Fußball-Bundesliga: TrainerDas Lame-Duck-Syndrom

Van Gaal, Veh, Magath, Littbarski: Die Bundesliga beschäftigt viele, die sie eigentlich nicht mehr will. Auch Spieler und Vorstände sind betroffen, in Hamburg steht gar der halbe Verein auf Abruf. Ein Überblick.

Van Gaal, Veh, Magath, Littbarski: Die Bundesliga beschäftigt viele, die sie eigentlich nicht mehr will. Auch Spieler und Vorstände sind betroffen, in Hamburg steht gar der halbe Verein auf Abruf. Ein Überblick.

Felix Magath hat in den vergangenen Wochen alles dafür getan, um sich unbeliebt zu machen: Er hat neue Spieler gekauft, andere dafür verprellt, das Publikum missachtet, scheinheilige Facebook-Nachrichten verschickt, den anderen Entscheidungsträgern beim FC Schalke 04 sowieso nicht zugehört. Man hätte es ja kaum mehr für möglich gehalten, dass es bei Schalke Menschen gibt, die ihrem Despoten die Stirn bieten - nun also doch: Der Aufsichtsrat des Klubs hat beschlossen, sich zum Saisonende von Magath zu trennen, trotz dessen hochdotierten Vertrags bis 2013.

Dem Klub droht demnach der klassische Lame-duck-Status: Ein Trainer, der bald kein Trainer mehr ist, bis zum Saisonende dennoch auf der Trainerbank sitzt. Auf Schalke denken sie deshalb bereits an eine Übergangslösung: Otto Rehhagel. Der 72-Jährige wäre zwar eine old duck, lame ganz sicher jedoch nicht.

Bild: dpa 9. März 2011, 14:212011-03-09 14:21:10 © sueddeutsche.de/ebc/hum