Alexandra Popp, klar, die spielte bei der Europameisterschaft in England eine große Rolle. Auf dem Weg in dieses Finale für Fußballromantiker, als die Deutschen im Wembley-Stadion nur knapp den Titel gegen die Gastgeberinnen verpassten. Aber da war auch Merle Frohms. Viel Sprungkraft, starke Reflexe, liberomäßige Aktionen, mutig im Strafraum, erster Gegentreffer erst im Halbfinale – Frohms spielte im Sommer 2022 so gut, dass der Deutsche Fußball-Bund in seiner Analyse „außergewöhnliche Fähigkeiten“ beschrieb, ihr attestierte, „vermeintlich unhaltbare Bälle zu halten“, und zum Fazit kam: „Die Torhüterin verkörpert im besonderen Maße die DNA des DFB.“
Torhüterin Merle Frohms„So im Dunkeln gelassen zu werden, enttäuscht auch“
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Merle Frohms, die frühere deutsche Nummer eins, schaut bei der Fußball-EM in der Schweiz nur zu. Sie blickt auf zwei Degradierungen zurück – und hofft bei Real Madrid auf jene Wertschätzung, die sie zuletzt vermisste.
Von Anna Dreher
