Fußball-EM:Frankfurt feiert die DFB-Frauen

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(Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)

Nach der knappen Niederlage gegen England im EM-Finale werden die DFB-Frauen in Frankfurt feierlich empfangen. Die Bilder.

Von Celine Chorus

Die deutsche Nationalmannschaft hat ihren neunten EM-Titel nur knapp verpasst. Im Finale gegen Gastgeber England verloren die DFB-Frauen mit 1:2 nach Verlängerung. Nach der Rückkehr aus London haben ihnen mehr als 7000 Menschen am Montag trotzdem einen großen Empfang bereitet.

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(Foto: Heiko Becker/Reuters)

Für die Feierlichkeiten in der Heimat kamen die Vize-Europameisterinnen überpünktlich an: 16 Minuten früher als geplant landete ihre Maschine um 14.19 Uhr auf dem Frankfurter Flughafen.

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(Foto: Heiko Becker/Reuters)

Unter dem Applaus der Lufthansa-Mitarbeiter stiegen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg und Kapitänin Alexandra Popp als erste aus dem Flugzeug. Zahlreiche Sonnenbrillen beim Gruppenfoto auf dem Rollfeld ließen erahnen, dass trotz aller Enttäuschung über das verlorene EM-Finale noch bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert wurde.

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(Foto: Heiko Becker/Reuters)

Vom Flughafen fuhren die DFB-Frauen anschließend in Richtung Römerberg und präsentierten sich auf dem Frankfurter Rathausbalkon den Fans. Dort durften sie sich auch in das Goldene Buch der Stadt eintragen.

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(Foto: Heiko Becker/Reuters)

"Ich habe hier schon einige gesehen, die Tränen in den Augen hatten. Das ist, wovon wir immer geträumt haben", freute sich Giulia Gwinn im ARD-Interview über die Wertschätzung: "Die Leute sind begeistert von unserem Fußball. Das ist eine große Ehre für uns. Es ist wunderschön, das hier zu erleben, obwohl wir gestern das Finale verloren haben."

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(Foto: Heiko Becker/Reuters)

Auch Voss-Tecklenburg sagte bei ihrer Rede im Frankfurter Römer: "Wir wollten eigentlich Europameister sein und nicht die Sieger der Herzen", so die 54-Jährige: "Aber wenn die großartige Leistung dazu beigetragen hat, dass wir uns in die Herzen der deutschen Bevölkerung gespielt haben, sind wir gerne die Sieger der Herzen."

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(Foto: Nick Potts/dpa)

Dabei hätte alles auch anders kommen können: Wenn Schiedsrichterin Kateryna Monsul das Handspiel von Leah Williamson in der 26. Minute mit einem Elfmeter geahndet hätte. Ein Pfiff war nach VAR-Überprüfung jedoch ausgeblieben.

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(Foto: Franck Fife/AFP)

Stattdessen sorgte Chloe Kelly mit ihrem Siegtreffer in der 110. Minute für den ersten Titel Englands seit dem WM-Triumph der Männer 1966 gegen Deutschland. Zuvor hatte Lina Magull (79.) die erstmalige Führung der Gastgeberinnen durch Ella Toone (62.) ausgeglichen und die DFB-Frauen damit in die Verlängerung gerettet.

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(Foto: Molly Darlington/Reuters)

Ohnehin sollte das Finale im Londoner Wembley-Stadion in die Geschichte eingehen: Es war mit 87 192 Zuschauern die größte Kulisse, die jemals bei einem EM-Endspiel verzeichnet wurde. Die Bestmarke bei den Männern liegt bei 79 115 Zuschauern (1964 in Madrid/Spanien), der bisherige Frauen-Rekord waren 41 301 Zuschauer (2013 in Solna/Schweden).

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(Foto: Wunderl/IMAGO/Beautiful Sports)

Popp (sechs Tore, keine Vorlage) konnte beim Finale am Sonntag nur zuschauen. Sie hatte nach dem Aufwärmen wegen muskulärer Probleme kurzfristig passen müssen.

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(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Bei den anderen Nationalspielerinnen flossen nach der Verlängerung einige Tränen. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (l.) musste auf dem Rasen viel Aufbauarbeit leisten.

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(Foto: Maja Hitij/Getty Images/dpa)

Bundeskanzler Olaf Scholz spendete beim Kabinenbesuch nach der Partie Trost. "Er hat gute Worte gefunden. Das ist eine sehr respektvolle Geste, dass er den Weg auf sich genommen hat, um uns zu sehen", freute sich Marina Hegering.

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(Foto: Maja Hitij/Getty Images for DFB)

Beim anschließenden Bankett konnten Sara Däbritz, Kathrin Hendrich und Sydney Lohmann (von links nach rechts) auch schon wieder lachen. Für sie und ihre Mitspielerinnen steht fest: Der schmerzhafte Schlusspunkt dieses EM-Turniers soll für die DFB-Frauen nur der Anfang sein.

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(Foto: Harriet Lander/Getty Images)

"Die Mannschaft hat das ganze Land in den letzten Wochen in einen kleinen Rausch versetzt", sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf (r.). Schon im kommenden Jahr wird die WM in Australien und Neuseeland stattfinden. Bis dahin soll die Euphorie für Frauenfußball in Deutschland anhalten.

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