DFB-Frauen in der Qualifikation:Acht Tore zum Abschluss

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DFB-Frauen in der Qualifikation: Erfolgreicher Abend: Lea Schüller (links) und Laura Freigang treffen beim 7:0 gegen Bulgarien jeweils dreimal.

Erfolgreicher Abend: Lea Schüller (links) und Laura Freigang treffen beim 7:0 gegen Bulgarien jeweils dreimal.

(Foto: Stoyan Nenov/Reuters)

Im letzten Spiel der WM-Qualifikation gewinnt das deutsche Nationalteam 8:0 gegen Bulgarien. Almuth Schult gibt nach mehr als drei Jahren ihr Comeback im Tor.

Das deutsche Fußballnationalteam hat die schon zuvor erfolgreich bestandene WM-Qualifikation mit einem 8:0 (3:0)-Kantersieg gegen Bulgarien abgeschlossen. Lea Schüller (35./45.+1/52. Minute), Laura Freigang (45./64./87.), Sydney Lohmann (54.) und Svenja Huth (81.) per Foulelfmeter erzielten am Dienstag in Plowdiw die Tore für den EM-Zweiten. "Wir haben gezeigt, wozu wir in der Lage sind. Wir haben nie aufgehört und wollten bis zum Schluss Tore erzielen", sagte Martina Voss-Tecklenburg. "Viel zu meckern gibt es heute nicht."

Gleich auf acht Positionen hatte die Bundestrainerin gegenüber dem 3:0 am vergangenen Samstag in der Türkei rotiert, durch das die DFB-Auswahl das Ticket für die WM-Endrunde 2023 in Australien und Neuseeland vorzeitig gelöst hatte. Einzig Mittelfeldspielerin Linda Dallmann verblieb aus der Türkei-Startelf. In einer ungewohnten 3-5-2-Grundordnung erlebte die DFB-Auswahl nach dem EM-Rausch und Zuschauerrekorden in England wieder den grauen Alltag vor fast leeren Rängen im Lokomotiv-Stadion.

Im Tor stand erstmals seit mehr als drei Jahren Almuth Schult. "Es ist ein besonderer Moment für sie auf dem Platz zu stehen und zu zeigen, dass es möglich ist, als Mutter in den Leistungssport zurückzukommen", hatte Voss-Tecklenburg vor dem Anpfiff gesagt. Die 31 Jahre alte Schult ist seit 2020 Mutter von Zwillingen. Ihren Stammplatz hatte sie nach einer Schulter-OP im Anschluss an die WM 2019 und Babypause an Merle Frohms verloren. Bei ihrem Comeback nach 1165 Tagen blieb sie nahezu beschäftigungslos, auch in völlig veränderter Formation waren die Deutschen klar überlegen.

Allerdings fehlte auf dem holprigen Rasen zunächst die Präzision gegen einen destruktiven Gegner. Die erste Chance nach 20 Minuten ergab sich eher zufällig. Eine Flanke von Jule Brand senkte sich auf die Latte des bulgarischen Tores. Nach einer knappen halben Stunde kam Schüller frei zum Abschluss, zielte jedoch aus vollem Lauf zu hoch. Wenig später brach die "Fußballerin des Jahres" dann den Bann.

Noch vor der Pause legten Freigang und erneut Schüller nach. Die 24-Jährige vom Meisterschaftszweiten Bayern München war es auch, die die Torejagd nach dem Wechsel fortsetzte - und damit ihre Traumquote auf 30 Treffer in 43 Länderspielen verbesserte. Nach gut einer Stunde kam für sie Kapitänin Alexandra Popp. Trotz der klaren Führung ließ das deutsche Team bei seinen Angriffsbemühungen bis zum Schluss nicht nach und belohnte sich mit weiteren Treffern.

Auf dem Weg zur Weltmeisterschaft (20. Juli bis 20. August 2023) findet nun am 22. Oktober in Auckland die Auslosung statt. Danach beginnt die Planung der Vorbereitung, in der gegen Topgegner getestet werden soll. Am 7. Oktober steht in Dresden die Neuauflage des EM-Halbfinales gegen Frankreich an. Im November ist ein Gastspiel bei den Weltmeisterinnen in den USA geplant.

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