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Fußball:Dresden büßt für Fan-Attacken gegen Leipzig

Dynamo Dresden v RB Leipzig - German Cup DFB Pokal

Voraussichtlich gegen Union Berlin müssen 9000 Dresdner Fans draußen bleiben.

(Foto: Axel Schmidt/Reuters)

40.000 Euro muss der Zweitligist zahlen, zudem bleiben gegen Union Berlin viele Plätze leer - auch, weil ein Zuschauer einen Bullenkopf geworfen hatte. Louis van Gaal kann sich doch eine Rückkehr als Trainer vorstellen.

Fußball, Urteil: Der Wurf eines abgeschnittenen Bullenkopfes und zahlreiche Beleidigungen seiner Fans gegen den Rivalen RB Leipzig haben Dynamo Dresden eine Teilsperrung des Stadions eingebracht. Dieses Urteil fällte das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in seiner Berufungsverhandlung am Mittwoch in Frankfurt/Main. Zudem wurde der Zweitligist zu einer Geldstrafe in Höhe von 40 000 Euro verdonnert. Dies verkündete der Vorsitzende Richter Achim Späth nach der fünfeinhalbstündigen Verhandlung und verwies darauf, dass der Club mit fast 20 Vorfällen vorbelastet war. Von den Maßnahmen betroffen ist höchstwahrscheinlich das Heimspiel am 5. Februar gegen Union Berlin, dann muss der K-Block mit über 9000 Zuschauern geschlossen werden.

Damit bestätigte das Gremium weitgehend den Beschluss des Verbands-Sportgerichts vom 7. November. Sowohl Dynamo als auch der DFB-Kontrollausschuss hatten dagegen Einspruch eingelegt. Im DFB-Pokalspiel der Dresdner gegen Leipzig am 20. August hatten Dynamo-Anhänger einen abgetrennten Bullenkopf in den Innenraum geworfen und die Gäste-Mannschaft auf Plakaten verunglimpft. Die Gastgeber hatten die Partie im Elfmeterschießen gewonnen.

Das Sportgericht hatte die Dresdner bereits am 15. Juli wegen zahlreicher Vorfällen in der abgelaufenen Spielzeit einer Geldstrafe in Höhe von 20 000 Euro und einem Zuschauerausschluss für ein Heimspiel auf Bewährung verurteilt. Diese hob dann der DFB nach dem Pokalspiel gegen die von Red Bull gesponserten Leipziger auf, verhängte eine Teilsperrung des Stadions für ein Spiel und 60 000 Euro Geldstrafe.

Fußball, Louis van Gaal: Fußball-Trainer Louis van Gaal schließt eine Fortsetzung seiner Karriere nun doch nicht gänzlich aus. "Nein, nein, ich nehme ein Sabbatical", antwortete der frühere Coach des FC Bayern München im Interview des spanischen Radiosenders Cadena Ser auf die Frage, ob er seine Laufbahn wirklich beendet habe. Nach der aktuellen Auszeit wolle er "im Juni oder Juli" entscheiden, wie es weitergehe. Das Ende seiner Karriere nach 30 Jahren als Trainer sei zwar eine Möglichkeit. "Aber das ist noch nicht endgültig", betonte er. Es werde auch davon abhängen, ob und welche Angebote er bekommen werde. Zuletzt war van Gaal von der niederländischen Zeitung De Telegraaf mit den Worten zitiert worden: "Zuerst habe ich es Sabbatical genannt, aber jetzt denke ich nicht, dass ich zurückkehren werde." Nun erklärte der 65 Jahre alte Niederländer dazu: "In den Niederlanden schreibt die Presse, was sie will. Die achten halt auf andere Dinge, genauso wie in Spanien." Van Gaal, der unter anderem auch den FC Barcelona trainiert hatte, schloss nicht aus, eventuell wieder einen Job in Spanien anzunehmen. Er habe erst vor rund einem Monat ein Angebot des abstiegsbedrohten Primera-División-Traditionsclubs FC Valencia abgelehnt, sagte er.

Fußball, FC Bayern: Bayern-Profi Arjen Robben hat sich zu seiner Vertragsverlängerung bis 2018 geäußert. Die Verlängerung nur um ein weiteres Jahr sei "normal" in seinem Alter, sagte der bald 33-Jährige am Mittwoch. "Ich habe hoffentlich noch ein paar gute Jahre vor mir. Das muss man genießen. Aber am Ende geht es darum, Titel zu gewinnen. Das werden wir natürlich versuchen. Ich habe zumindest noch zwei Chancen, was zu erreichen, vielleicht sogar mehr." Am Freitag tritt der FC Bayern in der Bundesliga beim SC Freiburg an.

© sz.de/dpa/sid/chge
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