frau aus der Initiative für die Wahl des DFB-Präsidenten aufstellen lassen, so Schult.

Die für dem 11. März angesetzte Wahl sei von Intransparenz gekennzeichnet. "Niemand weiß offiziell, welche Delegierten dort hinkommen. Niemand weiß, wie sie bestimmt und gewählt werden. Und das beim größten Sport-Fachverband der Welt", führt sie aus: "Das finde ich bedenklich."

Fußball, Gianni Infantino: Der Fifa Präsident ist nach seiner abstrusen Afrika-Aussage zur Verteidigung seiner umstrittenen WM-Pläne zurückgerudert. "Bestimmte Bemerkungen" schienen "falsch interpretiert" und "aus dem Zusammenhang gerissen" zu sein, hieß es in einem Statement, das der Fußball-Weltverband nach der Rede des Schweizers am Mittwoch vor dem Europarat in Straßburg veröffentlichte. Er wolle "klarstellen, dass die allgemeinere Botschaft in meiner Rede war, dass jeder in einer Entscheidungsposition in der Verantwortung steht, zur Verbesserung der Situation der Menschen auf der ganzen Welt beizutragen", sagte Infantino in der Mitteilung. Es sei "ein allgemeiner Kommentar" gewesen, der nicht direkt mit den Plänen einer Verkürzung des WM-Rhythmus auf zwei Jahre in Verbindung gestanden habe.

"Wir müssen die gesamte Welt miteinbeziehen. Wir können dem Rest der Welt nicht sagen: Gebt uns euer Geld und eure Spieler - und schaut am Fernseher zu", hatte Infantino am Mittwoch gesagt, nachdem er auf seine WM-Idee zu sprechen gekommen war. Er führte weiter aus: "Wir müssen den Afrikanern Hoffnung geben, damit sie nicht mehr über das Mittelmeer kommen müssen, um vielleicht ein besseres Leben zu finden oder, wahrscheinlicher, den Tod im Meer." Zudem hatte Infantino vor dem Europarat erneut den wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik stehenden WM-Gastgeber Katar verteidigt und Berichte über Tausende Todesfälle auf den Baustellen zurückgewiesen.

Fußball, Markus Anfang: Im Zuge des Skandals um seinen vermeintlich gefälschten Impfausweis ist Markus Anfang, 47, vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für ein Jahr gesperrt worden. Zudem muss der ehemalige Trainer des Zweitligisten Werder Bremen 20000 Euro Strafe zahlen. Das Berufsverbot von Anfang gilt rückwirkend ab dem 20. November. Sein ehemaliger Co-Trainer Florian Junge wurde mit einer Sperre von zehn Monaten sowie einer Geldstrafe von 3000 Euro belegt. Das gab der DFB am Mittwoch bekannt.

"Markus Anfang und Florian Junge haben durch ihr Handeln in erheblichem Maße gegen die Vorbildfunktion als Trainer verstoßen", sagte Hans E. Lorenz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts: "Im Hinblick auf ihre abgelegten Geständnisse ist es aber gerechtfertigt, einen Teil der Sperre zur Bewährung auszusetzen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, zur Saison 2022/2023 ein neues Engagement einzugehen." Bei Anfang wird die Sperre ab dem 10. Juni zur Bewährung bis zum 30. Juni 2023 ausgesetzt, bei Jung ab dem 1. Juni.

Anfang hatte zuletzt zugegeben, mit einem gefälschten Impfzertifikat getäuscht zu haben. "Er hat eingeräumt, einen falschen Impfausweis vorgelegt zu haben", sagte der Bremer Oberstaatsanwalt Frank Passade Anfang Januar. Im Zuge der Affäre war Anfang im November in Bremen zurückgetreten. Sein Nachfolger wurde Ole Werner.

Anfang und Junge haben sich laut DFB-Mitteilung im Spätsommer 2021 "jeweils einen gefälschten Impfausweis besorgt, der sie unzutreffend als 'zweifach gegen das Coronavirus geimpft' auswies". Diesen hätten sie dann bei Werder vorgelegt, "sodass sie ab dem frühen Herbst nicht mehr an den im DFB-/DFL-Hygienekonzept vorgeschriebenen Testungen von Werder Bremen teilnahmen. Zudem legten beide den gefälschten Impfausweis auch dem Bremer Gesundheitsamt vor, um sich infolge des Kontakts mit dem damals an Corona erkrankten Bremer Spieler Marco Friedl der gesetzlich vorgeschriebenen Quarantäne zu entziehen."

Bundesliga, FC Bayern: Nationalspieler Niklas Süle verlässt den FC Bayern München zum Saisonende. Die Verhandlungen mit Süle hätten sich "sehr lange Zeit hingezogen, und wir haben ihm ein Angebot gemacht, dieses Angebot hat er nicht angenommen", sagte Vorstandschef Oliver Kahn am Mittwoch. Abwehrspieler Süle war im Sommer 2017 von der TSG 1899 Hoffenheim für rund 20 Millionen Euro zu den Münchnern gewechselt. Der 26-Jährige ist nun im Sommer ablösefrei.

