Fußball Guardiola für alles verantwortlich?

Wo sich Sammer schon einmal "sachlich und freundlich", wie er fand, in Rage geredet hatte, musste er natürlich auch noch auf Guardiola zu sprechen kommen. Der Spanier werde "für alles verantwortlich gemacht: dass De Bruyne nicht da ist und so weiter", sagte er.

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Khedira fehlt im Duell mit dem FC Bayern

Der Weltmeister ist nicht der einzige Profi, auf den Juventus Turin verzichten muss. In Spanien bekommt ein Messi-Treter eine erhebliche Sperre. Basketballer Kobe Bryant rettet mit 38 Punkten den Sieg der Lakers.

Jüngst waren Vermutungen kursiert, dass der Trainer den Belgier, an dem auch der FC Bayern höchst interessiert war, im Sommer aus Wolfsburg zu seinem künftigen Arbeitgeber Manchester City gelotst habe. "Den Umgang mit Guardiola werden wir auch nicht mehr akzeptieren", sagte Sammer: "Das, was gerade mit dem Trainer passiert, ist nicht korrekt."

Dass ein Bericht über schlechte Stimmung in der Mannschaft nicht gänzlich der Wahrheit entbehrte, gab er hingegen zu. Dort war zu lesen gewesen, dass Guardiola sich vor versammelter Mannschaft über übergewichtige Spieler beschwert habe; schon wieder ließ Vidal grüßen. Und dass der Verein eine E-Mail herumgeschickt habe, in der die Spieler dazu aufgefordert wurden, sich auch an freien Tagen ihre Termine genehmigen zu lassen. "In der Vorbereitung der Saison wird es immer so gewisse Themen geben", sagte Sammer dazu: "Und als Trainer hat man die Aufgabe, mal Reizpunkte zu setzen."

Nach außen dringen sollten diese Reizpunkte nicht, doch der FC Bayern muss von sogenannten Maulwürfen in seinen Reihen ausgehen. Dass die negative Berichterstattung in der Mehrheit der Fälle den spanischsprachigen Teil des Teams betrifft, ist auffällig und stößt dieser Fraktion selbstredend bitter auf. Es gibt Bruchstellen innerhalb des Klubs, die noch tiefer geworden sind, seit Guardiolas Abschied feststeht - auch wenn von den kolportierten Geschichten nur ein Teil korrekt sein sollte.

"Bayern München und Ruhe: Das passt ja irgendwo auch nicht. Alles in Harmonie, das können sie vergessen", sagte Sammer. "Aber wenn einer von uns zu Unrecht angegriffen wird - und sowohl bei Vidal als auch bei Guardiola ist es aus meiner Sicht zu Unrecht -, werde ich ihn immer in Schutz nehmen." Er habe "ein Näschen, was atmosphärisch notwendig ist", und, siehe da: "Wir brauchen Spirit, um ganz erfolgreich zu sein."

Nicht nur nach außen muss Sammer also moderierend wirken, sondern auch nach innen. Wenn er von Zündeleien spricht, wird ihm bewusst sein, dass derzeit zumindest viele Streichhölzer aus den eigenen Reihen gereicht werden. Mal schauen, wie lange es dauert, bis zu erfahren ist, wer Serdar Tasci den Kopfstoß zum Einstand verpasste.