Fußball - Frankfurt am Main:Eintracht will ersten Sieg bei Hertha BSC

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Fußball - Frankfurt am Main: Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild
Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nach den misslungenen Kräftemessen des Europa-League-Siegers Eintracht Frankfurt in der Fußball-Beletage soll nun erstmal das Fundament für eine erfolgreiche Saison geschaffen werden - endgültig ohne Filip Kostic. "Der Supercup war der endgültige Abschluss der letztjährigen Europareise", sagte der Österreicher nach der 0:2 gegen Real Madrid und vor der Auswärtspartie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Hertha BSC. "Jetzt liegt der totale Fokus auf der Bundesliga."

Nach dem Eröffnungsspiel-Debakel gegen Bayern München (1:6) soll nun an der Spree das Gerede von einem Fehlstart der aufstrebenden Hessen im Keim erstickt werden. "Wir wollen in Berlin den ersten Bundesligasieg feiern und nicht so lange darauf warten müssen wie in der Vorsaison", sagte Glasner.

In der Spielzeit 2021/22 gelang der Eintracht erst am 7. Spieltag der erste Erfolg - immerhin beim FC Bayern. Allerdings konnten die Frankfurter saisonübergreifend keines der vergangenen neun Bundesliga-Spiele gewinnen - in diese Zeit fiel aber auch der Triumph in der Europa League.

Das Kapitel Europacup kann auch aus einem anderen Grund zunächst zu den Akten gelegt werden. Der Wechsel von Europa-League-Held Filip Kostic zum italienischen Rekordmeister Juventus Turin ist am Freitag offiziell besiegelt worden. Beide Clubs haben Einigung über einen sofortigen Transfer erzielt. Der Vertrag des Mittelfeldakteurs am Main wäre am Ende der Saison 2022/23 ausgelaufen. Kostic war vier Jahre am Main und bringt der Eintracht eine Ablösesumme von mindestens 12 Millionen Euro ein.

Nichts sagen wollte der Coach zu einer Neuverpflichtung für den serbischen Nationalspieler, der das Spielsystem der Eintracht wesentlich geprägt hat. Im Gespräch ist der Norweger Ola Solbakken, der allerdings mit einer Schulterverletzung laboriert. Dagegen sollen die Frankfurter vor der Verpflichtung von Linksverteidiger Luca Pellegrini stehen. Der 26-jährige Profi könnte im Zuge des Kostic-Wechsels von Juventus an die Eintracht ausgeliehen werden.

Nach dem Supercup-Spiel am Mittwoch in Helsinki blieb den Spielern von Glasner nur wenig Zeit zur Regeneration. Deshalb beschränkte sich der Coach am Freitag auf ein kurzes Training und kündigte eine Rotation auf einigen Posten an. "Es kann durchaus sein, dass der eine oder andere Neue in der Startelf steht, weil sie es sich verdient hätten und nach ihren Einwechslungen überzeugt haben", sagte Glasner. So dürfte Ex-Weltmeister Mario Götze, der gegen Real nur eingewechselt wurde, in die Startelf rücken.

Auch im Sturm könnte es eine Veränderung geben. Für Rafael Borré wären die Neuzugänge Lukas Alario oder Randal Kolo Muani Alternativen. Fehlen werden die Langzeitverletzten Aurélio Buta und Jérôme Onguéné. "Alle anderen sind fit und einsatzfähig", so Glasner.

Eine Einsatzgarantie gab er Christopher Lenz, der gegen Real Madrid passabel den Flügeldribbler Kostic ersetzte. "Wenn sich Chris Lenz gut fühlt, wird er wieder auf der linken Seite beginnen", kündigte Glasner an. "Er hat es gegen Real Madrid gut gemacht."

© dpa-infocom, dpa:220812-99-364041/4

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