Fußball-Bundesliga VfB Stuttgart entlässt Trainer Zorniger

  • Nach dem 0:4 gegen Augsburg zieht der Fußball-Bundesligist Konsequenzen. "Besonders die Art und Weise der Niederlage am vergangenen Samstag hat uns sehr beschäftigt", sagte Klub-Chef Wahler.
  • Auch drei Assistenten müssen gehen. Der bisherige U23-Trainer Jürgen Kramny leitet bis auf weiteres das Training.
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Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart hat auf die Talfahrt reagiert und die Zusammenarbeit mit Trainer Alexander Zorniger beendet. Dies gab der VfB am Dienstagmittag bekannt. U23-Coach Jürgen Kramny, 44, wird bis auf Weiteres Interimstrainer und bereitet die Mannschaft auf das Spiel am Sonntag bei Borussia Dortmund vor.

Der 48-jährige Zorniger betreute die Schwaben erst seit Saisonbeginn, am vergangenen Samstag hatten die Stuttgarter mit 0:4 das Derby gegen den FC Augsburg zu Hause verloren.

"Besonders die Art und Weise der Niederlage am vergangenen Samstag hat uns sehr beschäftigt. Dabei haben wir die Auswirkungen auf die Mannschaft und das Trainerteam analysiert und bewertet und sind heute Vormittag zu dieser Entscheidung gekommen", sagte Klub-Präsident Bernd Wahler. Mit Zorniger werden auch die Co-Trainer André Trulsen, Armin Reutershahn sowie Torwartrainer Andreas Menger mit sofortiger Wirkung freigestellt.

Wie lange Kramny das Training leiten soll, blieb zunächst unklar. Nach dem Spiel bei Borussia Dortmund folgt ein Heimspiel gegen Werder Bremen. Zorniger war erst zu Saisonbeginn als Nachfolger von Huub Stevens verpflichtet worden. Der Niederländer hatte die seit Jahren sportlich enttäuschenden Schwaben in der vergangenen Spielzeit erneut vor dem Abstieg bewahrt. Die Stuttgarter hatten gehofft, mit der Verpflichtung des 48-jährigen Zorniger in eine Zukunft mit modernem Pressing und Offensivspiel gehen zu können.

Das klappte nicht. "Das war ein sehr schlechter Tag. Wir haben alles ad absurdum geführt, was wir uns vorgenommen haben", hatte Zorniger nach dem 0:4 gegen Augsburg erklärt. In den 146 Tagen unter Zornigers Regie setzte sich der seit Jahren anhaltende Abstiegskampf der Stuttgarter fort. Nach 13 Spieltagen ist der VfB mit nur zehn Punkten Tabellen-16. Trotz vielversprechender Ansätze in der Vorbereitung mit einem Sieg gegen Champions-League-Teilnehmer Manchester City als Höhepunkt verlor der Traditionsverein die ersten fünf Bundesliga-Partien und schaffte auch danach keine Trendwende.

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