Emre Can im Nationalteam:Frust, Urlaub, Anruf, Tor

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Bevor er gegen Schottland glänzte, hatte Emre Can mit Bitternis zu kämpfen: Der Nationalspieler war gekränkt darüber, wie man ihn behandelt hatte. (Foto: Lee Smith/Reuters)

Zu „null Prozent“ habe er noch auf die EM gehofft, Julian Nagelsmann hatte nicht mal angerufen, um abzusagen: Die Enttäuschung bei Emre Can war sehr groß. Aber dann meldet sich der Bundestrainer doch – und der Nachrücker liefert.

Von Philipp Selldorf, Herzogenaurach

Eines Tages wird es sie bestimmt in Buchform geben, die Sammlung der lustigen Geschichten von Nationalspielern, die über den ersten Anruf des Bundestrainers berichten. Häufig erzählen sie, den Anruf zunächst für einen Scherz gehalten zu haben. Serge Gnabry glaubte an einen „Jux-Anruf vom Radio“, als ihn Jogi Löw erstmals kontaktierte. Marcel Halstenberg wähnte hinter dem Anrufer Löw einen Teamkollegen mit verstellter Stimme. Mark Uth befand sich im Baumarkt, um Kaminholz zu beschaffen, als das Telefon klingelte. Das Gespräch brachte ihn so sehr aus der Fassung, dass er anschließend sofort zum Auto lief und davonfuhr – ohne Kaminholz. Oder Robin Gosens: Er empfing im Auto seine Berufung, und danach hat er spontan „alles und jeden angehupt“.

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