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Fußball-EM:Popp schlägt gemeinsames Turnier vor

Fußball-Kapitänin Popp schlägt für Männer und Frauen Großturnier vor

Noch steht die Neuterminierung der Frauenfußball-Europameisterschaft 2021 im Zuge der Coronakrise aus, doch Alexandra Popp hätte da eine Idee. "Mein erster Gedanke war: Lasst doch die EM im gleichen Land mit der Männer-EM stattfinden, um ein Riesending daraus zu machen", sagte die Kapitänin des Fußball-Nationalteams. Die 29-jährige Stürmerin vom Serienmeister VfL Wolfsburg gibt allerdings zu, dass ein solches Co-Turnier bei der kommenden paneuropäischen Endrunde der Männer "natürlich schwierig" umzusetzen sei. Doch generell glaubt sie, dass ein gemeinsames Großevent dem Frauenfußball nützen könnte.

Solch ein Konzept wäre für Popp schon deswegen ein Versuch wert, weil es für den Stellenwert ihres Sports große Effekte nach sich ziehen könnte. "Man könnte viel Fanszenerie mitnehmen, viel Emotionen und Aufmerksamkeit", sagt Popp: "Das wäre eine Welle, auf der wir mit dem Frauenfußball mitschwimmen und einen Riesenmehrwert mitnehmen könnte."

Wegen der Coronavirus-Pandemie hat die Uefa die Männer-EM um ein Jahr in den Sommer 2021 verschoben und einen neuen Termin für die Frauen-EM in England angekündigt. Es zeichnet sich ab, dass das Turnier ebenfalls ein Jahr später stattfinden wird. Die 107-malige Nationalspielerin kann in der Verzögerung auch Positives für den Rekord-Europameister sehen: "Es kann in dem Sinne ein Vorteil sein, dass wir eine wesentlich längere Zeitspanne haben, um uns zu entwickeln und festigen. Gerade die jüngeren Spielerinnen können mehr Erfahrung sammeln." Talente wie Abwehrchefin Lena Oberdorf, 18, Giulia Gwinn, 20, oder Klara Bühl, 19, stehen am Anfang ihrer Entwicklung. Die Olympia-Qualifikation hatte das DFB-Team durch das Viertelfinal-Aus bei der WM 2019 verpasst.

© SZ vom 22.04.2020 / SID

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