Fußball Fifa plant Klub-WM mit 24 Teams ab 2021

Gianni Infantino möchte für eine erweiterte Club-WM vorerst auf die globale Nations League verzichten.

(Foto: REUTERS)

Gianni Infantino pocht auf eine neue Reform. Denise Herrmann verzichtet bei der Biathlon-WM auf ihren Start im Einzel. Dirk Nowitzki verliert und verliert.

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Int. Fußball, Klub-WM: Im Funktionärsstreit um neue Fußball-Wettbewerbe stehen die Zeichen offenbar auf Einführung einer erweiterten Klub-WM von 2021 an. Wie das ZDF in seiner "Sportreportage" am Sonntag berichtet, will FIFA-Chef Gianni Infantino dafür vorerst auf die von ihm ebenfalls propagierte globale Nations League verzichten. Das Konzept, das demnach bei der Sitzung des FIFA-Councils am kommenden Freitag in Miami verabschiedet werden soll, sieht vor, dass erstmals im Sommer in zwei Jahren 24 Teams die Klub-WM ausspielen, zwölf davon aus Europa.

Bislang findet der Wettbewerb ohne große internationale Resonanz im Dezember mit sieben Mannschaften statt. Der Wettbewerb würde den Confederations Cup ersetzen, der letztmals mit Deutschland als Sieger 2017 in Russland stattfand. "Ja, so wird es kommen, wir wollen die neue Klub-WM verabschieden und werden diese Entscheidung treffen", bestätigte das brasilianische FIFA-Ratsmitglied Fernando Sarney dem ZDF. Die europäischen Mitglieder im Council um DFB-Chef Reinhard Grindel und UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hatten sich bislang erfolgreich gegen die Vermarktungspläne von Infantino gewehrt. Offenbar vom Tisch ist die umstrittene Offerte über 25 Milliarden Dollar eines offiziell weiter nicht namentlich genannten Konsortiums für die Rechte an Klub-WM und Nations League.

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Sie war Langläuferin, wechselte dann zum Biathlon, musste das Schießen lernen - und jetzt ist Denise Herrmann Weltmeisterin. Dank eines perfekten Rennens.   Von Saskia Aleythe

Wintersport, Biathlon-WM: Die neue Verfolgungs-Weltmeisterin Denise Herrmann verzichtet bei der Biathlon-WM in Östersund auf einen Start im Einzel. Im schweren Rennen über 15 Kilometer am Dienstag (15.30 Uhr/ARD und Eurosport) wird der Deutsche Skiverband in Schweden durch Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier, Franziska Preuß, Franziska Hildebrand und Vanessa Hinz vertreten. Die siebenmalige Weltmeisterin Dahlmeier hat die Chance auf ihre dritte Medaille. Die 25-Jährige konnte in Sprint und Verfolgung jeweils Bronze gewinnen und tritt zum Start der zweiten WM-Woche als Titelverteidigerin an. Herrmann entschied sich am Tag nach ihrem ersten WM-Titel hingegen für eine Pause.

"Das ist ihre Entscheidung. Sie hätte von uns aus gesehen starten dürfen, weil sie die nötige Leistung gebracht hat", sagte Frauen-Bundestrainer Kristian Mehringer am Montag: "Sie will sich auf das nächste Wochenende konzentrieren." Nach Silber mit der Mixed-Staffel und dem Premieren-Gold habe die 30-Jährige aus Sachsen ihren Platz in der Frauen-Staffel am Samstag schon jetzt sicher, außerdem ist sie am Sonntag zum Abschluss der Titelkämpfe im Massenstart dabei. Über die weitere Besetzung der Staffel soll in den kommenden Tagen entschieden werden. "Wir haben da Gedanken im Kopf und schauen uns jetzt die nächsten Wettkämpfe noch an, dann werden wir das beste Team an den Start stellen", sagte Mehringer. Deutschland tritt als Weltmeister von 2017 in Hochfilzen als Titelverteidiger an.

Basektball, NBA: Basketball-Routinier Dirk Nowitzki hat mit den Dallas Mavericks in der nordamerikanischen NBA die fünfte Niederlage in Folge kassiert. Die Mavericks verloren am Sonntag (Ortszeit) das texanische Duell gegen die Houston Rockets knapp 93:94 (54:58). Der 40-jährige Nowitzki erzielte sechs Punkte in der Heimpleite seines Teams. Landsmann Maxi Kleber verbuchte mit zehn Punkten und elf Rebounds ein Double-Double. Der Topscorer der Partie war Houstons Eric Gordon (26 Punkte). Nachwuchscenter Isaiah Hartenstein stand nicht im Aufgebot der Rockets. Die Mavs liegen 16 Spiele vor dem Ende der regulären Saison auf dem vorletzten Platz in der Western Conference. Houston ist nach dem achten Sieg hintereinander Dritter im Westen.

2. Liga, Derby: Der HSV hat das Hamburger Stadtderby in der 2. Fußball-Bundesliga für sich entschieden. Dank der Treffer von Pierre-Michel Lasogga (32., 61.), Khaled Narey (53.) und Douglas Santos (88.) gewannen die Rothosen am Sonntag das Auswärtsspiel beim FC St. Pauli mit 4:0 (1:0). In der Tabelle bleibt der HSV auf Rang zwei, St. Pauli ist weiterhin Vierter. Nach einem schwachen Beginn auf beiden Seiten brachte Lasogga den HSV mit seinem elften Saisontor in Führung. Der Mittelstürmer reagierte nach einem Freistoß von Aron Hunt an die Latte am schnellsten und köpfte den Ball an St.-Pauli-Schlussmann Robin Himmelmann vorbei ins Tor.

Narey, nochmals Lasogga und Douglas Santos machten den Sieg perfekt. St. Pauli hatte durch Ryo Miyaichi (46.) und Sami Allagui (56.) gute Torchancen, die beide von HSV-Keeper Julian Pollersbeck pariert wurden. Schiedsrichter Felix Brych hatte die Partie vor 29 226 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion viermal kurzfristig unterbrochen, da in beiden Fanlagern Rauchtöpfe und Pyrotechnik gezündet wurden. In der 82. Minute mussten beide Teams kurzzeitig das Feld verlassen. Insgesamt waren rund um das Derby fast 2000 Polizisten im Einsatz. Der Mannschaftsbus des Hamburger SV wurde mit Farbbeuteln und Eiern beworfen.

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