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Fußball:Der 33. Bundesliga-Spieltag im Telegramm

Düsseldorf (dpa) - Endspurt in der Fußball-Bundesliga. Am vorletzten Spieltag kann sich die Meisterschaft entscheiden und gleich fünf Clubs können den begeherten Platz für ein Ticket der Königsklasse erobern.

1899 Hoffenheim - Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Im Kampf um die internationalen Plätze kann sich Hoffenheim keinen Ausrutscher erlauben. Werder liegt vier Punkte dahinter und kämpft um seine minimale Chance.

STATISTIK: Bremen hat nur drei von 21 Bundesligaspielen gegen Hoffenheim verloren. TSG-Coach Nagelsmann hat in sechs Partien noch nie gegen Werder verloren.

PERSONAL: Die Verteidiger Hübner (Rückenprobleme) und Posch (gesperrt) fehlen bei 1899. Dafür könnte der länger verletzte Stürmer Joelinton in den Kader zurückkehren. Werder muss auf den gesperrten Klaassen verzichten.

BESONDERES: Für Nagelsmann ist es das letzte Heimspiel vor seinem Wechsel nach Leipzig. Der Trainer des Jahres von 2017 trifft auf Kohfeldt, der die Auszeichnung für 2018 erhielt.

Borussia Dortmund - Fortuna Düsseldorf (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Für den Tabellenzweiten BVB ist bei vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Bayern ein Sieg Pflicht, um die Titel-Minimalchance zu wahren. Die Fortuna kann am Ende einer für sie famosen Saison befreit aufspielen.

STATISTIK: Bei keinem anderen Bundesligaclub gelangen der Fortuna so viele Siege (6) wie in Dortmund. Der letzte Erfolg liegt allerdings schon 33 Jahre zurück.

PERSONAL: Beim BVB fehlen die gesperrten Reus und Wolf sowie wohl Diallo. Der Einsatz von Sancho und Bürki ist fraglich. Dagegen steht Piszczek vor einem Comeback. Den Gästen fehlen Contento und Zimmer.

BESONDERES: Am zweitletzten Spieltag der Hinrunde ging für den BVB eine lange Serie zu Ende. Das 1:2 beim damaligen Drittletzten Düsseldorf war die erste Saisonniederlage.

Bayer Leverkusen - FC Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Mit vier Siegen in Serie hat sich Bayer auf Platz fünf verbessert. Um die Königsklasse noch zu erreichen, darf es aber keine Niederlage mehr geben. S04 ist als enttäuschender 15. gerettet.

STATISTIK: Die Heimbilanz von 18 Siegen, sieben Unentschieden und neun Niederlagen spricht für Bayer. Allerdings gewann Schalke in Leverkusen zuletzt zweimal nacheinander.

PERSONAL: Leverkusens Trainer Bosz hat keine neuen Probleme. Sein Schalker Kollege Stevens muss auf den verletzten Verteidiger Sané verzichten.

BESONDERES: Mit Interimscoach Stevens ist Schalke auswärts unbesiegt - in drei Begegnungen gab es sieben Punkte und das befreiende 4:2 beim BVB.

RB Leipzig - Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Die Bayern können mit einem Sieg den siebten Titel in Serie und den 29. ihrer Vereinshistorie klar machen. Ansonsten sind die Münchner abhängig vom Ergebnis von Verfolger Dortmund. Leipzig will sich weiteren Schub für das Pokalfinale gegen die Bayern holen.

STATISTIK: Bayern ist die beste Mannschaft der Rückrunde (38 Punkte), Leipzig die zweitbeste (34).

PERSONAL: Torwart Neuer fehlt den Bayern noch. Martínez fällt verletzt aus. RB muss auf Kampl (Sperre) verzichten.

BESONDERES: Leipzig ist seit 14 Spielen ungeschlagen und damit so lange wie keine andere Mannschaft. Am 25. Mai treffen Bayern und Leipzig in Berlin im DFB-Pokalfinale erneut aufeinander.

VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Der VfB will mit einem Sieg wenigstens die Teilnahme an der Relegation sichern, der VfL seine Chance auf die Europa League oder sogar die Champions League wahren.

