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Fußball:Dortmund ohne Reus gegen St. Petersburg

Marco Reus Borussia Dortmund

Leidet unter muskulären Problemen: Marco Reus (Archivbild)

(Foto: AFP)

Borussia Dortmund muss im Champions-League-Rückspiel auf Marco Reus verzichten. Julian Green vom FC Bayern entscheidet sich für eine Karriere in der Nationalmannschaft der USA. Annika Beck scheidet beim WTA-Turnier in Miami in der ersten Runde aus.

Fußball, Borussia Dortmund: Borussia Dortmund muss das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky und ZDF) gegen Zenit St. Petersburg ohne Marco Reus bestreiten. Der Nationalspieler fehlte wegen seiner anhaltenden muskulären Probleme beim Abschlusstraining am Dienstagnachmittag. "Er ist beschwerdefrei, aber er konnte bisher nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Deshalb kann er uns morgen nicht helfen", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp am Dienstag. Reus stand bereits in den letzten Bundesliga-Begegnungen nicht zur Verfügung, war zuletzt beim 4:2 im Hinspiel in Russland im Einsatz und Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:0.

Derweil hat Sportdirektor Michael Zorc seinenTrainer Jürgen Klopp nach dessen jüngstem Ausraster im Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach (1:2) verteidigt. "In diesem Fall kann ich ihm keinen großen Vorwurf machen, er ist weder attackierend oder beleidigend aufgetreten. Wahrscheinlich hat er den Frust über das verlorene Spiel nach außen gelassen", sagte Zorc gegenüber Sport1. Klopp war in der Nachspielzeit nach einem Wortgefecht mit dem Vierten Offiziellen von Schiedsrichter Deniz Aytekin auf die Tribüne verbannt worden. Der Kontroll-Ausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro.

Fußball, Nationalmannschaft: Der deutsche U19-Nationalspieler Julian Green von Bayern München hat sich für eine Zukunft im US-Trikot entschieden. Das teilte der Fußball-Verband der USA am Dienstag via Twitter mit. Der 18-Jährige habe beim Weltverband Fifa einen entsprechenden Antrag gestellt. Der in Florida geborene Sohn einer Deutschen und eines Amerikaners war vor kurzem von US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann erstmals in das Aufgebot des deutschen WM-Gruppengegners berufen worden. Beim Freundschaftsspiel gegen die Ukraine am 5. März war Green allerdings noch nicht spielberechtigt und trainierte nur mit.

Tennis, Miami: Tennis-Nachwuchshoffnung Annika Beck ist beim WTA-Turnier in Miami/Florida in der ersten Runde gescheitert. Die 20-Jährige aus Bonn unterlag der Japanerin Kurumi Nara 6:7 (2:7), 4:6. Im zweiten Satz verspielte Beck eine 3:0-Führung, nach 2:04 Stunden verwandelte Nara ihren zweiten Matchball. Ab Mittwoch greifen auch Angelique Kerber (Kiel/Nr. 5 der Setzliste), Sabine Lisicki (Berlin/Nr. 14), Andrea Petkovic (Darmstadt) und Mona Barthel (Bad Segeberg) in das Geschehen ein. Julia Görges (Bad Oldesloe) scheiterte dagegen in der Qualifikation.

Fußball in England, Manchester United: Trotz der Krise des englischen Fußball-Meisters Manchester United sieht Trainer David Moyes seinen Posten nicht in Gefahr. "Mein Job ist sicher", sagte der Nachfolger von United-Legende Sir Alex Ferguson am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Er habe gute Gespräche mit dem Vorstand geführt. "Dies ist kein Klub, der an einer kurzfristigen Vision arbeitet, sondern an einer langfristigen." In der Premier League rangiert Manchester United nur an siebter Stelle. In der Champions League droht dem Team am Mittwoch nach dem 0:2 im Hinspiel bei Olympiakos Piräus das Aus im Achtelfinale.

Radsport, Tirreno-Adriatico: Der zweimalige Tour-de-France-Sieger Alberto Contador hat die italienische Fernfahrt Tirreno-Adriatico gewonnen und erstmals nach 18 Monaten wieder einen Rundfahrtsieg eingefahren. Der 31 Jahre alten Spanier sicherte sich mit einem 29. Platz im abschließenden Zeitfahren über 9,1 Kilometer in San Benedetto del Tronto den Gesamtsieg. Der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin wurde beim Tageserfolg des Italieners Adriano Malori mit 15 Sekunden Rückstand Vierter. Für Contador, der 2012 nach einer Dopingsperre zurückgekehrt war, ist es der erste Erfolg bei einer Rundfahrt seit seinem Sieg bei der Vuelta im September 2012.

Fußball in England, FC Arsenal: Der deutsche U17-Nationalspieler Gedion Zelalem hat einen Profivertrag beim FC Arsenal unterschrieben. Das bestätigte der englische Fußball-Traditionsklub am Dienstag. Englischen Medien zufolge läuft der Vertrag bis 2017. Der 17 Jahre alte Zelalem, der als Sohn äthiopischer Eltern in Berlin geboren wurde, spielt seit 2013 in Arsenals Jugendabteilung. Ende Januar hatte er im FA-Cup sein Profidebüt gegeben.

Bundesliga, Uli Hoeneß: Für Franck Ribéry wird Uli Hoeneß auch nach dessen Verurteilung als Steuersünder immer Teil von Bayern München bleiben. "Meine Generation kennt nur einen FC Bayern mit ihm", sagte der französische Fußball-Profi der Sport Bild. "Er ist nicht nur eine Person des Klubs, er ist ein Teil der FC-Bayern-Geschichte." Ribéry bezeichnete Hoeneß als "Herz des Klubs". Er forderte, dem zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilten früheren Vereinspatron sollte man "nicht sein Lebenswerk aberkennen", und: "Jeder Mensch hat irgendwann einmal Probleme oder macht Fehler. So etwas kann im Leben passieren."

Der ehemalige Bayern-Torhüter Oliver Kahn glaubt indes, dass Hoeneß nach dem Ende seiner Haft in den Verein zurückkehren kann. "Ich kann mir gut vorstellen, dass er auch aus dieser schwierigen Situation wieder zurückkommen wird", schrieb der Ex-Nationalspieler in einem Blog bei bild.de und ergänzte: "Wer Uli Hoeneß jetzt abschreibt, kennt ihn schlecht!"

Zenit St. Petersburg, Trainer: Der Portugiese André Villas-Boas (36) wird neuer Trainer bei Zenit St. Petersburg. Das gab der russische Fußball-Vizemeister einen Tag vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky und ZDF) bei Borussia Dortmund auf seiner Internetseite bekannt. Villas-Boas, der Mitte Dezember beim englischen Premier-League-Klub Tottenham Hotspur entlassen wurde, soll am Donnerstag seinen Zweijahres-Vertrag unterschreiben. Erst vor zwei Wochen hatte sich der Klub aufgrund einer sportlichen Talfahrt mit nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Liga-Begegnungen von Trainer Luciano Spalletti getrennt. Der Italiener saß noch beim Hinspiel gegen den BVB (2:4) auf der Bank. Beim 0:1 am vergangenen Wochenende bei ZSKA Moskau wurde Zenit von Assistent Sergej Semak betreut.

© SZ.de/sid/dpa/jkn

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