Kroatien bei der EM:Das Herz hat tiefe Falten

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Luka Modric verschoss einen Elfmeter, traf trotzdem für Kroatien – und musste am Ende traurig vom Feld. (Foto: Jan Woitas/dpa)

Fast hätte Luka Modric seiner langen Geschichte im Nationaltrikot noch ein spektakuläres Kapitel hinzugefügt. Doch mit dem späten 1:1 der Italiener ist das Aus absehbar – und auch die Fragen nach der Zukunft der alternden Mannschaft und ihres Trainers.

Von Felix Haselsteiner, Leipzig

Zum wiederholten Male fand sich Luka Modric am Montagabend in einer Rolle wieder, die ihm eigentlich nicht liegt. Den kleinen Pokal als Man of the Match durfte er nach dem 1:1 gegen Italien entgegennehmen, was schon ganz grundsätzlich nicht dem Naturell des 38-Jährigen entspricht, der Fußball als Mannschaftssport versteht und sich zeit seiner Karriere nicht als einzelner Held stilisieren wollte. Modric nahm die Auszeichnung dennoch mit Würde entgegen, was blieb ihm auch übrig. Er begab sich danach in die obligatorische Pressekonferenz, wo ein italienischer Journalist sich in einer Lobrede über ihn verlor, über die Modric sich ehrlich freute. Er ließ das alles über sich ergehen. Vielleicht tat er es auch in dem Wissen, dass es sein letztes Mal war.

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