bedeckt München 16°

Fußball:Der teuerste Sitzplatz der Bundesliga

Welche deutschen Vereine verlangen für ihre Tickets am meisten?

Gelber Hintergrund, schwarze Großbuchstaben: "Fußball muss bezahlbar sein." So lautete die Forderung einiger BVB-Anhänger während des Auswärtsspiels beim VfB Stuttgart Anfang des Jahres. Die Botschaft damals ging in Richtung der Stuttgarter, die wegen des namhaften Gegners einen Topspiel-Zuschlag verlangten. Den Dortmundern geht es aber im heimischen Stadion nicht besser: Die Stehplätze des BVB gehören deutschlandweit zu den teuersten. 207 Euro verlangt der Verein für 17 Heimspiele, teurer sind nur der Hamburger SV (225 Euro) und Darmstadt 98 (240 Euro).

Auch bei den Sitzplätzen sind die Dortmunder ganz vorne mit dabei. Selbst für den billigsten Platz im Stadion entrichten Dauerkartenbesitzer des BVB noch 382 Euro, also etwa 22,50 Euro pro Spiel. Deutlich mehr verlangen nur der Aufsteiger aus Freiburg und Darmstadt 98. Während im Breisgau 465 Euro pro Spielzeit fällig werden, sind es beim SV 484 Euro. Weil beide Stadien relativ klein sind und der Anteil an Stehplätzen deutlich höher ist als der der Sitzplätze, versuchen beide Klubs, mit den sitzenden Fans mehr Geld zu verdienen.

Bei den teuersten Plätzen im Stadion liegt der Hamburger SV an der Spitze. Für einen Sitzplatz auf der Gegengeraden verlangen die Norddeutschen knapp 807 Euro pro Spielzeit. Auf den Rängen zwei und drei folgen der 1. FC Köln (795 Euro) und Eintracht Frankfurt (790 Euro).

DFB-Pokal Wie stabil sind die Nerven von Franck Ribéry?
FC Bayern

Wie stabil sind die Nerven von Franck Ribéry?

Der Franzose würde seinen Vertrag beim FC Bayern gerne verlängern, aber seit Monaten fehlt ihm ein Signal des Vereins. Nun häufen sich seine Rangeleien auf dem Fußballplatz.   Von Benedikt Warmbrunn

Welche Bundesligisten haben ihre Preise gegenüber der Vorsaison am stärksten erhöht?

Die jüngsten Anhänger von RB Leipzig konnten sich bisher nicht beschweren. Vorausgesetzt sie hatten das sechste Lebensjahr noch nicht beendet, kamen sie kostenlos ins Stadion. Seit dem Aufstieg ist das aber Geschichte. Die Preise wurden ans Bundesliga-Niveau angepasst. Die Leipziger scheinen die Einnahmen durch Ticketverkäufe einem vollen Stadion vorzuziehen, anders jedenfalls ist der Anstieg um 59 Prozent (bezogen auf die drei Kategorien) nicht zu erklären. Gleiches gilt für Mitaufsteiger SC Freiburg, auch wenn sich die Badener vergleichsweise zurückhielten. Gegenüber der Vorsaison beträgt der Anstieg "nur" 32 Prozent, verglichen mit der Erstligaspielzeit von vor zwei Jahren sind das aber auch neun Prozent mehr.

Von den übrigen 16 Bundesligisten entschieden sich fünf für eine Erhöhung - einige im eher überschaubaren Bereich (Köln, Hamburg, Berlin), andere kräftiger (Gladbach und Ingolstadt).

Wie steht die Bundesliga im Vergleich zu anderen europäischen Top-Ligen da?

Erstaunlich gut, vor allem im Vergleich mit der englischen Premier League, wo die Fans etwa das Doppelte bezahlen. Und ein Ende der steigenden Ticketpreise ist auf der Insel nicht in Sicht. Der englische Fußball ist ein Glanzprodukt für Zuschauer auf der ganzen Welt, jährlich werden Milliarden an TV-Geldern in die Liga gespült. Über die verhältnismäßig wenigen Fans in den Stadien macht sich anscheinend kaum ein Verein ausreichend Gedanken.

Erst kürzlich demonstrierten die Fans des FC Liverpool gegen die geplante Erhöhung der Eintrittspreise auf bis zu 77 Pfund (circa 100 Euro) pro Spiel. Mit Erfolg: Die amerikanischen Klubbesitzer sahen von der Erhöhung ab. Wenigstens für die kommenden zwei Jahre. Solange müssen die Liverpool-Fans an der Anfield Road weiterhin etwa 75 Euro bezahlen, um ein Spiel zu sehen. Für britische Verhältnisse ein echtes Schnäppchen. Zum Vergleich: Der FC Arsenal, der durchschnittlich die teuersten Preise Europas hat, verlangt bis zu 124 Euro für eine Karte der ersten Kategorie.

Auch in der italienischen Serie A, wo ein reguläres Einzel-Ticket bei Meister Juventus Turin 45 Euro kostet, oder in der Primera Division (Real Madrid: 35 Euro; FC Barcelona: 53 Euro) bezahlen die Anhänger deutlich mehr als bei den deutschen Klubs.

Olympia Die Weisheit des Horst Hrubesch
Olympia

Die Weisheit des Horst Hrubesch

Der Trainer der deutschen Olympia-Fußballer hat seiner jungen Mannschaft etwas Simples, aber unschätzbar Wichtiges beigebracht. Deshalb haben sie sich im Maracanã für ihn zerrissen.   Kommentar von Sebastian Fischer