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Fußball - Dortmund:Tuchel: Keine Angst vor der "gelben Wand"

Berlin (dpa) - Der frühere BVB-Trainer Thomas Tuchel hat bei seiner Rückkehr nach Dortmund mit Paris Saint-Germain keine Angst vor der "gelben Wand" im Stadion. "Wir haben schon auch ein paar Jungs, die die Stadien dieser Welt gewohnt sind und denen ich zutraue, auch auf dieser Bühne ihr bestes Tennis zu zeigen", sagte der 46-Jährige in einem Interview der "Welt am Sonntag".

Am kommenden Dienstag muss der französische Fußballmeister mit Tuchel in der Champions League zum Achtelfinal-Hinspiel bei Borussia Dortmund antreten. Die legendäre Fankurve ("gelbe Wand") kennt der Schwabe vor allem aus seiner Zeit als BVB-Coach von 2015 bis 2017. "Ich weiß sehr gut, welche Energie da auf uns zukommt", sagte Tuchel zur Atmosphäre im Signal Iduna Park, "aber deshalb laufe ich auf keinen Fall die ganze Zeit mit erhobenem Zeigefinger durch die Kabine".

Für den Pariser Club war in den vergangenen drei Jahren in der Königsklasse stets schon im Achtelfinale Endstation - das soll sich nun ausgerechnet gegen Dortmund ändern. PSG wolle alles dafür geben, diesmal erfolgreich zu sein. "Und das wird superschwer werden, denn: Wir haben einen schweren Gegner", betonte Tuchel, für den aber auch Scheitern mit dazu gehört. "Ich habe schon meiner Oma - sie regt sich immer fürchterlich auf vor den Spielen - immer gesagt: 'Es ist am Ende nur Sport. Wir operieren keine Kinder, wir retten keine Leben'."

Paris Saint-Germain ist in den vergangenen 23 Pflichtspielen unbesiegt geblieben. Die letzte Niederlage kassierte der Tuchel-Club am 1. November 2019 in der Ligue 1.

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