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Fußball:Drogba will Verbandschef der Elfenbeinküste werden

Didier Drogba

Didier Drogba: Neue Ziele im Fußball

(Foto: dpa)

Der ehemalige Chelsea-Profi bewirbt sich um ein Funktionärs-Amt. Uli Hoeneß glaubt nicht an einen Salary Cap im Fußball und hat eine andere Idee.

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Didier Drogba: Die ivorische Fußball-Ikone Didier Drogba will Präsident des nationalen Verbandes der Elfenbeinküste Fif werden. Eine entsprechende Kandidatur hat der 42-Jährige eingereicht. Er wolle zur "Wiedergeburt" des Fußballs in seiner Heimat beitragen, so der langjährige England-Legionär des FC Chelsea.

Drogba hatte im "Finale dahoam" des FC Bayern 2012 in München den Ausgleich kurz vor Spielende erzielt und auch im Elfmeterschießen den entscheidenden Versuch der Blues verwandelt. Neben Drogba haben sich bereits Idriss Diallo, ehemaliger dritter Vizepräsident des Verbandes, und der derzeitige Vizepräsident des Verbandes und Präsident der Liga, Sory Diabate, beworben.

Uli Hoeneß, Gehaltsobergrenze: Der früheren Bayern-Boss hält den Salary Cap nicht für ein geeignetes Mittel gegen das zunehmende ökonomische Gefälle im europäischen Fußball. "Das wird nicht funktionieren", sagte Hoeneß im Interview mit der FAZ (Montagausgabe) und nannte eine frühere Erfahrung als Begründung. "Bei der G14, dem früheren Zusammenschluss der großen europäischen Klubs, wurde mal ein Gentlemen's Agreement geschlossen, sich gegenseitig die Spieler nicht wegzukaufen", berichtete der 68-Jährige: "Bis zur nächsten Sitzung hatten wieder zwei von den Größten den anderen was weggeholt. Da haben wir das beendet, bevor es überhaupt richtig losgegangen war." Auch Play-offs oder eine Umverteilung der Fernsehgelder in Deutschland hält Hoeneß nicht förderlich für mehr Spannung in der Bundesliga. Dagegen befürwortete er wie schon in der Vergangenheit die Abschaffung der 50+1-Regel, um Investoren die Übernahme von Klubs zu ermöglichen: "Da wäre ich sofort dabei. Wenn die Meinung ist, dass damit eine größere Chancengleichheit käme, wir würden nie dagegen stimmen."

Fußball, Sandro Wagner: Der ehemalige Nationalspieler und Bayern-Stürmer Sandro Wagner beendet seine Karriere als Fußballprofi. "Ich bin unglaublich dankbar, dass mir der Fußball ein wunderbares Leben ermöglicht hat. Ich habe all meine Ziele und Träume verwirklichen können", sagte der 32-Jährige der Bild am Sonntag.

Nach 13 Jahren als Profi will Wagner künftig als Trainer arbeiten. "Im September starte ich meine Trainer-Ausbildung in einem DFB-Sonderkurs. Mein Plan ist es, im kommenden Sommer in den Trainer-Bereich einzusteigen", kündigte er an. "Ich mache nun ein Jahr Pause und genieße die Zeit mit meiner Familie, der ich am meisten danken möchte." Acht A-Länderspiele hat Wagner für den DFB absolviert: "Das Nationaltrikot zu tragen hat mich mit besonderem Stolz erfüllt." Erst vor gut einer Woche hatte Wagner seinen Vertrag bei Tianjin Teda in China aufgelöst. Der Grund dafür seien die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie.

© SZ.de/sid/dpa/ebc
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