Der FC Bayern beschäftigt sich längst mit Alternativen für die Innenverteidigung. Kahn verwies auch auf Lucas Hernandez oder Benjamin Pavard aus dem aktuellen Kader, die zentral verteidigen können. Es gebe "sehr viele Möglichkeiten, aber ganz klar muss sich der FC Bayern immer mit Spielern beschäftigen, wenn uns einer verlässt", sagte er. Zuletzt wurde unter anderen über Antonio Rüdiger und Andreas Christensen vom FC Chelsea spekuliert. Beide Profis sind im Sommer ebenfalls ablösefrei.

Sportpolitik, DOSB: Der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer (CSU) hat sein Amt als Vizepräsident im Deutschen Olympischen Sportbund zurückgegeben. Das teilte der DOSB am Mittwoch mit. Der 48-Jährige war auf der Mitgliederversammlung am 4. Dezember ins Präsidium gewählt worden, hätte aber nach dem Ende seiner Aufgabe als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium eine zwölfmonatige Karenzzeit abwarten müssen, ehe er das Ehrenamt im DOSB ausführen darf. Mayer war zuletzt zum sportpolitischen Sprecher der Unions-Parteien ernannt worden.

Das DOSB-Präsidium "wird sich mit den Konsequenzen" des Rückzuges "auf seiner nächsten regulären Sitzung im März befassen", hieß es in der Stellungnahme des Sport-Dachverbandes. "Mit Stephan Mayer, dem ich auch an dieser Stelle nochmal für seine Bereitschaft, sich ehrenamtlich im DOSB zu engagieren, danken möchte, bin ich mir einig, dass wir auch in der neuen Konstellation eine gute und konstruktive Zusammenarbeit zum Wohl des Sports in Deutschland pflegen werden", sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert. Dem Gremium um den langjährigen Tischtennis-Funktionär gehören derzeit nur noch drei Vizepräsidentinnen und ein Vizepräsident an: Verena Bentele, Kerstin Holze, Miriam Welte und Oliver Stegemann. Wie Weikert waren sie im Dezember in Weimar neu ins Präsidium gewählt worden.

Tennis: US-Open-Gewinner Daniil Medwedew hat ein drohendes Viertelfinal-Aus bei den Australian Open der Tennisprofis abgewendet. Nach einem 0:2-Satz-Rückstand und einem abgewehrten Matchball gewann die Nummer zwei der Welt in Melbourne gegen den Kanadier Felix Auger-Aliassime 6:7 (4), 3:6, 7:6 (2), 7:5, 6:4. Damit zog Medwedew ins Halbfinale ein und trifft dort am Freitag auf den griechischen Weltranglisten-Vierten Stefanos Tsitsipas. In der anderen Vorschlussrunden-Begegnung spielt der 20-malige Grand-Slam-Turniersieger Rafael Nadal aus Spanien gegen den italienischen Wimbledon-Finalisten Matteo Berrettini um den Einzug ins Endspiel.

Olympia: Die große Anreisewelle der deutschen Athleten zu den Olympischen Winterspielen in Peking beginnt am Wochenende. Die beiden Fahnenträger-Kandidaten Claudia Pechstein (Eisschnelllauf) und Francesco Friedrich (Bob) fliegen am Samstag von Frankfurt aus mit insgesamt 144 Athleten, Trainern und Betreuern nach China. Dies bestätigte der Deutsche Olympische Sportbund am Mittwoch. Zwei Tage später wird der nächste DOSB-Tross mit 97 Personen aufbrechen. Die letzte größere Delegation macht sich am Dienstag mit 92 Teilnehmern auf den Weg zu den Peking-Spielen, die am 4. Februar eröffnet werden. Insgesamt wurden 149 Olympia-Starter nominiert.

Corona-Maßnahmen: Die südlichen Bundesländer gehen in der Zuschauerfrage für die Profiligen weiter voran. Nach Bayern beschloss als zweites Bundesland Baden-Württemberg weitreichende Öffnungen für die Stadien und Hallen. Demnach sind gemäß der Beschlüsse vom Mittwoch bei Großveranstaltungen mit der 2G-Plus-Regel künftig bis zu 6000 Zuschauer erlaubt. Bei Events mit 2G-Regelung ist die Zahl bei 3000 gedeckelt.

Generell dürfen die Arenen maximal zur Hälfte ausgelastet werden, dabei sind höchstens 10 Prozent Stehplätze zugelassen. Bislang waren in 2022 in Baden-Württemberg lediglich Sportveranstaltungen mit bis zu 500 Besuchern erlaubt. Am Dienstag beschloss bereits Bayern einen Sonderweg und kündigte die Zulassung von bis zu 10000 Fans an. Die Bund-Länder-Beratungen hatten am Montag keine einheitlichen neuen Regelungen ergeben.

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