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Fußball - Frankfurt am Main:Debatte um Salut-Jubel: FSV Mainz 05 sensibilisiert Spieler

Mainz (dpa) - Der FSV Mainz 05 hat vor dem Bundesliga-Wochenende den viel kritisierten Salut-Jubel von türkischen Fußballern bei seinen Profis angesprochen. "Für uns ist auch klar, dass wir die Spieler für eine solche Thematik sensibilisieren und darauf hinweisen, was da passiert ist", sagte Sportvorstand Rouven Schröder am Donnerstag und erklärte: "Wir haben klare Regeln von der UEFA, dass wir bei sämtlichen Spielen und Auftritten einen Verhaltenskodex haben, der politische Äußerungen verbietet."

Türkische Nationalspieler hatten in den vergangenen Tagen wiederholt beim Torjubel einen militärischen Gruß gezeigt. Ihr politisches Bekenntnis zum Militäreinsatz türkischer Streitkräfte in Nordsyrien zur Bekämpfung der Kurdenmiliz YPG wird international kritisiert. In unteren Spielklassen in Deutschland gab es bereits Nachahmer.

"Das sind nicht unsere Werte. Wie die UEFA schon sagt, sind keine politischen Äußerungen zu tätigen und dafür stehen wir auch. Es ist ja klar, dass wir als Verein gegen jede Art von Krieg sind und auch die Grundwerte, ein friedvolles und respektvolles Miteinander, bei uns in der Satzung und der Struktur verankert sind." Die Spieler würden sensibilisiert, "insbesondere was soziale Netzwerke betrifft". Die Mainzer haben wie mehrere andere Bundesliga-Clubs Spieler mit türkischen Wurzeln.