Fußball-EM in der SchweizSpanierinnen verschießen zwei Elfmeter – und stehen trotzdem im Halbfinale

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Die Spanierin Claudia Pina (links) feiert mit Alexia Putellas den zweiten Treffer ihrer Mannschaft.
Die Spanierin Claudia Pina (links) feiert mit Alexia Putellas den zweiten Treffer ihrer Mannschaft. Nick Potts/Nick Potts/PA Wire/dpa

Über eine Stunde lang halten die Schweizer Fußballerinnen im EM-Viertelfinale gegen Spanien dagegen, überstehen zwei Strafstöße – und scheiden dennoch aus.

Für die Schweizer Fußballerinnen ist das Wunder von Bern ausgeblieben. Trotz eines couragierten Auftritts verabschiedet sich der Gastgeber im Viertelfinale von der Europameisterschaft. 0:2 (0:0) unterlag das Team von Trainerin Pia Sundhage dem Topfavoriten aus Spanien, der zwei Elfmeter vergab. Für die Weltmeisterinnen geht es am Mittwoch im Halbfinale in Zürich weiter – entweder gegen Deutschland oder Frankreich.

Athenea del Castillo (66. Minute) und Claudia Pina (71.) trafen vor 29 734 Zuschauern im ausverkauften Berner Wankdorfstadion. Mariona Caldentey (9.) setzte den ersten Foulelfmeter für die klar überlegene Elf von Montse Tomé neben das Tor. In der Schlussphase scheiterte die zweimalige Weltfußballerin Alexia Putellas (88.) an Torhüterin Livia Peng. Die Schweizerin Noelle Maritz (90./grobes Foulspiel) sah die rote Karte.

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„Time to move mountains“, hatten die lautstarken Schweizer Fans auf ein Plakat gepinselt und die Botschaft mit einer rot-weißen Choreo aufgehübscht. Bis der erste Berg versetzt war, dauerte es nicht lange: Caldentey schoss einen Foulelfmeter flach links am Schweizer Tor vorbei. Ein kollektiver Jubelschrei jagte durch Wankdorf. Zuvor war die Fehlschützin von der Frankfurterin Nadine Riesen im Strafraum ziemlich plump umgetreten worden.

Die erstmals in einem EM-Viertelfinale stehenden Schweizerinnen mussten viel laufen und leiden. Spanien passte, trickste, dominierte, traf aber das Tor nicht. Einen scharf getretenen Freistoß von Pina parierte Peng, Innenverteidigerin Irene Paredes köpfte den Ball nach einem Eckstoß an den Pfosten. Die „Nati“ um Supertalent Sydney Schertenleib fand offensiv überhaupt nicht statt.

„Wir treten nicht gegen Spanien an, um uns abschießen zu lassen“, hatte die Schweizer Kapitänin Lia Wälti versprochen. Die Gastgeberinnen hielten Wort, feierten Grätschen, Schläge ins Seitenaus und gewonnene Laufduelle. Die kleinen Dinge eben. Den Fans gefiel’s. „Hopp, Schwiiz“, donnerte es zur Pause von den Rängen. Die Kuhglocken läuteten, das 0:0 schmeckte.

Nach einer Stunde wurde in Wankdorf der zweite Berg versetzt, als die Spanierinnen nach einer Ecke erst am linken, dann am rechten Pfosten scheiterten. Danach war der Glückstank leer, weil die Weltmeisterinnen nun weltmeisterliche Dinge machten: Die zweimalige Weltfußballerin Aitana Bonmatí bereitete per Hackentrick die längst verdiente Führung durch die kurz vorher eingewechselte del Castillo vor, wenig später schlenzte Pina den Ball sehenswert ins Eck. Es war das Ende aller Schweizer Hoffnungen auf eine Sensation, auch wenn Peng noch einen Elfmeter gegen Putellas parieren durfte.

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