STATISTIK: Wolfsburg gewann acht der vergangenen elf Bundesligaspiele gegen Stuttgart.

PERSONAL: VfB-Interimstrainer Willig muss auf die verletzten Profis Beck und Zuber sowie Ascacibar (Rotsperre) verzichten. Gentner kehrt in die Startelf zurück. Auf VfL-Seite fehlt der angeschlagene Brooks.

BESONDERES: VfL-Coach Labbadia ist der bisher letzte Trainer, der länger als zwei Jahre beim VfB war. Mit ihm spielten die Schwaben letztmals im Europapokal. Die VfB-Profis Gentner und Esswein wurden mit Wolfsburg 2009 deutscher Meister.

FC Augsburg - Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Augsburg ist längst gerettet, Hertha hat den Platz im Tabellen-Niemandsland zwischen Rang zehn und zwölf fix.

STATISTIK: Fünf der vergangenen sechs Duelle endeten unentschieden. Hertha-Coach Dardai hat in acht Partien nie gegen Augsburg verloren.

PERSONAL: Die Hausherren schonen den angeschlagenen Abwehr-Allrounder Khedira. Bei Hertha fallen Stürmer Leckie (Knöchel) und Torwart Jarstein (Knie-OP) aus.

BESONDERES: Dardai muss im Sommer gehen - dabei kann er mit vier Punkten aus zwei Spielen die dann beste Rückrunde seiner Berliner Trainerzeit hinlegen.

Hannover 96 - SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Hannover 96 hat noch theoretische Chancen auf den Relegationsplatz, muss dafür aber zwingend zweimal gewinnen und auf Patzer der Konkurrenz hoffen. Freiburg ist längst gerettet.

STATISTIK: 96 hat in den vergangenen sechs Ligaspielen gegen Freiburg nicht verloren.

PERSONAL: Wimmer und Jonathas fehlen aufgrund von Sperren. Für Felipe ist die Saison verletzungsbedingt beendet. Die Streich-Mannschaft muss auf Haberer (Gelb-Rot-Sperre) verzichten.

BESONDERES: Stürmer Petersen steht vor seinem 100. Einsatz im Freiburg-Trikot. Ohne ihn hat der SC seit Februar 2015 kein Ligaspiel mehr gewonnen (sieben Unentschieden und zehn Niederlagen).

1. FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Nürnberg muss gewinnen, sonst ist der Verein abgestiegen. Mönchengladbach braucht im Kampf um die Champions League drei Punkte.

STATISTIK: Die Nürnberger treffen auf ihren Wohlfühlgegner. Gegen keine andere Bundesligamannschaft gewannen die Franken häufiger als gegen die Borussia (23 Mal).

PERSONAL: Der "Club" bangt um die Einsätze von Ewerton (Adduktoren) und Matheus Pereira (Oberschenkel). Mönchengladbach fehlen Stindl, Raffael, Johnson, Herrmann und Doucouré. Jantschkes Einsatz ist fraglich.

BESONDERES: Borussia-Coach Hecking genießt in Nürnberg höchste Wertschätzung. Von Dezember 2009 an war er drei Jahre lang Trainer der Franken, nun könnte er sie zurück in Liga zwei schicken.

Eintracht Frankfurt - FSV Mainz 05 (Sonntag, 18.00 Uhr)

SITUATION: Frankfurt will nach dem Europa-League-Aus mit einem Sieg den vierten Platz verteidigen und die Chance auf die Champions League wahren. Bei Mainz geht nach oben und unten nicht mehr viel.

STATISTIK: Zu Hause gewann die Eintracht vier der vergangenen fünf Spiele gegen Mainz.

PERSONAL: Nach dem 120-Minuten-Kampf von London dürfte Hütter personell wieder rotieren. Haller und Paciência könnten im Sturm in die Startelf rücken. Bei Mainz ist der Einsatz von Onisiwo fraglich.

BESONDERES: Weil die Eintracht am Donnerstag beim FC Chelsea spielte, findet die Partie nicht zeitgleich mit dem Rest-Spieltag, sondern erst am Sonntag statt.