Tour de FranceKristoff sprintet zum Sieg auf dem Champs-Élysées

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Gewinnt die letzte Etappe der Tour de France: Alexander Kristoff.
Gewinnt die letzte Etappe der Tour de France: Alexander Kristoff.
AFP

Der Norweger gewinnt vor John Degenkolb. Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge prangert ein "Rumgeeiere" bei 50+1 an. Bart Aernouts und Sarah Crowley siegen beim Ironman in Hamburg.

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Tour de France: Radprofi Geraint Thomas aus Wales hat die 105. Tour de France gewonnen und den Titelverteidiger Chris Froome entthront. Thomas (32) holte bei seinem ersten Tour-Triumph für das dominierende britische Team Sky den sechsten Erfolg in sieben Jahren. Froome (33), hinter dem Niederländer Tom Dumoulin auf Gesamtrang drei, verpasste seinen fünften Sieg bei der Frankreich-Rundfahrt und auch das seltene Double aus Giro d'Italia und Tour. Die 21. und letzte Etappe des wichtigsten und größten Radrennens der Welt gewann der Norweger Alexander Kristoff nach 116 km in Paris auf dem Prachtboulevard Champs Elysees vor John Degenkolb (Gera). Degenkolb gelang auf dem neunten Abschnitt der einzige Tagessieg dieser Tour-Ausgabe für die mit hohen Erwartungen angetretenen deutschen Radprofis.

Bundesliga, 50+1: Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge sorgt sich um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Fußball-Bundesliga und hat in einer Brandrede eine Öffnung des Marktes gefordert. Der 62-Jährige beklagte zum Abschluss der USA-Reise des deutschen Rekordmeisters am Sonntag in Miami ein "Rumgeeiere" um die 50+1-Regel. Nach dieser Vorschrift ist es Kapitalanlegern im deutschen Fußball nicht möglich, die Stimmenmehrheit bei Kapitalgesellschaften zu übernehmen, in die Vereine ihre Profimannschaften ausgegliedert haben. "Keiner will den Schwarzen Peter in der Hand haben, den Markt freigegeben zu haben."

In Spanien, in England, in Italien, in Frankreich würden diese Dinge anders gesehen und anders gehandhabt, betonte Rummenigge: "Entweder wir gehen diesen Weg mit, oder wir werden irgendwann alle eine Zeche zahlen." Gerade der FC Bayern definiert sich über den internationalen Status. Eine finanzkräftige Bundesliga wäre dabei hilfreich.

Triathlon: Der Belgier Bart Aernouts und die Australierin Sarah Crowley sind bei der zweiten Auflage des Ironman in Hamburg zu souveränen Siegen gestürmt. Der 34-jährige Aernouts setzte sich am Sonntag nach einem Sechs-Kilometer-Lauf, 180 Kilometer auf dem Rad und dem abschließenden Marathon vor dem Briten Joe Skipper und dem Vorjahressieger James Cunnama aus Südafrika durch. Im Ziel hatte Aernouts nach 7:05:26 Stunden über sieben Minuten Vorsprung auf Skipper. Bester Deutscher wurde auf Rang fünf Franz Löschke, der damit bei seinem ersten Start auf der Langdistanz deutscher Meister wurde.

Ähnlich überlegen wie Aernouts war Sarah Crowley. Die 35-Jährige lag im Ziel auf dem Rathausmarkt in Hamburg über fünf Minuten vor Katharina Grohmann. Die 31-Jährige aus Bad Vilbel sicherte sich damit wie Löschke den deutschen Meister-Titel über die Langdistanz. Vorjahressiegerin Daniela Sämmler aus Darmstadt konnte auf der Marathonstrecke nicht mehr mithalten und wurde Fünfte. Im Ziel hatte sie mehr als eine Stunde Rückstand auf Crowley.

Wegen der Gefährdung durch giftige Blaualgen in der Alster war das Schwimmen gestrichen und durch den Sechs-Kilometer-Lauf zum Auftakt ersetzt worden. Damit stand für die Profis und etwa 2300 Amateure ein Duathlon statt eines Triathlons an.

© SZ.de/dpa/sid - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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